Finanztransaktionssteuer, da war doch noch was ...!
Seit bald drei Jahren sind sich Deutschland und Frankreich einig, dass die Abgabe auf Finanzgeschäfte kommen muss, um kurzfristige Spekulationen einzudämmen. Passiert ist nichts. Alle Ankündigungen führten zu nichts außer unzähligen Papieren, ermüdenden Debatte und immer neuen Vorschlägen zur Umsetzung. Ist da jemand noch stärker als die so mächtige Angela Merkel? Bestens organisiert haben die Lobbyisten der Banken und Versicherungen Sand ins Getriebe gestreut. Sie demonstrieren wenige Jahre nach der Finanzkrise alte Stärke.
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Viele Arbeitnehmer in Deutschland möchten sich selbstständig machen oder stärker unternehmerisch in ihre Betriebe einbringen. Jeder dritte hat bereits über ein Geschäftsmodell, das Startkapital und eine kompetente Beratung nachgedacht. Aber nur 14 Prozent haben in den vergangenen fünf Jahren erfolgreich konkrete Schritte unternommen und sind weitergekommen, 3 Prozent blieben erfolglos. Dies zeigt eine Befragung von TNS Emnid im Auftrag der Bertelsmann Stiftung anlässlich einer internationalen Konferenz zum Unternehmertum im Rahmen des Salzburger Trilogs.
Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist Vollbeschäftigung zwar kein unmittelbar erreichbares Ziel, auf längere Sicht aber durchaus möglich. Wenn die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, könnte die Arbeitslosigkeit langfristig auf einen Wert zwischen zwei und drei Prozent sinken, sagt IAB-Forscher Enzo Weber. Das entspräche einer Arbeitslosenzahl von rund einer Million. Dazu werde es aber keineswegs automatisch kommen, betont Weber. „Vielmehr bedarf es weiterer Anstrengungen vor allem im Bildungssystem und in der Arbeitsmarktpolitik sowie bei der Stärkung von Wettbewerb und wirtschaftlicher Dynamik, um die Voraussetzungen für Vollbeschäftigung zu schaffen", erklärt der IAB-Forscher. Zudem unterstreicht Weber: „Die Vollbeschäftigungspolitik muss langfristig orientiert sein, unabhängig von aktuellen Konjunkturschwankungen."