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Englischsprachige Online-Podiumsdiskussion zur US-Wahl 2020 am 19. November 2020 ab 19.00 Uhr

Die internationalen Kurzzeitstudienprogramme der Freien Universität Berlin
FU-BEST (European Studies) und FUBiS (Internationale Sommer- und
Winteruniversität) veranstalten am 19. November eine Online-
Podiumsdiskussion. Fünf Expertinnen und Experten diskutieren dabei über
die nationalen und internationalen Dimensionen und die Auswirkungen der
zurückliegenden US-Präsidentschaftswahl. Die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer dieser Runde der „Berlin Talks“ werden die politischen,
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Hintergründe und Konsequenzen der
Wahl besprechen, ferner geht es um die Auswirkungen auf die US-
amerikanische Außen- und Sicherheitspolitik.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussion

Dr. Dirk Verheyen (Moderator): Akademischer Leiter des FU-BEST-Programms
Prof. Dr. Christian Lammert: John-F.-Kennedy Institut für
Nordamerikastudien an der Freien Universität Berlin; Schwerpunkte unter
anderem Politische Systeme Nordamerikas
Prof. Dr. Lora Anne Viola: John-F.-Kennedy Institut für Nordamerikastudien
an der Freien Universität Berlin; Schwerpunkte unter anderem Außen- und
Sicherheitspolitik in Nordamerika
Prof. Dr. Max Steinhardt: John-F.-Kennedy Institut für Nordamerikastudien
an der Freien Universität Berlin; Schwerpunkte unter anderem Wirtschaft
Nordamerikas
Dr. Klaus Scharioth: Botschafter a. D. (Botschafter in Washington,
2006–2011)
Katrin Bennhold: Berlin Bureau der New York Times

Übertragung der Diskussionsrunde

Donnerstag, 19. November 2020, von 19.00 bis 20.30 Uhr
Live-Stream über Webex Events: https://fu-berlin.webex.com/fu-berlin-
en/onstage/g.php?MTID=e75f70bce239e73ae08c52282576eff74

(Passwort: BjUeYrZS976);

anschließend auf der Webseite www.fu-berlin.de/berlintalks sowie auf den
YouTube-Kanälen der veranstaltenden Programme FU-BEST und FUBiS abrufbar

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt und wird aus dem
Akademischen Senatssaal der Freien Universität live übertragen. Online-
Zuschauerinnen und -Zuschauer sind eingeladen, sich über den Chat mit
Fragen und Kommentaren zu beteiligen.

Über Berlin Talks:

In der interaktiven und öffentlichen Online-Veranstaltungsreihe werden
gesellschaftliche Fragen aufgegriffen. Diskutiert und aus
unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden diese durch international
anerkannte Expertinnen und Experten. Das Format wird von den
internationalen Kurzzeitstudienprogrammen der Freien Universität Berlin
FU-BEST und FUBiS angeboten. www.fu-berlin.de/berlintalks

Über Freie Universität Berlin European Studies Program (FU-BEST) und Freie
Universität Berlin Internationale Sommer- und Winteruniversität (FUBiS):

Die internationalen Kurzzeitstudienprogramme der Freien Universität Berlin
FU-BEST und FUBiS bieten Semester- bzw. Sommer-/Winter-Programme an,
welche Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht sowie eine große Auswahl an
(vor allem englischsprachigen) Fachkursen umfassen: www.fubest.org und
www.fubis.org. Beide Programme sind mit dem Qualitätssiegel des US-
amerikanischen Quality Improvement Program (QUIP) vom Forum on Education
Abroad ausgezeichnet. Sie begrüßten 2019 insgesamt 934 Studierende aus
mehr als 40 Nationen an der Freien Universität Berlin.

Anlässlich der COVID19-Pandemie bieten die Programme auch akademische
Online-Programme mit der Vergabe international anerkannter ECTS-Punkte
sowie kostenfreie, öffentliche Ringvorlesungen an. Die Online-Angebote von
FU-BEST und FUBiS wurden 2020 durch die Initiative ‚Deutschland „Land der
Ideen”: Beyond Crisis‘ ausgezeichnet.

Online-Angebote

Veranstaltungsreihe „Berlin Talks“: www.fu-berlin.de/berlintalks
Videos der kostenfreien FU-BEST-Ringvorlesung 2020: www.fubest.org/online
YouTube
Videos der kostenfreien FUBiS-Ringvorlesung 2020: www.fubis.org/online
YouTube
FUBiS-Online-Kurse, 4.–27. Januar 2021:
www.fubis.org/online/online_courses
FU-BEST-Online-Kurse, 8. Februar–14. May 2021: www.fu-
berlin.de/en/sites/fubest/online/online_courses

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DGINA und DIVI warnen vor geplantem Gesundheitsgesetz – „Triage- Software gefährdet Patientensicherheit“

In zwei Stellungnahmen haben die notfallmedizinischen Fachgesellschaften,
die Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin
(DGINA) und die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und
Notfallmedizin (DIVI) vor einem geplanten Gesetz des
Bundesgesundheitsministeriums gewarnt.

Der Referentenentwurf zum Gesetz zur Weiterentwicklung der
Gesundheitsversorgung (Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz –
GVWG) sei hinsichtlich der Notfallversorgung voller Mängel, sagt DGINA-
Präsident Martin Pin: „Der Entwurf ist weit davon entfernt, die dringend
erforderliche Reform der Notfallversorgung voranzubringen.“ – „Wenn das
Gesetz so kommt, wären die Leidtragenden die Patienten,“ pflichtet ihm der
medizinische Geschäftsführer der DIVI, Prof. Dr. Andreas Markewitz bei.

Beide Fachgesellschaften kritisieren insbesondere die geplanten Änderungen
zur Ersteinschätzung von Notfallpatienten, die zukünftig von der
Kassenärztlichen Vereinigung organisiert werden soll – auch in
Krankenhäusern. In dem Gesetzentwurf ist vorgesehen, dass alle
Notfallpatienten zunächst mithilfe einer Software ersteingeschätzt werden.
Diese „Triage-Software“, die von der Kassenärztlichen Vereinigung bestimmt
wird, soll unter anderem darüber entscheiden, ob ein Notfall ambulant oder
stationär behandelt wird – noch bevor die Betroffenen ärztlich untersucht
wurden. Aufgrund dieser Ersteinschätzung könnten Patienten auch ohne
vorherige ärztliche Beurteilung in eine Versorgungseinheit außerhalb des
Krankenhauses verwiesen werden.

Die Kopplung von Verwendung des Ersteinschätzungsinstruments und Vergütung
ist nicht zielführend und fachlich falsch

Der DGINA-Präsident warnt: „Eine ‚Ersteinschätzungs-Software‘ der KV kann
und darf nicht den ärztlichen Kontakt und die ärztliche Untersuchung
ersetzen. Wenn Notfälle aufgrund dieser Ersteinschätzung weggeschickt
werden, kann dies für die Betroffenen möglicherweise lebensbedrohliche
Folgen haben.“ So heißt es auch in der Stellungnahme der DIVI gegenüber
dem Bundesgesundheitsministerium: „Die obligate Verbindung des Einsatzes
eines Ersteinschätzungssystems mit der Leistungsvergütung geht an der
Realität vorbei, da eine sichere ex ante Zuordnung der Dringlichkeit der
Behandlungsnotwendigkeit in zahlreichen Fällen unmittelbar bei Eintreffen
der Patienten nicht sicher möglich ist.“

DIVI und DGINA fordern daher das Bundesministerium für Gesundheit auf, die
diesbezüglich geplanten Änderungen des bestehenden Gesundheitsgesetzes
(§120 SGB 5) zu streichen und weiter an einer grundlegenden,
zukunftsfähigen Reform der Notfallversorgung im Sinne der Patienteninnen
und Patienten zu arbeiten.

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US-Klimapolitik: Bidens ambitionierte Pläne kommen EU entgegen

fW-Umweltökonomin Sonja Peterson (https://www.ifw-kiel.de/de/experten/ifw
/sonja-peterson/
), Global Commons und Klimapolitik, IfW Kiel, kommentiert
die Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahl in Bezug auf die Klimapolitik:

Ausgehend vom Wahlprogramm sind von einer Regierung Biden angemessene und
ambitionierte Schritte in der Klimapolitik zu erwarten vergleichbar mit
denen im „Green Deal“ der EU. So sollen die USA dem Wahlprogramm zufolge
bis spätestens 2050 treibhausgasneutral werden, und der Stromsektor soll
bereits 2035 CO2-frei sein. Um dies zu erreichen, will Biden unter anderem
Forschung, Entwicklung und Innovationen in saubere Energie fördern und in
den nächsten 10 Jahren 1,7 Billionen US-Dollar Bundesmittel bereitstellen.
Alle Infrastrukturinvestitionen im Transport, Gebäude- und Stromsektor
sollen mit Rücksicht auf Emissionsreduzierung und Resilienz gegen den
Klimawandel getätigt werden.

Biden ist ein Pionier der Klimaschutzgesetzgebung. Schon 1987 als Senator
für Delaware hat er die erste Klimaschutzgesetzgebung unterstützt. Nun hat
er Weichenstellungen angekündigt, damit die Ziele von Paris erreichbar
bleiben. Sein Bekenntnis zu diesen Zielen hätte nicht deutlicher ausfallen
können: Schon am Tag des Austritts der USA aus dem Abkommen direkt nach
der Wahl, stellte Biden den Wiedereintritt bei einem potenziellen
Amtseintritt im Januar 2021 auf den Tag genau in Aussicht.

Biden wird sich jetzt daran messen lassen müssen, ob er diese
ambitionierten Ziele umsetzen kann. Wünschenswert wäre, dass er dabei auch
auf zentral von prominenten US-Ökonominnen und Ökonomen nachdrücklich
geforderte Bepreisung von Treibhausgasen setzt. Dies ist in den USA, die
staatlicher Regulierung generell kritisch gegenüberstehen, seit langem
politisch ein kontroverses Thema und Biden spricht bislang nur von einem
„Umsetzungsmechanismus“. Hier sollte Biden als President-elect Farbe
bekennen und seinem Ruf als Pionier für den Klimaschutz gerecht werden.
Ein Preismechanismus für CO2 in den USA könnte dem Instrument weltweit
neuen Schwung verleihen und würde auch verhindern, dass die EU im Zuge des
geplanten Grenzausgleichs Importe aus den USA mit einem CO2-Preis versehen
müsste.

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Islamische Friedenspädagogik: Für interreligiösen Dialog und den gemeinsamen Einsatz für weltanschauliche Pluralität

Angesichts der Terroranschläge in Nizza und Wien plädiert das Institut für
Islamische Theologie und Religionspädagogik der Pädagogischen Hochschule
Karlsruhe für interreligiösen Dialog und dafür, sich gemeinsam und
religionsübergreifend für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und
weltanschauliche Pluralität einzusetzen.

Seit vielen Jahren widmet sich das Institut für Islamische Theologie und
Religionspädagogik der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe in seiner
Forschung den Ursachen von religiöser Gewalt sowie den Friedensaspekten
und Friedenspotenzialen des Islam. Außerdem engagiert es sich für den
interreligiösen Dialog und bietet das Zertifikat „Interreligiöses
Begegnungslernen“ an. Dieses Studienangebot qualifiziert angehende
Lehrerinnen und -lehrer religionsübergreifend dafür, in den Schulen
kompetent mit religiöser Vielfalt umzugehen.

Angesichts der Terroranschläge in Nizza und Wien sagt Jun. Prof. Dr. Jörg
Imran Schröter: „Es zeigen sich gefährliche Tendenzen einer zunehmenden
Polarisierung zwischen Musliminnen und Muslimen und der
Mehrheitsgesellschaft. Die große gesamtgesellschaftliche Herausforderung
besteht deshalb darin, eine weitere Eskalation zu verhindern.“ „Für den
sozialen Frieden in Deutschland und in der Welt müssen wir einerseits zu
einer differenzierteren Wahrnehmung von Muslimen beigetragen und
andererseits Gewalt und Terror im Namen des Islam rückhaltlos
verurteilen“, so der Leiter des Instituts für Islamische Theologie und
Religionspädagogik.

„Uns geht es um einen gemeinsamen Einsatz für Menschenwürde und
Menschenrechte, für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie für
Meinungsfreiheit und für weltanschauliche Pluralität. Dafür setzen wir uns
in Forschung und Lehre sowie in der Zivilgesellschaft mit ganzer Kraft
ein“, macht der Wissenschaftler deutlich. Schröter sieht einen großen
Bedarf, sich sowohl an den Hochschulen, speziell an islamisch-
theologischen Instituten, sowie im Religionsunterricht an den Schulen
offenen und kritisch mit problematischen Quelleninhalten und
Gewalttheologien auseinanderzusetzen.

Über die Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Als bildungswissenschaftliche Hochschule mit Promotions- und
Habilitationsrecht forscht und lehrt die Pädagogische Hochschule Karlsruhe
zu schulischen und außerschulischen Bildungsprozessen. Ihr
unverwechselbares Profil prägen der Fokus auf MINT, mehrsprachliche
Bildung und Heterogenität sowie eine aktive Lehr-Lern-Kultur. Das
Studienangebot umfasst Lehramtsstudiengänge für Grundschule und
Sekundarstufe I, Bachelor- und Masterstudiengänge für andere
Bildungsfelder sowie professionelle Weiterbildungsangebote. Rund 220 in
der Wissenschaft Tätige betreuen rund 3.600 Studierende. Weitere Infos auf
https://www.ph-karlsruhe.de

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