Landwirtschaftsminister Alois Rainer zu Besuch beim Bundesinstitut für Risikobewertung
Bedeutung des BfR für sichere Lebensmittel und Produkte hervorgehoben
Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, hat
am heutigen 7. Juli 2026 das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) an
seinem Standort in Berlin-Marienfelde besucht. Auf dem Programm des
Ministers standen der Besuch der Institutsversammlung, ein Gespräch mit
der BfR-Leitung und die Besichtigung des BfR-Versuchsguts. Inhaltliche
Schwerpunkte waren der gesundheitliche Verbraucherschutz und die Aufgaben
der wissenschaftlichen Politikberatung. Das BfR ist eine wissenschaftlich
unabhängige Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des
Ministeriums.
Aus Anlass seines Besuchs erklärte Bundesminister Alois Rainer: „Die enge
Zusammenarbeit zwischen Forschung und Politik ist essenziell, um Risiken
frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern. Mit seiner Arbeit trägt
das BfR maßgeblich dazu bei, dass Lebensmittel, Stoffe und Produkte in
Deutschland und Europa sicherer sind. Aktuell stehen hybride Bedrohungen
der kritischen Infrastruktur oben auf der Liste potenzieller und leider
auch ganz realer Risiken. Natürlich können auch unsere Lebens- und
Futtermittel zu einem Angriffsziel werden. Vor dieser Gefahr wollen wir
die Menschen bestmöglich schützen. Wir sind dabei, zentrale Strukturen
aufzubauen und die Zusammenarbeit von Bund und Ländern im Bereich Food und
Feed Defense deutlich zu verstärken. Auch auf Bundesebene treiben wir die
Aktivitäten in diesem Bereich voran.“
„Das rechtzeitige Erkennen neuer gesundheitlicher Risiken für die
Bevölkerung gehört zu den zentralen Aufgaben des BfR“, sagte BfR-Präsident
Prof. Andreas Hensel. „Wissenschaftliche Bewertung, Politikberatung und
die Information der Öffentlichkeit sind dabei die wesentlichen Instrumente
des BfR. Aktuelle Themen wie Mikroplastik und die auch als
Ewigkeitschemikalien bezeichneten PFAS-Verbindungen verunsichern viele
Menschen. Sie sind Beispiele dafür, wie wichtig es ist, dass das BfR auf
wissenschaftlicher Basis die Politik berät und die Bürgerinnen und Bürger
aufklärt.“
Im Zentrum der Arbeit des BfR steht die gesundheitliche Risikobewertung
von Lebens- und Futtermitteln, Chemikalien und Produkten als Grundlage für
den gesundheitlichen Verbraucherschutz der Bundesregierung. Daneben
forscht das BfR zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen
Bewertungsaufgaben stehen. Das Institut berät die zuständigen
Bundesministerien und teilweise auch weitere oberste Bundesbehörden. Es
erstellt dazu unter anderem wissenschaftliche Gutachten und
Stellungnahmen. Das BfR ist zudem in eine Reihe von Anmelde- und
Zulassungsverfahren eingebunden.
Wissenschaft als Fundament
Die Arbeit des BfR für den gesundheitlichen Verbraucherschutz zeichnet
sich durch ihren wissenschaftlichen, forschungsgestützten Ansatz aus. Auf
die gesundheitlichen Bewertungen und Handlungsoptionen des Instituts
können die für das Risikomanagement verantwortlichen Behörden zugreifen.
Die Arbeitsergebnisse und Empfehlungen des BfR dienen allen Interessierten
als wichtige Informationsquelle und Entscheidungshilfe. Mit seiner
wissenschaftsbasierten Risikobewertung gibt das BfR Impulse für den
gesundheitlichen Verbraucherschutz innerhalb und außerhalb Deutschlands.
Risikokommunikation und Schutz von Versuchstieren
Zu den weiteren gesetzlichen Aufgaben des BfR gehört die
Risikokommunikation und damit die Information der Öffentlichkeit über
mögliche Risiken gesundheitlicher Art, neu gewonnene Erkenntnisse und
Arbeitsergebnisse. Die Risikokommunikation des BfR bildet die Basis für
einen kontinuierlichen Prozess und Dialog, der von Transparenz,
Verlässlichkeit und größtmöglicher Offenheit geprägt ist.
Ebenfalls Teil des BfR ist das Deutsche Zentrum zum Schutz von
Versuchstieren (Bf3R). Es entwickelt Methoden im Sinne des 3R-Prinzips und
verfeinert diese. 3R steht für Tierversuche verringern (Reduce),
verbessern (Refine) und ersetzen (Replace). Weiterhin regt das Bf3R
weltweit Forschungsaktivitäten an und fördert den wissenschaftlichen
Dialog. Zudem veröffentlicht das Zentrum jedes Jahr die
Versuchstierstatistik für Deutschland.
Über das BfR
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich
unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für
Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Es schützt die Gesundheit
der Menschen präventiv in den Tätigkeitsbereichen Public Health und
Veterinary Public Health. Das BfR berät die Bundesregierung und die
Bundesländer zu Fragen der Lebens- und Futtermittel-, Chemikalien- und
Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in
engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.
