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F. Laeisz Award für Maritime Innovation: Auszeichnung für neuartige Wasserstoff-Brennstoffzelle

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Mit dem F. Laeisz Award für Maritime Innovation würdigen die Universität
Hamburg und die F. Laeisz GmbH erstmals vielversprechende
wissenschaftliche und praxisorientierte Projekte, Initiativen und Start-
ups, die einen nachweisbaren Beitrag zur nachhaltigen Transformation der
maritimen Wirtschaft leisten. Der jetzt verliehene, erste Preis des Awards
ging an das Helmholtz-Zentrum Hereon in Geesthacht.



Im Rahmen der Hamburg Sustainability Week  wurden in einer feierlichen
Abendveranstaltung am 30. Juni im Laeiszhof der F. Laeisz GmbH drei
Auszeichnungen mit einer Dotierung von insgesamt 20.000 Euro vergeben. Der
erste Preis (10.000 Euro) ging dabei an das Helmholtz-Zentrum Hereon in
Geesthacht für die Entwicklung einer neuartigen Wasserstoff-
Brennstoffzelle, die Sauerstoff passiv direkt aus dem Meerwasser gewinnt.
Die Jury betonte, dass die ausgezeichnete Technologie eine deutlich
nachhaltigere und energieeffizientere Meeresforschung ermöglicht, da
autonome Unterwasserfahrzeuge wesentlich länger ohne Schiffseinsätze
betrieben werden können.

Auf den zweiten Platz (6.000 Euro) wählte die Jury das Projekt SEADS der
studentische Entrepreneurship Initiative Enactus Münster e.V. für die
erste vollautonome, KI-gestützte Erntemaschine für Seegrassamen. Das
Projekt adressiere einen zentralen Engpass der Meeresrenaturierung und
überzeuge durch hohe Originalität sowie Piloterfahrung in der Ostsee und
in Wales, urteilte die Jury. Sie betonte zudem den sehr großen
potenziellen ökologischen Impact – Seegras ist wesentlicher Bestandteil
der Ozeangesundheit, relevant für Wasserqualität, Klima, CO₂-Senke und
marines Habitat.

Platz drei (4.000 Euro) ging an die Jade Hochschule Elsfleth für das
Projekt „Eco-Crossing“. Hierbei handelt es sich um ein datengetriebenes
Assistenzsystem zur energieeffizienten Schiffsführung bei Fährfahrten, mit
einem publizierten Einsparpotenzial von 23 Prozent Treibstoffverbrauch.
Die Jury würdigte unter anderem die laufende Pilotinstallation auf der
Fähre Farge und die breite Anwendungsperspektive.

Über die drei gesetzten Preise hinaus sprach die Jury einen Jurypreis als
besondere Anerkennung für Mut und Vision an die SAILWINT GmbH, Berlin aus.
Sie entwickelt autonom segelnde Windturbinenschiffe zur Produktion von
grünem Wasserstoff auf See. Mit zwei abgeschlossenen Seepiloten und
Kooperationen mit DLR und TU Berlin steht SAILWINT für einen
hochinnovativen, disruptiven Ansatz, so die Jury.

Prof. Dr. Laura Marie Edinger-Schons, Chief Sustainability Officer und
Professor of Sustainable Business, Universität Hamburg: „Die nachhaltige
Transformation der maritimen Wirtschaft gehört zu den großen
Zukunftsaufgaben unserer Zeit. Die ausgezeichneten Projekte zeigen
eindrucksvoll, welches Potenzial entsteht, wenn wissenschaftliche
Exzellenz, unternehmerischer Mut und innovative Technologien
zusammenkommen. Der Laeisz Award macht diese Lösungen sichtbar und stärkt
den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Als
Universität verstehen wir es als unsere Aufgabe, wissenschaftliche
Erkenntnisse mit gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wirkung zu
verbinden. Der Laeisz Award ist Ausdruck dieses Anspruchs.“

Nikolaus H. Schües, Inhaber der F. Laeisz GmbH, sagte in seiner Ansprache
bei der Preisverleihung: „Der Titel der heutigen Veranstaltung ist: ‚Was
braucht echte Transformation – und wie gelingt sie gemeinsam?‘ Für uns ist
klar: Transformation gelingt nur gemeinsam! Daher haben wir uns mit der
Universität Hamburg zusammengetan und diesen Preis ins Leben gerufen, um
wissenschaftliche Exzellenz und unternehmerische Innovation
zusammenzubringen und Lösungen sichtbar zu machen, die die nachhaltige
Transformation der maritimen Wirtschaft beschleunigen."

Der Shortlist-Jury gehörten in diesem Jahr Prof. Dr. Simone Neumann,
Professorin für Nachhaltige Logistik- und Mobilitätssysteme, University of
Hamburg Business School, Lina Schoepflin, Doktorandin, Institute for Ship
Structural Design and Analysis, TUHH, und Fabian Feldhaus, Co-Founder,
Flagship Founders, an. Die Hauptjury bestand aus Prof. Dr. Laura Marie
Edinger-Schons, Professorin für Nachhaltiges Wirtschaften und Chief
Sustainability Officer, Universität Hamburg, Volker Ebeling, Senior Vice
President New Energy, Supply & Infrastructure, MB Energy Holding GMBH &
CO.KG, Arik Willner, CEO, Impossible Founders, Boris Herrmann, Deutscher
Segler, Team Malizia, Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin der
Freien und Hansestadt Hamburg und Präses der Behörde für Umwelt, Klima,
Energie und Agrarwirtschaft und Rasmus Stute, Area Manager Germany, DNV
Maritime.

Ziel des Awards ist es, wissenschaftliche Exzellenz und unternehmerische
Innovation zusammenzubringen und Lösungen sichtbar zu machen, die die
nachhaltige Transformation der maritimen Wirtschaft beschleunigen. Mehr
Informationen gibt es auf der Seite des F. Laeisz Awards für Maritime
Innovation.