Aufwachsen im ärmsten Stadtteil Deutschlands ist…
Mit Fragen von Armut und Klasse haben sich Studierende im Studiengang
Soziale Arbeit an der Hochschule Bremerhaven intensiv beschäftigt. In der
„Klassismuswerkstatt“ sind eine Broschüre und ein Kurzfilm entstanden, in
denen sie ihre eigenen biografischen Bezüge literarisch und künstlerisch
reflektieren. Die Ergebnisse sind online unter https://www.hs-
bremerhaven.de/de/studium/stud
zu finden.
Die Beiträge in der Broschüre eröffnen Perspektiven auf alltägliche
Erfahrungen mit Klassismus, etwa beim Wohnen, im Alltag, im Beruf oder im
Bildungswesen. Darin heißt es beispielsweise: „Während des Studiums zu
arbeiten ist für mich keine Wahl – und ist so oft eine Qual. Wenig Schlaf,
wenig Freizeit, wenig Zeit für die Liebsten; das ist für mich klar, für
die anderen jedoch oft unsichtbar.“ Gleichzeitig sind diese Texte
Zeugnisse von Scham, Ängsten und Ausgrenzungserfahrungen sowie auch von
neuen Erkenntnissen, von Mut, Stärke und Zuversicht. „Das Ergebnis ist
wirklich beeindruckend, gerade für Menschen, die sich auf diese Weise zum
ersten Mal mit dem Thema beschäftigen und die Lesung im Seminar war
einfach sehr berührend“, beschreibt Prof. Dr. Antje Handelmann.
Prof. Handelmann leitet die „Klassismuswerkstatt“ gemeinsam mit Prof. Dr.
Hannah von Grönheim. Die Studierenden hatten neben der theoretischen
Auseinandersetzung auch Raum für Austausch und Kreativität, um ihren
Gedanken und Gefühlen zum Thema intensiv nachgehen zu können. „Klassismus
ist eine Diskriminierungsform, die im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz
nicht als solche anerkannt ist und auch in der Sozialen Arbeit noch zu
wenig thematisiert wird, obwohl viele Adressat:innen betroffen sind“,
erklärt Prof. Grönheim. Eine öffentliche Lesung und Filmvorführung findet
am Dienstag, den 25. August, um 18 Uhr im „Beet“ auf dem Zollinlandsplatz
in Bremerhaven statt. Außerdem sind die Broschüre und der Kurzfilm auf der
Webseite des Studiengangs abrufbar.
Der siebensemestrige Bachelorstudiengang Soziale Arbeit an der Hochschule
Bremerhaven qualifiziert seine Studierenden für die gesamte Bandbreite der
Tätigkeitsbereiche, sei es Schulsozialarbeit, Drogenberatung, Erziehungs-
und Familienhilfe, Erlebnispädagogik oder die Unterstützung älterer
Menschen. Die praxisorientierten Studieninhalte wurden in enger
Zusammenarbeit mit regionalen Partner:innen konzipiert und entsprechen
damit den tatsächlichen Anforderungen des Arbeitsmarktes. Die
Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse
ermöglicht den Studierenden den Erwerb eines Beratungszertifikats. Dieses
kann regulär erst nach einer mehrjährigen Ausbildung als
Zusatzqualifikation erworben werden. Das Angebot an der Hochschule
Bremerhaven ist somit einzigartig. Die Bewerbungsphase für das kommende
Wintersemester läuft noch bis zum 15. Juli. Alle Informationen unter www
.hs-bremerhaven.de/Soziale-Arb
Arten der Pressemitteilung:
Studium und Lehre
Sachgebiete:
Gesellschaft
Weitere Informationen finden Sie unter
https://www.hs-bremerhaven.de/
Die gesamte Pressemitteilung erhalten Sie unter:
https://idw-online.de/de/news8
