Weltweit höhere Energiepreise infolge des neuen Golfkriegs verschlechtern die Aussichten für die deutsche Konjunktur, auch wenn Mehrausgaben der öffentlichen Hand die gesamtwirtschaftliche Expansion in diesem und im kommenden Jahr stützen werden. Nach der Frühjahrsprognose des Leibniz- Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) dürfte die Produktion im Jahr 2026 um 0,7% und im Jahr 2027 um 1% zunehmen. Ähnliche Ex- pansionsraten sind auch für Ostdeutschland zu erwarten. Im Dezember waren die IWH-Konjunkturforscher von einem Zuwachs von 1% sowohl für 2026 als auch für 2027 ausgegangen.
Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse feststellt, ist die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland im Februar gestiegen. Für die kommenden Monate sind weiterhin sehr hohe Werte zu erwarten.
Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist laut aktueller Schnellschätzung im September mit saisonbereinigt 136,7 Punkten gegenüber dem Vormonat leicht gesunken. Ohne den deutlichen Anstieg des Containerumschlags in den chinesischen Häfen wäre der Rückgang des Gesamtindexes deutlich stärker ausgefallen.
Kunststoff ist eines der Schlüsselmaterialien in der heutigen Industrie, etwa in Automobil- und Elektrobranche sowie im Maschinenbau. Wurden viele Teile noch vor Jahren vor allem durch asiatische Partner gefertigt, zeigt sich heute ein Umdenken. Steigende Transportkosten, instabile Lieferketten und geopolitische Unsicherheiten bringen Unternehmen dazu, ihre Produktionsstrategien neu zu bewerten. Dabei setzen sie immer öfter auf lokale Partner, etwa auch aus der Grenzregion, und innovative Fertigungsverfahren. Die Folge: mehr Effizienz und ein weiterer Wettbewerbsvorteil. Damit machen Unternehmen den Weg frei für die Zukunft und auch zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze.
Bedeutung der Kunststoffproduktion für den Standort
Viele Branchen, beispielsweiseAutomobil, Elektro, Maschinenbau, sind auf Kunststoffteile angewiesen. Ihre Produktion sichert Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort. Unternehmen, die sich bereits frühzeitig mit nachhaltigen Innovationen beschäftigen, sind für die Zukunft gerüstet und können vor allem den wachsenden Nachhaltigkeitsanforderungen der Bundesregierung oder der EU Rechnung tragen.
Mittelständische Unternehmen haben die Möglichkeit, Best-Practices und Methoden auf einer kostenlosen Plattform für nachhaltiges Innovationsmanagementabzurufen, um Nachhaltigkeitsstrategien umzusetzen. Der Vorteil: Kostenreduktion. Sie ist ein wesentlicher Baustein dafür, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt und nicht in das Ausland abfließt.
Moderne Fertigung statt Abwanderung
Unternehmen stehen heute viel mehr unter Druck. Sie müssen nicht nur effizienter produzieren, sondern gleichzeitig Kosten senken, Lieferketten absichern und steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit erfüllen.
Lange galt die Verlagerung der Produktion ins Ausland als einfache und vor allem kostensparende Lösung. Doch die steigenden Transportkosten, unsicheren Lieferzeiten und geopolitischen Risikenhaben dieses Modell zunehmend infrage gestellt. Produktionsverlagerungen führen heute häufig zu Abhängigkeiten, die sich bei Krisen schnell als Nachteil erweisen.