Die Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat Privatdozent Dr. rer. nat. Dr. rer. med. Martin Fischer zum 1. Oktober 2025 auf die W3-Professur für Biochemie berufen. Der Biochemiker übernimmt damit auch die Leitung des Instituts für Biochemie und Zellbiologie. Der bisherige Leiter Prof. Dr. rer. nat. Klaus-Dieter Fischer hat sich nach 18 Jahren an der Universität Magdeburg in den Ruhestand verabschiedet.
Mit einem Festakt feierte das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) am 2. Oktober das 100-jährige Jubiläum des gartenbauwissenschaftlichen Forschungsstandorts Großbeeren.
Rund 150 Teilnehmende – darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Landes- und Bundespolitik, Wissenschaft und gartenbaulicher Praxis sowie Mitarbeitende des Instituts – kamen unter dem Motto „Aus Forschung wächst Zukunft – für nachhaltige und resiliente Agrar- und Lebensmittelsysteme im Gartenbau“ zusammen. Das IGZ beleuchtete seine bewegte Geschichte und richtete den Blick auf Perspektiven für die Zukunft des Forschungsinstituts.
Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Manja Schüle, lobte die Arbeit des Instituts: „Seit 100 Jahren wird in Großbeeren zum Gartenbau geforscht – länger als irgendwo sonst in Deutsch-land. Die Forschung am Standort hat den Wandel der Agrarwenden ebenso überdauert wie den der politischen Agenden und der Generationen – und ist damit ein Garant für Beständigkeit in der Forschung. Bis heute ist das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau bundesweit das einzige Institut, das sich explizit und umfassend auf Gartenbauwissenschaften fokussiert. Ich bin überzeugt: Ohne das IGZ werden wir keine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen – von Klimaresilienz über Biodiversität bis zu Ernährungssicherheit – lösen können. Für uns als Landesregierung ist das IGZ daher ein unverzichtbarer Partner, vor allem in Strategieprozessen. Und gerade in diesen Zeiten brauchen wir eine starke, evidenzbasierte und freie Wissenschaft mehr denn je. Wir alle tragen die Verantwortung, die Wissenschaft zu schützen – darin liegt unsere gemeinsame Stärke und unsere Verpflichtung für die Zukunft!“
Prof. Dr. Dr. Markus Schick, Staatssekretär im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, unterstrich die zentrale Rolle des IGZ für den Gartenbau in Deutschland: „Das IGZ ist in Deutschland ein Leuchtturm der Gartenbauwissenschaft. Hier werden wissenschaftliche Grundlagen und Methoden für den Gartenbau erarbeitet. Die Forschungsergebnisse tragen dazu bei, den Gartenbau in Deutschland zu stärken und den Ernährungswert seiner Erzeugnisse weiter zu erhöhen.“
Die Präsidentin der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Martina Brockmeier, würdigte die Leistung des Instituts: „Das IGZ hat sich in den vergangenen Jahren dank Neustrukturierung und personeller Stärkung zu einem leistungsstarken, modern geführten und international sichtbaren Institut entwickelt."
Christian Ufen, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau e. V., betonte die Bedeutung der Verbindung von Forschung und Praxis: „Den Herausforderungen der Praxis wird mit Ideen und Innovationen begegnet. Am Anfang steht dabei Forschung und Wissenschaft. Stetig neue Erkenntnisse gepaart mit der Erfahrung aus der Praxis führen dann zu den Lösungen.“
Wissenschaftliche Direktorin Prof. Dr. Nicole van Dam hob die Verbindung von Forschung und gesellschaftlichen Bedürfnissen hervor: „100 Jahre Forschung am Standort Großbeeren zeigen, wie wichtig der Gartenbau für Gesellschaft und Wissenschaft ist. Mit dem künftigen Namen ‚Leibniz-Institut für Gartenbauwissenschaften‘ schärfen wir unser Profil und unterstreichen unseren Anspruch, zentrale Impulse für einen nachhaltigen, ressourcenschonenden und zukunftsfähigen Gartenbau zu geben.“
Verwaltungsleiter Markus Randig erinnerte an die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen: „Forschung braucht Kontinuität, Verlässlichkeit und starke Partnerschaften – all das prägt die Geschichte dieses Hauses. Ich sehe es als unsere Aufgabe, den Rahmen zu schaffen, in dem exzellente Wissenschaft gedeihen kann: durch eine erstklassige Infrastruktur, verlässliche Finanzen und eine Kultur der Zusammenarbeit. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden und Partner*innen aus Wissenschaft, Praxis und Politik wollen wir auch in Zukunft die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das IGZ seine Rolle als führendes Institut für Gartenbauwissenschaften erfüllen kann.“
Eingerahmt wurde der Festakt von einem Rückblick auf die lange Forschungstradition des Standorts durch Prof. Dr. Monika Schreiner und Prof. Dr. Nicole van Dam. Aus den Moorversuchsfeldern von 1925 hat sich Großbeeren zu einem international anerkannten Forschungszentrum entwickelt. Heute richtet das Institut seinen Blick nach vorn und stellt sich den globalen Herausforderungen von Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Ernährungssicherheit und Ressourceneffizienz für den Gartenbau.
Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) Das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) e.V. ist ein Forschungsinstitut der Leibniz-Gemeinschaft und trägt mit wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen aus der Grundlagen- und Anwendungsforschung im Gartenbau zur Lösung aktueller globaler Herausforderungen bei. Dazu gehören der Erhalt der Biodiversität sowie die Bekämpfung des Klimawandels und eine nach wie vor weitverbreitete Fehlernährung. Das Institut wird gemeinschaftlich durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) und das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) finanziert. Das IGZ hat seinen Sitz in Großbeeren.
Das Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, wurde von der American Heart Association (AHA) als offizielles Ausbildungszentrum für „Advanced Cardiovascular Life Support“ (ACLS) anerkannt. Damit kann das Zentrum ab dem kommenden Jahr eigenständig nach weltweitem Standard der amerikanischen Fachgesellschaft zertifizierte Fortbildungen zur erweiterten klinischen Wiederbelebung durchführen.
Bei der Lösung rechtlicher Fragen in Deutschland stehen viele Ausländer vor der Wahl: Soll man sich an einen Fachanwalt mit breitem Profil oder an einen Anwalt für Einwanderungsrecht wenden? Obwohl beide lizenzierte Juristen sind, gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen ihnen, der sich direkt auf den Ausgang des Falles auswirkt.
Spezialisierung und Fachwissen
Ein Anwalt für Einwanderungsfragen ist ausschließlich oder überwiegend auf Migrationsrecht (Ausländerrecht, Migrationsrecht) spezialisiert. Er befasst sich täglich mit Visa, Aufenthaltsgenehmigungen, Daueraufenthaltsgenehmigungen, Staatsbürgerschaft, Abschiebungsverfahren und Ablehnungen. Ein solcher Anwalt kennt sich nicht nur mit den Gesetzen, sondern auch mit der Verwaltungspraxis, den Anforderungen der jeweiligen Ausländerbehörde und der Rechtsprechung bestens aus.
Ein Anwalt mit breitem Profil hingegen arbeitet in verschiedenen Rechtsgebieten: Zivil-, Familien-, Arbeits- und Vertragsrecht. Seine Kenntnisse im Bereich Migration sind in der Regel oberflächlich und berücksichtigen nicht die häufigen Änderungen der Gesetzgebung und der internen Anweisungen der Behörden.
Praktische Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Migrationsbehörden
Ein Einwanderungsanwalt arbeitet regelmäßig mit der Ausländerbehörde, dem BAMF, Konsulaten und Verwaltungsgerichten zusammen. Er weiß, welche Argumente wirklich funktionieren, welche Dokumente entscheidend sind und welche zweitrangig.
Ein Generalist mag zwar die gesetzlichen Vorschriften kennen, verfügt jedoch nicht über praktische Erfahrung im Umgang mit Migrationsbehörden, was häufig zu Verzögerungen oder Ablehnungen führt.
Recht auf Begleitung bei komplexen Verfahren
In Fällen von Ablehnung eines Aufenthaltsantrags, Abschiebung, Aufhebung des Status oder Einreichung einer Klage vor dem Verwaltungsgericht ist die Hinzuziehung eines Fachanwalts besonders wichtig. Er ist in der Lage, eine Verteidigungsstrategie zu entwickeln, Einsprüche (Widerspruch) und Klagen unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Migrationsrechts vorzubereiten.
Ein Anwalt ohne Spezialisierung beschränkt sich häufig auf allgemeine Beratungen und ist nicht immer bereit, die prozessuale Verantwortung zu übernehmen.
Für wen ist der Unterschied wichtig
Wenn es um Einwanderung, die Wahl des Aufenthaltsgrundes, die Verlängerung des Status oder den Schutz vor Ausweisung geht, sollte man einem Anwalt für Einwanderungsfragen den Vorzug geben. Dies verringert Risiken, spart Zeit und erhöht die Chancen auf ein positives Ergebnis.