Neue Chancen, neue Adresse – was berufliche Umzüge mit sich bringen
Ein beruflicher Umzug bedeutet meistens einen doppelten Neuanfang. Der Wohnort ändert sich, gleichzeitig beginnt nicht zuletzt ein neues Tätigkeitsfeld mit neuen Inhalten und Abläufen. Wer beide Ebenen sorgfältig aufeinander abstimmt, macht sich weniger Stress und sorgt dafür, dass der Einstieg in neue Aufgaben nicht durch organisatorische Pannen ausgebremst wird.
Rahmenbedingungen klären, dann realistisch planen
Anfangen muss man zunächst mit dem Blick auf die berufliche Seite. Wichtige Fragen, die es hier zu klären gilt, betreffen etwa die Art der vertraglichen Bindung, die Dauer der Probezeit, die erforderliche Anwesenheit im Büro, Regelungen zu Homeoffice und die Länge der voraussichtlichen Pendelstrecke. Auf dieser Basis kann man dann entscheiden, ob ein kompletter Wohnortwechsel sinnvoll ist oder ob es besser ist, zunächst einmal ein paar Monate zu pendeln und später vielleicht erst eine zweite Wohnung zu suchen.
Parallel sollte man auch den finanziellen Aspekt in den Blick nehmen. Ein berufsbedingter Umzug kann mit Mehrkosten für Mieten, Mobilität und Lebenshaltung verbunden sein, während gleichzeitig Umzugskosten anfallen und vielleicht auch für eine Übergangszeit die Doppelbelastung durch Mieten entsteht.
Rolle von Dienstleistern und Eigenleistung
Je nach Größe des Haushalts und der Entfernung lassen sich Umzüge selbst organisieren oder mit einem Dienstleister durchführen. Daneben spielen natürlich auch Kosten, die Etagenlage, die Verfügbarkeit von Helfenden, die Fristvorgaben des Vermieters und die eigene körperliche Belastbarkeit eine Rolle. Ein professioneller Anbieter übernimmt in der Regel den Transport, die Tragearbeiten, gegebenenfalls auch die Demontage und Montage der Möbel und koordiniert die Abläufe am Umzugstag. Besonders hilfreich ist das, wenn für den Umzug nur kurze Zeitfenster zur Verfügung stehen. Ein zuverlässiges und erfahrenes Umzugsunternehmen erstellt in der Regel nach einer Vorbesichtigung ein detailliertes Angebot, erfasst das Umzugsgut, schlägt die passenden Fahrzeuggrößen vor und hilft bei der Einrichtung von Halteverbotszonen, damit das Zu- und Abfahren vor dem eigenen Zuhause oder am neuen Wohnort gesichert ist.
Checkliste zwischen alter und neuer Stadt
Beruflich bedingte Umzüge erfordern ein genaues Timing. Viele Ratgeber empfehlen, als erstes den Tag festzulegen, an dem die neue Arbeit beginnt, dann den Einzugstermin und schließlich rückwärts zu planen, wie immer das auch geht. Typische Stationen sind Kündigung des alten Mietvertrages, Abschluss des neuen Mietvertrages, Beantragung von Urlaub für den Umzugstag, Angebote einholen, Dienstleister auswählen und rechtzeitig mit dem Packen der Dinge beginnen, die man nicht täglich braucht.
Zur Wohnungssuche kommen noch die Standortfaktoren hinzu. Pendelzeiten, Anbindung an den ÖPNV, Parkplätze, Kita oder Schulplätze in der neuen Umgebung, ärztliche Versorgung müssen ebenso geprüft werden wie Mietniveau und Lebenshaltungskosten. Wer im Schichtdienst arbeitet oder häufig zu Dienstreisen unterwegs ist, sollte besonders auch auf die Anbindung zu Bahnhöfen oder Flughäfen achten sowie auf verlässliche Verbindungen zu den ungewohnten Zeiten.
Arbeitgeber und Familie
Beruflich bedingte Umzüge betreffen in der Regel nicht nur die umziehende Person. Arbeitgeber sind oft bereit, etwas zu helfen – etwa durch Unterstützung bei Umzugskosten, zusätzliche Urlaubstage oder Übergangsregelungen zur Arbeitszeit, wenn dies vertraglich geregelt ist oder freiwillig schon länger praktiziert wird. Eine offene Abstimmung über Einzugstermin, erste Arbeitstage und mögliche Einschränkungen im Arbeitsablauf zu Beginn erleichtert die Planung auf beiden Seiten.
In Familienhaushalten kommen hier noch weitere Regelungen ins Spiel. Schulwechsel, Kita-Plätze, Betreuungszeiten und Arbeitszeiten anderer Familienmitglieder müssen in den gemeinsamen Plan einfließen. Vielleicht sind Übergangsregelungen sinnvoll, bei denen eine Person des Haushalts vorübergehend pendeln kann, weil Kinder noch das Schuljahr an ihrem bisherigen Ort beenden oder weil Partner ihre berufliche Lage erst zeitversetzt anpassen lassen können.
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