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DGNI Pflege- und Therapiepreis 2026 für „Familienzentrierte Pflege” auf Neuro-Intensivstation Erlangen

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Die Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) hat
im Rahmen ihrer diesjährigen Jahrestagung ANIM 2026 in Dortmund wieder
Preise für außergewöhnliche Leistungen in diesem Bereich vergeben. Die
Neuro-Intensivstation des Uniklinikums Erlangen erhielt den DGNI Pflege-
und Therapiepreis für die erfolgreiche Einführung und nachhaltige
Umsetzung der “Familienzentrierten Pflege”. Das Team entwickelte seit 2023
ein umfassendes Konzept, das Angehörige als zentrale Ressource in den
Pflegeprozess einbindet. Jacqueline McFarland, Erlangen, nahm den DGNI
Pflege- und Therapiepreis bei der feierlichen Preisverleihung entgegen. Im
Interview gibt sie aktuelle Einblicke.

Das Team der Neuro-Intensivstation des Uniklinikums Erlangen entwickelte
seit 2023 ein umfassendes Konzept, das Angehörige als zentrale Ressource
in den Pflegeprozess einbindet. Dazu gehören unter anderem offene
Besuchszeiten, strukturierte Angehörigengespräche, proaktive Telefonate,
die Einbindung in pflegerische Maßnahmen, der Besuch von Kindern auf der
Intensivstation sowie eine pflegerische präoperative Visite.

Frau McFarland, was bedeutet es für Sie und Ihre Arbeit, mit dem DGNI
Pflege- und Therapiepreis ausgezeichnet worden zu sein?
McFarland: Für die Etablierung dieses Projektes wurde ein hoher Aufwand
betrieben und sehr viel Zeit investiert. Die Umsetzung bedeutete für
unsere Kolleginnen und Kollegen viel Veränderung. Gemeinsam haben wir es
geschafft, dass unser Konzept heute eine selbstverständliche Haltung
geworden ist. Dies zeigt nicht nur einen starken Team-Zusammenhalt,
sondern auch, dass die Idee und deren Verwirklichung, Familien in den
Mittelpunkt zu stellen, eine wertvolle Ressource ist und letztendlich
allen zugutekommt. Den Patienten und Patientinnen, Ihren An- und
Zugehörigen und allen am therapeutischen Prozess beteiligten
Berufsgruppen. Ich bin einfach wahnsinnig stolz darauf, ein Teil dieses
engagierten Teams zu sein. An dieser Stelle möchte mich auch bei unseren
Stationsleitungen und ehemaligen stellvertretenden Stationsleiter für
deren Unterstützung und organisatorische Arbeit bedanken. Zudem hat es
mich sehr gefreut, dass durch diesen Preis unser Engagement auch über das
eigene berufliche Umfeld der Neurointensivstation am UK-Erlangen hinaus,
gesehen und wertgeschätzt wird.

Wie wird es nach dem Erfolg für Sie weitergehen?
McFarland: Es laufen parallel bereits ein paar Projekte, die
voraussichtlich in diesem Jahr vervollständigt werden können. Mal sehen,
vielleicht kann ich da auf der ANIM 2027 ein bisschen mehr darüber
erzählen.

Haben Sie schon Vorstellungen oder Ideen, wie Sie das Preisgeld nutzen
möchten?
McFarland: Wir planen derzeit eine Optimierung unseres Angehörigen-
Bereichs und haben hier bereits einige Ansätze, bei denen das Preisgeld
sicher hilfreich sein wird.