Eine energetische Sanierung gelingt am besten in einer klaren Reihenfolge: Zuerst stehen Bestandsaufnahme und Förderplanung, dann die Gebäudehülle von oben nach unten – Dach, Fassade und Fenster, danach die Kellerdecke –, die Heiztechnik kommt meist zuletzt. Wer stattdessen dort beginnt, wo das Problem am sichtbarsten ist, etwa bei der verblassten Fassade oder der alten Heizung, riskiert teure Fehlplanungen. Warum sich diese Abfolge bewährt hat, welche Ausnahmen es gibt und worauf Sie bei der Planung achten sollten, erklärt dieser Beitrag.
Bestandsaufnahme und Förderplanung vor dem ersten Schritt
Bevor das erste Gerüst steht, ist die Bestandsaufnahme fällig. Entscheidend sind Baujahr, Zustand von Dach und Fassade, Alter der Fenster, vorhandene Heiztechnik und bisheriger Energieverbrauch. Hilfreich sind der Energieausweis, die Heizkostenabrechnungen der vergangenen Jahre und bei Bedarf eine Thermografie der Außenflächen. Erst aus diesem Gesamtbild lässt sich ableiten, welche Maßnahme zuerst sinnvoll ist und welche warten kann.
Eine unabhängige Energieberatung hilft, diese Fragen belastbar zu beantworten. Zertifizierte Energieeffizienz-Experten erstellen auf Wunsch einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), der den Ist-Zustand bewertet und die Maßnahmen in eine für das konkrete Gebäude passende Reihenfolge bringt.
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