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Wohnen

acatech IMPULS: Mehr bezahlbares Wohnen im Bestand - Handlungsoptionen für Bund, Länder und Kommunen  Copyright: acatech

acatech IMPULS: So können Kommunen, Bund und Länder bezahlbaren Wohnraum im Bestand schaffen

Im urbanen Gebäudebestand schlummern erhebliche Potenziale für mehr
bezahlbaren Wohnraum. Studien gehen davon aus, dass allein in gewerblichen
Gebieten durch die Aufstockung von Bürogebäuden, Einzelhandelsflächen und
Parkhäusern bis zu 1,7 Millionen zusätzliche Wohnungen geschaffen werden
könnten.1 Weitere 60.000 Wohnungen könnten nach Berechnungen des ifo
Instituts entstehen, wenn Büroflächen umgewandelt würden.2 Damit diese
Potenziale ausgeschöpft werden können, müssen Bund, Länder und Kommunen
koordiniert agieren.

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Hochbau und Bauen im Bestand: Millionenförderung vom Bund für Thüringer Forschungscluster

Wie lassen sich bestehende Gebäude klimaneutraler, energieeffizienter und
resilienter machen? Antworten erforscht das Thüringer Innovationszentrum
für nachhaltiges Bauen. Gemeinsam mit der LEG Thüringen werden ab Oktober
2026 neue Bauweisen exemplarisch an Bestandsgebäuden in Erfurt und Gotha
erprobt. Dafür erhält das Thüringer Konsortium, bestehend aus Bauhaus-
Universität Weimar, Materialforschungs- und Prüfanstalt Weimar und IAB –
Institut für Angewandte Bauforschung gemeinsam mit Industriepartnern, rund
eine Millionen Euro Fördermittel vom Bund. Es ist das erste Projekt,
welches im Rahmen des neu gegründeten Deutschen Forschungszentrums für
zukunftsfähiges Bauen (DFZ Bau) umgesetzt wird.

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Dach, Dämmung und Entwässerung Symbolbild unsplash

Dach, Dämmung und Entwässerung: Was Hausbesitzer vor der nächsten Sanierung prüfen sollten

Wenn es im Dachgeschoss zieht, sich an der Decke ein Fleck zeigt oder die Heizkosten auffällig steigen, liegt die Ursache nicht immer an einem einzelnen Bauteil. Dachdeckung, Dämmung, Abdichtung und die Ableitung von Regenwasser beeinflussen sich gegenseitig. Wer diese Bereiche getrennt voneinander betrachtet, übersieht leicht Zusammenhänge, die für Schäden oder unnötige Energieverluste verantwortlich sein können. Ein überschaubarer Prüfrahmen hilft Eigentümerinnen und Eigentümern, den Zustand ihres Hauses besser einzuschätzen und die nächsten Schritte sinnvoll zu ordnen.

Warum das Dach mehr ist als die Dacheindeckung

Von außen ist meist nur die Eindeckung sichtbar: Ziegel, Schiefer oder die Abdichtungsbahnen eines Flachdachs. Das Dach als Ganzes besteht jedoch aus mehreren aufeinander abgestimmten Schichten und Bauteilen. Es hält Regen, Wind, Schnee und Hagel vom Gebäude fern, trägt mit der Dämmung zum Wärmeschutz bei und führt Niederschlagswasser kontrolliert ab. Anschlusspunkte an Kamine, Dachfenster und Lüftungsrohre gehören ebenso dazu wie die Unterkonstruktion unter der Deckung. Schon ein einzelner beschädigter Anschluss kann ausreichen, damit Feuchtigkeit über Jahre unbemerkt in die Konstruktion eindringt.

Für den Zustand des Hauses ist entscheidend, dass all diese Elemente zusammenwirken. Feuchtigkeit kann über eine undichte Deckung ebenso in die Konstruktion gelangen wie über beschädigte Anschlüsse oder eine überlastete Entwässerung. Wer nur auf die sichtbaren Dachziegel schaut, erfasst den Gesamtzustand seines Hauses allenfalls zur Hälfte.

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 Energetische Sanierung Symbolbild pexels

Energetische Sanierung: In welcher Reihenfolge sollten Maßnahmen umgesetzt werden?

Eine energetische Sanierung gelingt am besten in einer klaren Reihenfolge: Zuerst stehen Bestandsaufnahme und Förderplanung, dann die Gebäudehülle von oben nach unten – Dach, Fassade und Fenster, danach die Kellerdecke –, die Heiztechnik kommt meist zuletzt. Wer stattdessen dort beginnt, wo das Problem am sichtbarsten ist, etwa bei der verblassten Fassade oder der alten Heizung, riskiert teure Fehlplanungen. Warum sich diese Abfolge bewährt hat, welche Ausnahmen es gibt und worauf Sie bei der Planung achten sollten, erklärt dieser Beitrag.

Bestandsaufnahme und Förderplanung vor dem ersten Schritt

Bevor das erste Gerüst steht, ist die Bestandsaufnahme fällig. Entscheidend sind Baujahr, Zustand von Dach und Fassade, Alter der Fenster, vorhandene Heiztechnik und bisheriger Energieverbrauch. Hilfreich sind der Energieausweis, die Heizkostenabrechnungen der vergangenen Jahre und bei Bedarf eine Thermografie der Außenflächen. Erst aus diesem Gesamtbild lässt sich ableiten, welche Maßnahme zuerst sinnvoll ist und welche warten kann.

Eine unabhängige Energieberatung hilft, diese Fragen belastbar zu beantworten. Zertifizierte Energieeffizienz-Experten erstellen auf Wunsch einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), der den Ist-Zustand bewertet und die Maßnahmen in eine für das konkrete Gebäude passende Reihenfolge bringt.

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