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Sport

Fußball-EM: Auf die Vorbereitung kommt es an – im Fußball und im Polizeistudium

Fußball-Europameisterschaft vor dem Anpfiff: Polizeistudierende der HWR
Berlin bereiten sich im Seminar auf Schutz von Sportgroßveranstaltungen
vor und holen sich Knowhow von Praxisprofis.

Berlin, 13. Juni 2024 – In Berlin geht es rund – eigentlich immer, in
diesen Wochen jedoch in doppeltem Sinne. Das Eröffnungsspiel der Fußball-
Europameisterschaft 2024 zwischen Deutschland und Schottland findet am 14.
Juni 2024 in München statt, das Finale am 14. Juli 2024 im Berliner
Olympiastadion. Und vom Anpfiff bis zum Abpfiff werden zwei Millionen Fans
aus ganz Deutschland und Europa die Spiele in der Hauptstadt im Stadion
oder bei Public Viewings in Restaurants, Kneipen und Biergärten verfolgen
– jedes Fußballkino eine kleine Großveranstaltung.

Zum zweiten Mal nach 1988 wird in Deutschland eine Fußball-
Europameisterschaft ausgetragen. Fußballbegeisterte freuen sich –
Sicherheitskräfte bereiten den Schutz vor Hooligans und Terror vor.
Präventionsarbeit und Vorbereitung sind das A und O, besonders wenn eine
Großveranstaltung wie die UEFA Europameisterschaft vor der Tür steht.

Seminar „UEFA EM 2024“: Präventivpolizeiliche Maßnahmen im Fokus

Auch im Studiengang Gehobener Polizeivollzugsdienst an der Hochschule für
Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) steht im laufenden Semester aus
gegebenem Anlass ein Seminar mit dem Titel „UEFA EM 2024:
Präventivpolizeiliche Maßnahmen bei sportlichen Großveranstaltungen“ auf
dem Programm. Prof. Dr. Jan Dirk Roggenkamp, Spezialist für Öffentliches
Recht mit dem Schwerpunkt Polizei- und Ordnungsrecht, und Prof. Dr.
Juergen Weichselgartner, Gastprofessor für Krisen- und Risikomanagement,
führen ihre Studierenden tief in die Materie ein. Die künftigen
Polizeikommissarinnen und -kommissare lernen alles über Einsatz- und
Risikomanagement, rechtliche Aspekte und die Zusammenarbeit mit
verschiedenen Akteuren wie der Landesinformationsstelle für Sporteinsätze,
der Polizei Berlin und Fanbeauftragten von Fußballvereinen.

Besuch bei Hertha BSC: Lernen von den Fanbeauftragten

Die Studierenden bekamen die Chance, sich mit Kolleginnen und Kollegen aus
den Niederlanden über landesspezifische Perspektiven und Maßnahmen
auszutauschen. Beim Treffen mit dem Fanbeauftragten von Hertha BSC und
einem pädagogischen Mitarbeiter des Fanprojekts der Sportjugend Berlin
ging es um Kommunikation und Konfliktbewältigung im Umgang mit
Fußballanhänger*innen, Strategien der Gewaltprävention und die
Zusammenarbeit mit der Polizei und den Einsatz von Ordnern und
Sicherheitspersonal.

„Diese Begegnungen sind Gold wert“, sagt Prof. Dr. Jan Dirk Roggenkamp.
„Sie erwecken die Theorie zum Leben und bereiten künftige
Polizeikommissarinnen und Polizeikommissare optimal auf ihr Berufsleben
und ihre Einsätze vor.“

Ein Highlight des Seminars war die von Prof. Dr. Weichselgartner
organisierte Sicherheitsbegehung des Olympiastadions einschließlich
„Backstage-Bereich“ und den der Polizei vorbehaltenen Räumlichkeiten. Dort
konnten sich die Studierenden ausführlich über die dortigen
Sicherheitsmaßnahmen informieren und mit Experten ins Gespräch kommen.
„Dabei habe ich wertvolle Einblicke für meine Bachelorarbeit bekommen, die
sich mit Fußballsicherheit befasst“, schwärmt ein Student. „Seminare wie
dieses machen das Polizeistudium in Berlin so besonders“, pflichtet
Weichselgartner bei, „hier ist man tatsächlich mittendrin und betrachtet
aktuelle polizeiliche Handlungsfelder umfassend und aus unterschiedlichen
Perspektiven“.

Für die künftigen Polizeikommissarinnen und -kommissare, die an der HWR
Berlin praxisnah studieren, werden die kommenden Wochen der Fußball-EM
gleich doppelt spannend: aus der Zuschauerperspektive im Fußballfieber und
als Praxis-Check mit dem neuen Wissen über polizeiliche
Präventionsmaßnahmen bei sportlichen Großveranstaltungen.

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) ist eine
fachlich breit aufgestellte, international ausgerichtete Hochschule für
angewandte Wissenschaften, einer der bundesweit größten staatlichen
Anbieter für das duale Studium und im akademischen Weiterbildungsbereich.
Sie sichert den Fachkräftebedarf in der Hauptstadtregion und darüber
hinaus. Rund 12 500 Studierende sind in über 60 Studiengängen der
Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts-, Ingenieur- und Polizei- und
Sicherheitswissenschaften sowie in internationalen Master- und MBA-
Studiengängen eingeschrieben. Die HWR Berlin ist die viertgrößte
Hochschule für den öffentlichen Dienst in Deutschland und mehrfach
prämierte Gründungshochschule. Über 700 Kooperationen mit Partnern in der
Wirtschaft und im öffentlichen Dienst garantieren den ausgeprägten
Praxisbezug in Lehre und Forschung. 195 aktive Partnerschaften mit
Universitäten auf allen Kontinenten fördern einen regen
Studierendenaustausch und die internationale Forschungszusammenarbeit. Die
HWR Berlin ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for
Excellence“ und unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz
„Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

http://www.hwr-berlin.de

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EURO 2024 als wirtschaftlicher Gewinn für Dortmund Analyse von FH-Professor Dr. Axel Faix

Die Fußball-Europameisterschaft EURO 2024 hat nicht nur sportliche, sondern auch weitreichende ökonomische Auswirkungen auf die Gastgeberstädte. Die Austragung von EM-Spielen werde Dortmund entsprechend deutlich beleben, erklärt Prof. Dr. Axel Faix vom Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Dortmund.

 

Der Experte geht aufgrund einer Modellrechnung für Dortmund davon aus, dass den prognostizierten Kosten von mehr als 20 Millionen Euro für die Ausrichtung der EURO 2024 vorteilhafte ökonomische Effekte von rund 120 Millionen Euro gegenüberstehen dürften. Diese Effekte resultieren der Analyse zufolge aus den Ausgaben der Gäste und Einwohner*innen sowie aus Steuereinnahmen.

 

Zu erwarten sei außerdem ein mittel- bis langfristiger Imagegewinn für die Stadt. Obwohl es Unterschiede zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gebe, sei die EURO 2024 ebenfalls als „Stimmungsaufheller“ wertvoll.

 

Details erläutert Axel Faix auf der FH-Website:

www.fh.do/euro2024

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Fußball-EM 2024: Deutsche erwarten wenig „Wir-Gefühl“

Repräsentative Umfrage der Uni Hohenheim zu EM-Erwartungen, Vermarktung,
Medienverhalten & sozialen Aspekten | Teil 4 von 4: Gastgeberland
Deutschland

Video zur Pressemitteilung: https://www.instagram.com/p/C8G9M3kIt9t/

Kein „Sommermärchen“ bei der EM 2024? − Weniger als 30 Prozent der
Deutschen sind davon überzeugt, dass die diesjährige Fußball-EM das „Wir-
Gefühl“ im Land stärken wird. Zu diesem Ergebnis kommt die EM-Studie 2024
unter der Leitung von Marketing-Experte Prof. Dr. Markus Voeth von der
Universität Hohenheim in Stuttgart. Die Studie basiert auf einer Umfrage
unter 1.000 Personen in Deutschland zu den Themen sportliche Erwartungen,
Sponsoring und Sport-Vermarktung, Medienwirksamkeit sowie sozialen und
gesellschaftlichen Auswirkungen. Die Universität Hohenheim veröffentlicht
die Ergebnisse in vier Teilen.

„Insgesamt schätzen die Befragten den Einfluss der Fußball-EM auf die
Gesamtgesellschaft eher verhalten ein“, so Studienleiter Prof. Dr. Voeth
vom Fachgebiet Marketing & Business Development an der Universität
Hohenheim: „Mit 29 Prozent geht weniger als ein Drittel der Befragten
davon aus, dass die Fußball-EM 2024 das Gefühl einer gemeinsamen
nationalen Identität in Deutschland stärken wird.“

„Noch verhaltener sind die Stimmen, wenn es um die Auswirkungen des
Turniers auf den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft geht oder
darum, ob die Fußball-EM 2024 positive Auswirkungen auf die Wirtschaft in
ihrer Region haben wird. Hier stimmen jeweils nur 27 Prozent der Deutschen
zu“, ergänzt Co-Studienleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter Stjepan
Jurisic.

Thema Nachhaltigkeit auch im Fußball angekommen

Gleiches gilt für die Frage, ob die im Rahmen der Fußball-EM geleisteten
Investitionen in die Infrastruktur, wie beispielsweise in Stadien und
Verkehrsanbindungen, wichtig für eine langfristige Entwicklung sind. Auch
was die langfristigen Auswirkungen eines solchen Großereignisses für den
deutschen Fußball und die deutsche Sportkultur betrifft, ist nur ein
Viertel der Befragten optimistisch.

Auf die Frage „Wie wichtig ist Ihnen das Thema Nachhaltigkeit
(Umweltschutz, Ressourceneffizienz) in Bezug auf die Fußball-EM 2024?“
antworteten mehr als 60 Prozent der Befragten, dass ihnen dieser Aspekt
wichtig sei. Damit ist Thema Nachhaltigkeit nicht nur in Politik und
Gesellschaft, sondern auch im Fußball angekommen.

Bundeskanzler soll an Eröffnungsspiel und Finale teilnehmen

Der Vergleich zur umstrittenen Weltmeisterschaft 2022 in Katar zeigt:
Einen Besuch des deutschen Bundeskanzlers bei EM-Spielen der
Nationalmannschaft befürworten dieses Jahr deutlich mehr Deutsche. Damals
hielten mehr als zwei Drittel der Befragten seine Anwesenheit für
überflüssig.

Dieses Mal sind nur 26 Prozent der Meinung, dass Olaf Scholz gar keins der
Spiele vor Ort verfolgen sollte. Vor allem beim Eröffnungsspiel als auch
beim Finale der Fußball-EM erwarten rund zwei Drittel der Befragten, dass
der Bundeskanzler im Stadion präsent sein sollte.

Schlechtes Image der UEFA

„Die UEFA kämpft seit Jahren mit ihrem schlechten Image, und laut unserer
Umfrage hat sich daran bisher nichts geändert“, sagt Tom Huhnke, der
ebenfalls an der Leitung der Studie beteiligt war und wissenschaftlicher
Mitarbeiter im Fachgebiet ist: „Über 40 Prozent vergeben schlechte bis
sehr schlechte Noten. Gerade einmal jede:r Fünfte hat ein positives Bild
von dem europäischen Fußball-Dachverband.“ Immerhin: Mit 42 Prozent
bewerten fast genauso viele Befragte dessen Image als weder gut noch
schlecht.

Auf die Frage, ob die UEFA darüber nachdenken sollte, die Frequenz der
Europameisterschaften in Zukunft zu erhöhen und beispielsweise alle zwei
Jahre eine EM durchführen sollte, reagierten 65 Prozent der Befragten
ablehnend. Nur 14 Prozent würden dies befürworten.

HINTERGRUND: EM-Studie 2024

„Football’s coming home! – Die Heim-EM 2024: Was denkt die deutsche
Bevölkerung?“ lautet der Titel der EM-Studie 2024. Die Online-Umfrage
unter 1.000 Teilnehmer:innen ist in Bezug auf Alter, Geschlecht und
Bundeslandzugehörigkeit bevölkerungsrepräsentativ. Durchgeführt wurde sie
zwischen dem 1. Mai und 17. Mai 2024 vom Lehrstuhl für Marketing und
Business Development der Universität Hohenheim sowie vom Lehrstuhl für
Marketing der Universität Potsdam und dem Marktforschungsinstitut Dynata.

Das Fachgebiet von Prof. Dr. Markus Voeth begleitet die FIFA-
Fußballweltmeisterschaften und UEFA-Fußballeuropameisterschaften der
Männer seit 2001 mit regelmäßigen repräsentativen Bevölkerungsbefragungen.
Schwerpunkte sind Themen wie Begeisterung, Pläne und Fanverhalten der
Bevölkerung, ergänzt durch wechselnde Sonderschwerpunkte wie
beispielsweise politische oder soziale Themen rund um die sportlichen
Großereignisse. Einzel- und Langzeitstudien sollen einerseits
Stimmungsindikatoren, andererseits auch konstruktiver Beitrag für eine
erfolgreiche Organisation sein.

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Fußball-EM 2024: Public Viewing verliert an Beliebtheit

Repräsentative Umfrage der Uni Hohenheim zu EM-Erwartungen, Vermarktung,
Medienverhalten & sozialen Aspekten | Teil 3 von 4: Die EM als
Medienereignis

Video zur Pressemitteilung: https://www.instagram.com/p/C8BoGMjsTo0/

Public Viewing ist weniger beliebt als gedacht: Die Mehrheit der Deutschen
will die Fußball-EM dieses Jahr lieber am privaten Fernseher verfolgen.
Der Hauptgrund nicht ins Stadion zu gehen: Die Tickets sind den meisten zu
teuer. Zu diesen Ergebnissen kommt die Fußball-EM-Studie unter der Leitung
von Marketing-Experte Prof. Dr. Markus Voeth von der Universität Hohenheim
in Stuttgart. Die Studie basiert auf einer Umfrage unter 1.000 Personen in
Deutschland zu den Themen sportliche Erwartungen, Sponsoring und Sport-
Vermarktung, Medienwirksamkeit sowie sozialen und gesellschaftlichen
Auswirkungen. Die Universität Hohenheim veröffentlicht die Ergebnisse in
vier Teilen.

Über 70 Prozent der Deutschen wollen die Spiele der
Fußballeuropameisterschaft der Herren in diesem Jahr vor dem heimischen
Fernseher verfolgen. Ein Hauptgrund ist das generelle Preisniveau der EM-
Tickets, das die Mehrheit der Befragten als zu hoch empfindet. Lediglich
die Preise für Spiele der Gruppenphase werden größtenteils als angemessen
eingestuft.

„Trotzdem möchte knapp ein Drittel aller EM-Interessierten nicht auf die
gute Stimmung sowie das Gemeinschaftsgefühl verzichten und die Spiele beim
Public Viewing verfolgen“, so Studienleiter Prof. Dr. Voeth vom Fachgebiet
Marketing & Business Development an der Universität Hohenheim. Auf der
anderen Seite verzichten darauf 20 Prozent der Befragten aufgrund von
Terrorangst und 34 Prozent geben „zu viele Menschen“ als Grund an, nicht
zum Public Viewing zu gehen. Beliebte Alternativen sind das private
„Public Viewing“ im Freundes- und Bekanntenkreis und das Verfolgen der
Spiele in der Kneipe oder Bar.

„Wenn es darum geht, EM-Themen während der Arbeitszeit zu verfolgen, ist
im Vergleich zu den vorherigen Turnieren die Toleranz der Arbeitgeber
deutlich höher“, sagt Co-Studienleiter Tom Huhnke. „Im Durchschnitt gehen
Befragte davon aus, rund 24 Minuten ihres Arbeitstages für die EM-Themen
zu nutzen.“

Tickets für Deutschland-Spiele am begehrtesten – auch auf dem Schwarzmarkt

Fast 14 Prozent der Befragten haben sich über das offizielle Ticketportal
der UEFA für ein Ticket bei der EM 2024 beworben. Davon haben 45 Prozent
auch ein Ticket erhalten. Rund 10 Prozent der Befragten geben an,
weiterhin auf der Suche nach Tickets zu sein. „Dabei scheint es für sie
keinen Unterschied zu machen, ob die Tickets über die UEFA-Plattform oder
über den Schwarzmarkt verfügbar sind“, so Stjepan Jurisic, der ebenfalls
an der Leitung der Studie beteiligt war.

Am begehrtesten sind die Tickets für die Deutschland-Spiele: Zwei Drittel
der Interessierten wären bereit, ein solches Ticket auf dem Schwarzmarkt
zu erwerben, und würden dafür im Schnitt rund 184 Euro bezahlen. Dabei
variiert die individuelle Zahlungsbereitschaft von 10 Euro bis maximal
2.000 Euro pro Ticket. Für Spiele anderer Nationalmannschaften würden
immerhin noch 28 Prozent der Befragten Tickets auf dem Schwarzmarkt
kaufen.

EM-bezogene Werbeaktivitäten wieder deutlich positiver eingestuft

Stand bei der umstrittenen Winter-WM 2022 in Katar die deutsche
Bevölkerung WM-bezogenen Werbeaktivitäten von Unternehmen skeptisch wie
nie zuvor gegenüber, hat sich die Einstellung wieder gewandelt: Die EM
2024 in Deutschland wird als potenzielle Werbeplattform deutlich positiver
wahrgenommen. Werbemaßnahmen sind daher präsenter und werden vorteilhafter
eingeschätzt.

„Unsere Studie zeigt jedoch auch, dass Werbeaktivitäten im Rahmen von
Fußball-Weltmeisterschaften bei der deutschen Bevölkerung meist nur einen
kurzfristigen Effekt haben“, sagt Prof. Dr. Voeth. „So können sich nur
knapp 10 Prozent der Befragten noch an viele Produkte erinnern, die zur WM
2022 beworben wurden.“

„Wenn überhaupt, dann bietet sich EM-bezogene Werbung nach wie vor
besonders bei Sportartikeln an“, ergänzt Tom Huhnke. Das sehen auch 80
Prozent der Befragten so. Mit jeweils rund 53 Prozent Zustimmung eignet
sich aus Konsumentensicht die EM aber auch für die Bewerbung von
Softdrinks und Textilien. Als eher ungeeignet empfinden die Befragten die
EM als Werbeplattform für Mund- und Zahnpflegeprodukte, Schreibwaren sowie
Mineralöl.

Bastian Schweinsteiger Deutschlands beliebtester TV-Experte

So überrascht auch nicht die Antwort auf die Frage, wie gut Fußballspieler
zu den beworbenen Marken passen, sagt Stjepan Jurisic: „In den Augen der
Deutschen sind sowohl Serge Gnabry und Adidas als auch Leroy Sane und Nike
nahezu ein ‚perfect match‘. Die Werbepartnerschaft zwischen Kevin Trapp
und About You wird dagegen als eher unpassend empfunden.“

Die geeignetsten TV-Experten für EM-Berichterstattungen sind für die
Deutschen das Weltmeistertrio Bastian Schweinsteiger, Per Mertesacker und
Christoph Kramer sowie Thomas Hitzlsperger. Auf einer Skala von 1 bis 6
erhielt der ehemalige Mannschaftskapitän den Bestwert von 4,8 Punkten. Auf
dem zweiten Platz liegt Mertesacker mit 4,6 Punkten. Die beiden Ex-
Nationalspieler Kramer sowie Hitzlsperger folgen mit jeweils 4,4 Punkten.

HINTERGRUND: EM-Studie 2024

„Football’s coming home! – Die Heim-EM 2024: Was denkt die deutsche
Bevölkerung?“ lautet der Titel der EM-Studie 2024. Die Online-Umfrage
unter 1.000 Teilnehmer:innen ist in Bezug auf Alter, Geschlecht und
Bundeslandzugehörigkeit bevölkerungsrepräsentativ. Durchgeführt wurde sie
zwischen dem 1. Mai und 17. Mai 2024 vom Lehrstuhl für Marketing und
Business Development der Universität Hohenheim sowie vom Lehrstuhl für
Marketing der Universität Potsdam und dem Marktforschungsinstitut Dynata.

Das Fachgebiet von Prof. Dr. Markus Voeth begleitet die FIFA-
Fußballweltmeisterschaften und UEFA-Fußballeuropameisterschaften der
Männer seit 2001 mit regelmäßigen repräsentativen Bevölkerungsbefragungen.
Schwerpunkte sind Themen wie Begeisterung, Pläne und Fanverhalten der
Bevölkerung, ergänzt durch wechselnde Sonderschwerpunkte wie
beispielsweise politische oder soziale Themen rund um die sportlichen
Großereignisse. Einzel- und Langzeitstudien sollen einerseits
Stimmungsindikatoren, andererseits auch konstruktiver Beitrag für eine
erfolgreiche Organisation sein.

Text: Stuhlemmer

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