IG Bergbau, Chemie und Energie warnt vor Aushöhlung des Streikrechts
Gewerkschaftschaftschef Michael Vassiliadis hat den Bund trotz der aktuell zu erwartenden Arbeitsniederlegungen von Lokführern und trotz der Zugausfälle vor einer Aushöhlung des Streikrechts gewarnt. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" erklärte Vassiliadis, das Streikrecht sei fundamental und unverzichtbar für jede Gewerkschaft. Nötig sei eine Debatte um den Wert der Tarifeinheit und nicht über mögliche Belästigungen durch Streiks. In Deutschland habe sich eine gut funktionierende Sozialpartnerschaft entwickelt, sagte der Vorsitzende der IG Bergbau, Chemie und Energie. Dieses Modell habe sich gerade auch in der Bewältigung der größten Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte in den Jahren 2008/09 bewährt. "Deshalb halten wir daran fest und kämpfen dafür", sagte Vassiliadis.
- Aufrufe: 342
Die Energiewende setzt aktuell auch dem drittgrößten deutschen Energiekonzern EnBW zu. EnBW-Chef Frank Mastiaux fürchtet, dass er weitere Kohle- und Gas-Kraftwerke stilllegen muss. "Fast alle sind auf Vollkostenbasis mehr oder weniger unter Wasser. Wir haben bereits fünf Blöcke zur Stilllegung angemeldet. Wir schließen nicht aus, dass wir künftig noch weitere Stilllegungsbeschlüsse treffen müssen, wenn die Großhandelspreise weiter niedrig bleiben oder gar verfallen", sagte Mastiaux der "Rheinischen Post".