Zum Hauptinhalt springen

Agroforstwirtschaft auf Grünland: Mehrwert für Tierwohl, Erträge und Klimaanpassung

Pin It

Jeder Baum ist wie eine Klimaanlage für Tiere und Böden. Die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels stellen die Grünlandbewirtschaftung vor große Herausforderungen. Insbesondere häufigere und längere Hitzewellen führen vielerorts zu sinkenden Grünlanderträgen, einer geringeren Futterverfügbarkeit und einer zunehmenden Belastung für Weidetiere. Vor diesem Hintergrund fordert der Deutsche Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) e. V. eine Erleichterung der Etablierung von Agroforstsystemen auf Grünland als zukunftsweisende Anpassungsmaßnahme an die sich ändernden Klimabedingungen.

In vielen Regionen leiden Grünlandbestände bereits heute unter Trockenstress und hohen Temperaturen. Die Folge sind geringere Aufwüchse und Ertragseinbußen für landwirtschaftliche Betriebe. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass viele Weidetiere während sommerlicher Hitzeperioden oft viele Stunden auf weitgehend unbeschatteten Flächen verbringen müssen. Insbesondere für Rinder bedeutet dies eine erhebliche Belastung. Fehlende Rückzugsmöglichkeiten bei starker Sonneneinstrahlung führen zu Hitzestress und beeinträchtigen das Wohlbefinden sowie die Leistungsfähigkeit der Tiere.

Agroforstsysteme auf Grünland bieten hierfür eine wirksame Lösung. Durch die Integration von Gehölzstreifen oder Baumreihen entstehen Schattenzonen, die Weidetieren Schutz vor intensiver Sonneneinstrahlung bieten. Die Tiere können ihr Verhalten an die Witterungsbedingungen anpassen und kühlere Bereiche aufsuchen. Damit leisten Agroforstsysteme einen wichtigen Beitrag zum Tierwohl und stärken die Attraktivität einer tiergerechten Weidehaltung.