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Gesundheit

Menschen mit Aphasie unterstützen

SRH Hochschule für Gesundheit startet gemeinsam mit SRH Fachschulen am
Campus Bonn eine Aphasie-Selbsthilfegruppe.

„Was unser ausbildungsintegrierendes Studium auszeichnet, ist die enge
Verflechtung von Ausbildung, Studium und Praxis. Auf diese Weise kann das
gelernte Wissen direkt angewendet und erprobt werden. Daher freuen wir uns
immer, wenn sich für unsere Studierenden neue Gelegenheiten bieten,
praktisch zu arbeiten“, berichtet Prof. Dr. Irene Ablinger-Borowski,
Studiengangsleiterin im ausbildungsintegrierenden Bachelor-Studiengang
Logopädie an den Campus Bonn und Düsseldorf der SRH Hochschule für
Gesundheit.

Gemeinsam mit den SRH Fachschulen bietet die SRH Hochschule für Gesundheit
bereits seit über zehn Jahren das ausbildungsintegrierende Logopädie-
Studium an den Campus Bonn, Düsseldorf, Heidelberg, Karlsruhe und
Stuttgart an. Dieses führt die Studierenden in sechs Semestern zur
staatlichen Anerkennung als Logopäd:in und nach einem weiteren Semester
zum akademischen Grad Bachelor of Science.

Ende Mai startet die SRH Hochschule für Gesundheit nun mit den SRH
Fachschulen ein neues Projekt im Rahmen des ausbildungsintegrierenden
Studiums: eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Aphasie. Aphasien sind
erworbene Sprachstörungen, die in Folge einer Hirnschädigung, meist nach
Schlaganfällen, auftreten. Selbsthilfegruppen bieten die Möglichkeit, sich
gegenseitig zu unterstützen, Erfahrungen auszutauschen, zu kommunizieren
oder auch gemeinsam etwas zu unternehmen. Start ist am 31. Mai um 16.30
Uhr am Campus Bonn. Danach wird sich die Gruppe einmal im Monat treffen.
Die Leitung übernimmt Laura Hess, Dozentin der Logopädie an den SRH
Fachschulen, gemeinsam mit Studierenden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/irene-ablinger-borowski/

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Zum Weltblutkrebstag am 28. Mai: Prof. Dr. Andreas Neubauer über neue Therapien gegen Leukämie

„Die Leukämieforschung hat in den vergangenen zehn bis 15 Jahren große
Fortschritte gemacht. Gerade bei akuten Leukämien, die oft innerhalb
weniger Tage oder Wochen zum Tod führen können, stehen uns heute mehrere
Therapien zur Verfügung, um viele der betroffenen Patienten zu retten“,
erklärt Prof. Dr. Andreas Neubauer zum morgigen Weltblutkrebstag (28. Mai)
und sagt: „Das ist auch der Grund, warum die Arbeit von José Carreras und
seiner José Carreras Leukämie-Stiftung, die über Spenden vor allem die
Forschung fördert, so wichtig ist.“


Der Direktor der Klinik für Innere Medizin und Hämatologie, Onkologie,
Immunologie und Leiter des Carreras Leukämie Zentrums am
Universitätsklinikum Marburg ist einer der renommiertesten
Leukämieexperten in Deutschland und engagiert sich auch ehrenamtlich als
Mitglied des Vorstands der José Carreras Leukämie-Stiftung für den Kampf
gegen den Blutkrebs.

Neben einer Chemotherapie setzen die Mediziner heute auf die
Immuntherapie. Den Ansatz, mit Blutzellen Krebs zu heilen, hatte Prof. Dr.
Hans-Jochem Kolb aus München begründet, der seit vielen Jahren dem
Wissenschaftlichen Beirat der José Carreras Leukämie-Stiftung angehört.
„Kolb hätte dafür den Medizin-Nobelpreis bekommen müssen“, findet Prof.
Neubauer und erklärt: „Im Vergleich zu einer Chemotherapie ist eine
Immuntherapie hochwirksam und verursacht in der Regel weniger
Nebenwirkungen. In Einzelfällen treten aber auch bei einer Immuntherapie
Nebenwirkungen auf, die dann leider auch verheerend sein können.“

Eine weitere Therapierichtung, die gerade bei einigen Leukämien sehr gute
Ergebnisse erzielt, ist die Orale zielgerichtete Therapie, also die
Einnahme von Tabletten. Prof. Neubauer: „Dabei greifen zielgerichtete
Wirkstoffe das Wachstum oder den Stoffwechsel der Krebszellen an und
stoppen so die Ausbreitung des Tumors. Wie die Immuntherapie ermöglicht
uns auch die Oral zielgerichtete Therapie neue Wege zu gehen und mehr
Patienten zu helfen.“

Solche Erfolge, die Leben retten und Leid lindern, seien nur über
medizinische Forschung möglich, sagt Prof. Neubauer: „Am Anfang eines
Forschungsprojektes weiß man in der Regel nicht, wer alles am Ende davon
profitiert. So konnte das BionTech-Ehepaar Özlem Türeci und Ugur Sahin die
Corona-Impfung nur deshalb in, wie sie selbst sagen,
,Lichtgeschwindigkeit‘ entwickeln, weil sie seit Jahrzehnten an der
Entwicklung von Krebsmedikamenten geforscht hatten.“

Neben der Medizin spiele aber auch eine gesunde Lebensweise eine
entscheidende Rolle, um den Krebs zu bekämpfen oder erst gar nicht
entstehen zu lassen, erklärt Prof. Neubauer: „Durch den Verzicht auf Gifte
wie Nikotin und Alkohol, regelmäßige Bewegung, ein vernünftiges Gewicht
und eine ausgeglichene Work-Life-Balance ohne zu viel negativen Stress
können wir unser Immunsystem unfassbar stärken und das Risiko, an Krebs zu
erkranken, um mehr als 40 Prozent senken. Bei ehemaligen Krebspatienten
ist so eine gesunde Lebensweise oft wirkungsvoller als eine adjuvante
Chemotherapie, bei der nach der eigentlichen Krebstherapie die letzten
noch im Körper verbliebenen Krebszellen vernichtet werden sollen, um einen
Rückfall zu verhindern.“

Die Corona-Pandemie sei, so der Chefarzt, für seine Patienten eine
besondere Belastung gewesen. „Wir haben bereits die ersten Berichte aus
China sehr ernst genommen und die Sicherheitsmaßnahmen umgehend
hochgefahren. So ist es uns gelungen, dass wir bislang keinen
Coronaausbruch auf unserer Station hatten. Mit der Corona-Impfung ist dann
ein echter Durchbruch erzielt worden. Auch wenn Krebspatienten aufgrund
ihres geschwächten Immunsystems weniger gut auf eine Impfung reagieren,
rate ich geraden diesen Menschen dringend, sich zu schützen. Einer meiner
Patienten, der selbst Mediziner ist, hat sich mittlerweile acht Mal impfen
lassen und ist bislang ohne eine Erkrankung durch die Pandemie gekommen.“

Originalpublikation:
https://www.carreras-stiftung.de/medienzentum/pressemitteilungen/

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Cholesterinsenker Statine und Co.: Wie sicher und verträglich sind sie?

Neuer Cholesterin-Podcast der Herzstiftung informiert über Nutzen und
Risiken von Medikamenten zur Cholesterinsenkung

Zur Senkung hoher Cholesterinwerte werden Statine als Mittel der Wahl
eingesetzt, da sie wirksam vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützen. Doch
Berichte über Nebenwirkungen verunsichern viele Patienten – zumal der
Nutzen der Medikamente in den Blutgefäßen nicht unmittelbar spürbar ist.
Warum die Sorge in den allermeisten Fällen unnötig ist und wie sich ein
Großteil der Nebenwirkungen durch eine gute Einstellung der medikamentösen
Therapie verhindern lässt, erklärt Herzspezialist Prof. Dr. med. Ulrich
Laufs vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung in der
neuen Podcast-Folge „Statine & Co. gegen hohes Cholesterin. Wie sicher
sind Medikamente?” der Herzstiftung. „Durch kontrollierte Studien über
mehrere Jahrzehnte können wir sagen, dass Statine sehr sichere und gut
verträgliche Medikamente sind”, erklärt Laufs, der Direktor der Klinik und
Poliklinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig ist. Die neue
Episode der Herzstiftungs-Podcast-Reihe „imPULS – Wissen für Ihre
Gesundheit“ ist abrufbar unter www.herzstiftung.de/wichtiges-wissen-
cholesterin

„Ein hoher Cholesterinspiegel tut nicht weh”
Ein hoher LDL-Cholesterinspiegel lässt sich bei den meisten Betroffenen
mit Lebensstilmaßnahmen wie einer gesunden Ernährung nicht ausreichend
senken. Helfen die Maßnahmen nicht, sind Statine die ersten Mittel der
Wahl. Doch trotz der guten Studienlage zu Statinen stehen manche Menschen
den Medikamenten skeptisch gegenüber. Dass so häufig über Nebenwirkungen,
insbesondere über Muskelschmerzen berichtet wird, liegt aber nicht immer
an den Statinen. „Muskuloskelettale Probleme treten in höherem Alter
generell häufiger auf“, erklärt Laufs. Nicht immer seien die Statine
Ursache für die Beschwerden. Vielmehr müsse in solchen Fällen untersucht
werden, ob die Beschwerden möglicherweise zufällig zeitgleich aufgetreten
sind. Umgekehrt würden die positiven Wirkungen der Medikamente nicht
unmittelbar bemerkt. „Die Problematik liegt darin, dass ein hoher
Cholesterinspiegel – ähnlich wie ein hoher Blutdruck, Zigaretten-Rauchen
oder hoher Blutzucker – im Gefäß nicht weh tut“, erläutert der Kardiologe
im Podcast unter www.herzstiftung.de/wichtiges-wissen-cholesterin Auf
lange Sicht fühlen sich Betroffene aber durchaus besser, wenn der
Cholesterinspiegel und weitere Risikofaktoren gut eingestellt sind. Daher
sollten Patienten bei Problemen die Statine keinesfalls einfach weglassen.
„Ein cholesterinsenkendes Medikament abzulehnen, kann fatale Folgen haben,
weil dadurch der Schutz vor Infarkten und anderen Komplikationen
wegfällt.“

Was tun bei Nebenwirkungen?
Treten tatsächlich Nebenwirkungen auf, lässt sich in den allermeisten
Fällen durch einen Wechsel des Statins eine sorgfältige Einstellung der
Dosierung oder eine Kombinationstherapie eine Medikation finden, die gut
vertragen wird. Für Risikopatienten oder wenn herkömmliche Therapien nicht
ausreichen, stehen neuere Behandlungsstrategien wie die Therapie mit
Bempedoinsäure oder PCSK9-Hemmern zur Verfügung. Über diese und weitere
Therapiemöglichkeiten berichtet Herzspezialist Laufs in der neuen Podcast-
Folge ausführlich.
(cme)

Jetzt reinhören!
Alle Podcasts können auf der Herzstiftungs-Website unter
www.herzstiftung.de/podcasts direkt gehört werden und sind ebenso bei den
einschlägigen Podcast-Anbietern wie Spotify und Apple iTunes zu finden.
Alle 14 Tage gibt es einen neuen „imPULS“-Podcast.

Weitere Informationen zu Statinen:
www.herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/gesund-bleiben/cholesterin
/cholesterin-statine


Tipp: Ausführliche Informationen zu den Ursachen und Folgen hoher
Cholesterinwerte sowie zu aktuellen Therapieempfehlungen finden Sie im
Ratgeber „Hohes Cholesterin: Was tun?“, den Sie unter 069 955128-400 oder
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. kostenfrei bestellen können sowie auf unserer
Homepage im Online-Beitrag www.herzstiftung.de/cholesterin

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Klarer kommunizieren mit Kommunikationsadaptern für Gesichtsmasken

Medizinische Masken sind in der Pandemie zum Alltag geworden. Mit ihrem
erhöhten Virenschutz gehen allerdings auch Verständigungsprobleme einher.
Forschende des Fraunhofer UMSICHT haben für dieses Problem einen
Kommunikationsadapter entwickelt, der die Stimme verstärkt und so das
Gespräch erleichtert. Nun ist die Erfindung unter dem Namen maskAMP®
geschützt und ein Patent erteilt.

Comedians, Sänger*innen und Politiker*innen – sobald Menschen auf einer
Bühne sprechen, greifen sie fast schon selbstverständlich zum Mikrofon. In
unserem Alltag dagegen verstehen wir uns normalerweise ohne Hilfsmittel.
Mit Pandemie und Gesichtsmasken finden wir Verständigungsprobleme
allerdings auch in alltäglichen Situationen wieder. Nicht ohne Grund
erklingt am Empfang in der Arztpraxis oder an der Supermarktkasse immer
öfter ein »Wie bitte?«. Das Fraunhofer IBP hat herausgefunden, dass die
Masken 5 bis 15 Dezibel der Lautstärke schlucken. Somit fühlt sich die
Entfernung zum Gegenüber mit Masken doppelt so groß an, wie sie
tatsächlich ist.[1]

»Im Alltag gleichen Menschen diese maskenbedingten Verständigungsprobleme
mit einer lauteren Stimmgebung aus«, erklärt Melih-Ahmet Dimetokali,
Mitarbeiter in der IT-Infrastruktur des Fraunhofer UMSICHT. »Das belastet
allerdings die Stimmlippen und auch eine physiologische Stimmgebung
funktioniert dann zum Teil nicht mehr.« Verstärkt wird das Problem
gleichzeitig durch Mindestabstände und schalldämpfende Glasscheiben. Die
Resonanz ist so noch stärker eingeschränkt und die Artikulation gehemmt.
Wie das Fraunhofer IBP herausgefunden hat, machen sich dadurch auf längere
Zeit Erschöpfungssymptome wie Heiserkeit, Halsschmerzen, aber auch
Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit bemerkbar.

Das UMSICHT-Forscherteam – bestehend aus Melih-Ahmet Dimetokali, Michael
Joemann und Rasit Özgüc – hat als Lösung einen abnehmbaren Adapter
entwickelt, der die Stimme verstärkt und so Gesprächssituationen
erleichtert. »Anders als bei Konkurrenzprodukten mindert der leichte
Adapter nicht den angenehmen Tragekomfort der Maske«, betont Rasit Özgüc
aus der Abteilung Elektrochemische Energiespeicher. »Uns war bei der
Entwicklung sehr wichtig, dass der Verstärker alltagstauglich ist. Denn
auch wenn die allgemeine Maskenpflicht derzeit weggefallen ist, gibt es
Personenkreise, die Gesichtsmasken auch vor und nach der Pandemie
regelmäßig tragen müssen. In medizinischen und pflegerischen Einrichtungen
(Arztpraxen, Krankenhäuser, Pflegeheime etc.) beispielsweise bleibt die
Maskenpflicht bestehen, um ältere und vorerkrankte Menschen besonders zu
schützen. Allein in Deutschland arbeiten an die 3,3 Mio. Menschen im
öffentlichen Gesundheitswesen.«

Ein weiterer Vorteil des Verstärkers ist seine Wiederverwendbarkeit. Da er
flexibel positionierbar und abnehmbar ist, kann er bei einem Wechsel der
Gesichtsmaske auf ein neues Modell übertragen werden. Nutzende können den
Adapter so einfach reinigen oder wieder aufladen. »Das macht ihn im
Vergleich bereits erhältlicher Produkten auf dem Markt umwelt- und
ressourcenschonend. Dort ist die Elektronik nämlich meistens fest in der
Maske integriert«, erklärt Özgüc, »Trotzdem können wir mit geringen
Materialkosten und ohne Mindestproduktionsmenge der steigenden Nachfrage
gerecht werden.«

Für maskAMP® haben die UMSICHT-Forschenden nun einen Patentschutz für
Deutschland erlangt, welcher jetzt in die weltweite Anmeldung überführt
wird.  Das Produkt umfasst zum einen den wiederverwendbaren
Kommunikationsadapter für Gesichtsmasken und zum anderen das System aus
Kommunikationsadapter und Gesichtsmaske. Auch das Verfahren zur
Bereitstellung eines solchen Systems fällt unter den Namen. Damit ist
maskAMP® der erste patentierte Kommunikationsadapter.

»Bis es den Kommunikationsadapter zu kaufen gibt, wird es allerdings noch
etwas dauern«, ergänzt Michael Joemann, einer der Miterfinder. »Unser
System muss zur Marktreife entwickelt werden. Dafür suchen wir
lizenznehmende Vertragspartner mit den entsprechenden technologischen
Möglichkeiten und Vertriebskanälen. Interessierte wenden sich bitte unter
dem Stichwort maskAMP® an Rasit Özgüc: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.er.de
oder 0208 8598-1141.



[1] Fraunhofer »Das Magazin« Ausgabe 4.20, Seite 30-31.

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