Edathy-Untersuchungsausschuss: SPD stärkt Hartmann den Rücken
Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, hat den SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Hartmann gegen Forderungen nach einem Mandatsverzicht infolge der Edathy-Affäre verteidigt. "Ich sehe für ihn keinen Grund, das Mandat abzugeben", sagte er der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung. "Gegen ihn wird ja jetzt ermittelt. Und man muss aufpassen, dass man jemanden nicht vorverurteilt, bevor diese Ermittlungen abgeschlossen sind. Auch Hartmann verdient eine faire Chance. Deshalb muss man sich mit Rücktrittsforderungen zurück halten." Zuvor hatte bereits die Vorsitzende des Edathy-Untersuchungsausschusses, Eva Högl (SPD), auf die Frage nach einem Mandatsverzicht erklärt: "Die Frage stellt sich nicht." Auch sie ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Aus grünen Kreisen hieß es nach Informationen der "Mitteldeutschen Zeitung", man werde die Forderung nicht erheben, weil dies nur die Reihen der SPD schließen werde. Das müsse die Partei unter sich ausmachen.
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