Die Technische Hochschule Mannheim erhält von der KSB Stiftung über fünf
Jahre eine großzügige Förderung in Millionenhöhe für die Einrichtung der
neuen Stiftungsprofessur „Technologien zur industriellen Pharmasynthese“.
Ziel ist es, innovative Technologien zur industriellen Herstellung
chemischer Wirkstoffe zu entwickeln und damit einen Beitrag zur
Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln sowie zur technologischen
Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu leisten.
Mit der neuen Stiftungsprofessur reagiert die TH Mannheim auf zentrale
Herausforderungen der pharmazeutischen Produktion: steigende
Medikamentenpreise, globale Lieferkettenrisiken und die zunehmende
Abhängigkeit Europas von Wirkstoffimporten. Die Professur verbindet
erstmals in Deutschland chemisches Wirkstoffverständnis mit
ingenieurwissenschaftlicher Prozessentwicklung für die industrielle
Pharmasynthese. Sie stärkt Forschung, Lehre und Innovation an der
Hochschule und baut zugleich die Zusammenarbeit mit Industrie,
Forschungseinrichtungen und dem wissenschaftlichen Nachwuchs weiter aus.
Forschung für Versorgungssicherheit.Deutschland galt lange als „Apotheke der Welt“. Heute ist das Land jedoch
in erheblichem Umfang auf Arzneimittelimporte angewiesen: Allein 2022 lag
deren Wert bei rund 90 Milliarden Euro. Produktionsverlagerungen nach
Asien, steigender Kostendruck und komplexe globale Lieferketten führen
zunehmend zu Versorgungsengpässen – allein 2024 waren in Baden-Württemberg
rund 500 Medikamente betroffen.
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