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3000 Herztransplantationen in Bad Oeynhausen

Freude anlässlich der 3.000. Herztransplantation in Bad Oeynhausen: (v.l.) Oberarzt Dr. Noboyuki Furukawa, Patientin Anja Schäffer und Prof. Dr. Jan Gummert, Ärztlicher Direktor des HDZ NRW und Klinikdirektor der Thorax- und Kardiovaskularchirurgie  Quelle: (Foto: Finn Lehrke).  Copyright: HDZ NRW
Freude anlässlich der 3.000. Herztransplantation in Bad Oeynhausen: (v.l.) Oberarzt Dr. Noboyuki Furukawa, Patientin Anja Schäffer und Prof. Dr. Jan Gummert, Ärztlicher Direktor des HDZ NRW und Klinikdirektor der Thorax- und Kardiovaskularchirurgie Quelle: (Foto: Finn Lehrke). Copyright: HDZ NRW
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Ein besonderer Tag für eine besondere Patientin: Drei Monate nach ihrer
Herztransplantation hat Anja Schäffer ihre Kontrolluntersuchung im Herz-
und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, erfolgreich absolviert
und dabei den Herzchirurgen getroffen, der ihr neues Herz eingesetzt hat.
Ihre Operation markiert einen bedeutenden Meilenstein – es war die 3000.
Herztransplantation, die im Klinikum erfolgreich durchgeführt wurde.

Aktuell warten rund 700 Menschen in Deutschland auf die erlösende
Nachricht, dass für sie ein geeignetes Spenderherz gefunden wurde. Allein
in Bad Oeynhausen sind mehr als 130 Patientinnen und Patienten auf der
Warteliste, fünf davon mit allerhöchster Dringlichkeit. Das Klinikum ist
Deutschlands führendes Herztransplantationszentrum. Im Jahr 2025 wurden
hier 82 von insgesamt 315 in Deutschland verpflanzten Herzen
transplantiert.

„Die Zahl der verfügbaren Spenderorgane bleibt kritisch niedrig“, betont
Prof. Dr. Jan Gummert, Ärztlicher Direktor des Herz- und Diabeteszentrums
Nordrhein-Westfalen. Er spricht sich seit Jahren für die Einführung einer
Widerspruchslösung nach dem Vorbild vieler europäischer Länder aus: „In
Spanien oder Österreich kann vergleichsweise häufiger transplantiert
werden. Es kann nicht sein, dass Deutschland es als einziges Mitglied im
Eurotransplant-Verbund nicht versteht, eine solche Regelung durchzusetzen,
die Bürgerinnen und Bürger zu einer bewussten Entscheidung für oder gegen
die Organspende verpflichtet.“

Ein neues Herz – eine neue Perspektive

Für Anja Schäffer aus Rahden bedeutete die Herztransplantation die letzte
Hoffnung. „Meine Herzschwäche dauerte 15 Jahre und ließ sich nicht
aufhalten. Hinzu kamen Rhythmusstörungen und eine Schrittmacheroperation.
Ich musste mich irgendwann damit auseinandersetzen, dass die
Transplantation mein Plan B sein würde“, berichtet die 55-Jährige.

„Eine Herztransplantation kommt nur infrage, wenn alle anderen
Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind“, bestätigt Oberarzt Dr.
Nobuyuki Furukawa, der die Operation Anfang Januar durchführte. „Danach
sind eine lebenslange, konsequente Einnahme von Medikamenten und eine
gewisse Achtsamkeit im Alltag erforderlich, um eine Abstoßungsreaktion zu
vermeiden.“

Anja Schäffer weiß, dass sie künftig auf ihre Ernährung achten und auch
auf ihr geliebtes Hobby, die aktive Gartenarbeit, verzichten sollte, um
Infektionsrisiken so gering wie möglich zu halten. „Am meisten muss ich
mich aber noch an diesen kräftigen Herzschlag gewöhnen“, sagt sie
lächelnd. „Nach so vielen Jahren mit einem schwachen Herzen fühlt sich das
noch sehr ungewohnt an – aber wunderbar.“

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Als Spezialklinik zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und
Diabeteserkrankungen zählt das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-
Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, mit 43.000 Patientinnen und Patienten
jährlich, davon 14.800 in stationärer Behandlung, sowie 1.300 ambulanten
Operationen zu den größten und modernsten Zentren seiner Art in Europa.

In der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie des HDZ NRW unter
der Leitung von Prof. Dr. med. Jan Gummert werden jährlich 3.500 Eingriffe
am Herzen und den herznahen Gefäßen durchgeführt. Die Klinik ist
deutschlandweit führend in den Bereichen Herzklappenoperationen,
Herztransplantationen, Kunstherzimplantationen sowie Herzschrittmacher-/
ICD-Eingriffe. Seit 1989 wurden hier mehr als 6.100
Herzunterstützungssysteme implantiert. Mit 82 Herztransplantationen in
2025 (gesamt: über 3.000 Herz- und Herz-Lungen-Transplantationen) ist das
HDZ NRW das größte Herztransplantationszentrum in Deutschland. Zu den
weiteren Schwerpunkten der Klinik zählen die minimalinvasive
Klappenchirurgie und die Bypasschirurgie am schlagenden Herzen.