Zum Hauptinhalt springen

Gesundheit

Kopfschmerzen bei Kindern – was hilft?

Die Stiftung Kindergesundheit informiert über die „Kinderkrankheiten“
Kopfweh und Migräne

Kopfschmerzen galten lange Zeit als typisches Leiden gestresster
Erwachsener. Heute zählen sie zu den häufigsten Gründen, schon als Kind
einem Arzt vorgestellt zu werden. Kopfschmerzen treten nicht nur häufiger
auf, sondern plagen auch immer jüngere Kinder: Schon im Vorschulalter sind
annähernd 20 Prozent betroffen, bis zum Ende der Grundschulzeit hat dann
bereits etwa jedes zweite Kind unangenehme Erfahrungen mit Kopfschmerzen
gemacht, berichtet die Stiftung Kindergesundheit in ihrer aktuellen
Stellungnahme. Besonders bedenklich sei dabei, dass die Kopfschmerzen
eines Kindes auch chronisch werden und sich zu einem langanhaltenden, wenn
nicht sogar lebenslangen Gesundheitsthema für das Kind entwickeln können.

Die Zunahme von Kopfschmerzen bei Kindern wird durch verschiedene
epidemiologische Studien der letzten Jahre eindeutig belegt, unterstreicht
die Stiftung Kindergesundheit und führt folgende Untersuchungen an:

•       Psychologen der Universität Göttingen haben bei über 2.000 Kindern
die Entwicklung von Kopfschmerzen über vier Jahre verfolgt. Sie fanden
heraus: Jedes zehnte Kind (10,9 Prozent) klagte bereits im Alter von acht
Jahren mindestens einmal im Monat über Kopfschmerzen, bei 3,8 Prozent der
Zweitklässler traten die Kopfschmerzen sogar mindestens einmal pro Woche
auf. Mit zwölf Jahren hatte bereits mehr als die Hälfte (54 Prozent) der
Kinder Erfahrungen mit Kopfschmerzen gehabt, 6,9 Prozent litten jede
Woche, 18,5 Prozent mindestens einmal im Monat darunter. Mit 15 Jahren gab
jeder fünfte Teenager (22,4 Prozent) an, im letzten Monat mindestens
einmal Kopfschmerzen gehabt zu haben, jeder Zehnte (10,7 Prozent) litt
jede Woche darunter. Der Anteil von wöchentlich auftretenden Kopfschmerzen
war bei Mädchen doppelt so hoch wie bei Jungen.

•       Nach KiGGS (Welle 2), einer großen Studie des Robert-Koch-
Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland,
waren 45,2 Prozent der 11- bis 17-jährigen Mädchen und 28,7 Prozent der
gleichaltrigen Jungen in den letzten drei Monaten von Kopfschmerzen
betroffen.

•        Zu ähnlichen Ergebnissen kam zuvor schon die MUKIS-Studie der LMU
(„Münchner Untersuchung zu Kopfschmerzen im Schulalter“), an der sich
1.675 Schüler von zwölf Gymnasien in München und im Münchner Umland
beteiligt haben. Dabei gaben vier von fünf der 12 bis 19 Jahre alten
Kinder und Jugendlichen an, innerhalb der letzten sechs Monate mindestens
einmal Kopfschmerzen gehabt zu haben. Jeder zehnte Gymnasiast musste im
letzten Jahr wegen Kopfschmerzen zum Arzt. Etwa ein Viertel der Schüler
nahm regelmäßig Schmerzmedikamente ein. An Mädchen-Gymnasien war die
Kopfschmerz-Häufigkeit besonders hoch.

„Die Diagnose von Kopfschmerzen ist bei jüngeren Kindern nicht einfach“,
berichtet der Münchner Kinder- und Jugendarzt Professor Berthold Koletzko,
Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit: „Bei kleinen Kindern, die noch
nicht sprechen können, sind Kopfschmerzen nur schwer zu erkennen. Häufige
Anzeichen sind Reizbarkeit, Unruhe und Überempfindlichkeit gegen
Berührungen. Etwas ältere Kinder drücken die Hände an den Kopf oder vor
die Augen und zeigen ein schmerzhaftes, geplagtes Gesicht. Verlässliche
Beschreibungen sind erst im Vorschul- und frühen Schulalter zu erwarten“.

Übelkeit und Blitze vor den Augen
Die häufigsten Formen von so genannten primären Kopfschmerzerkrankungen
sind auch bei Kindern die Migräne und der Spannungskopfschmerz, erläutert
die Stiftung Kindergesundheit:

Migräne: Ein Kind, das unter einer akuten Migräneattacke leidet, hört
meistens auf, zu spielen oder zu lernen, ist blass, möchte sich hinlegen
und vielleicht auch schlafen. Typisch ist auch, dass jede Anstrengung
vermieden wird und das Kind im Laufe einer Attacke einschläft. Beim
Aufwachen sind dann die Beschwerden verschwunden. Der pulsierende oder
pochende Schmerz ist – im Gegensatz zur Migräne bei Erwachsenen – zumeist
nicht nur auf eine Kopfseite beschränkt, sondern betrifft beide Seiten
und häufig auch die Stirn.

Unter den Migräne-typischen Begleiterscheinungen stehen bei Kindern vor
allem Übelkeit und Erbrechen, aber auch Geräusch- und
Lichtempfindlichkeit im Vordergrund. Die Attacken sind kürzer als bei
Erwachsenen und dauern nur selten länger als zwei Stunden.

Auch bei Kindern kann es kurz vor einer Attacke zu neurologischen
Ausfällen, zu einer so genannten Aura, kommen. Dazu gehören Flimmersehen
oder Lichtblitze in den Augen, Gefühlsstörungen in Händen und Armen
oder auch Sprachstörungen. Wichtig zu wissen: Die Heftigkeit des
Schmerzes und die „komischen“ Begleitsymptome können so intensiv sein,
dass das Kind sie mit starker Angst erlebt.

Spannungskopfschmerzen: Sie sind dumpf-drückend bis ziehend und nicht
pulsierend. Der Schmerz tritt zumeist auf beiden Seiten des Kopfes auf. Er
breitet sich häufig vom Nacken zur Stirn oder von der Stirn zum Nacken
aus und zieht auch die Augen oder Wangen in Mitleidenschaft. Der Schmerz
ist von leichter bis mäßiger Intensität und wird bei körperlicher
Bewegung in aller Regel nicht stärker, sondern eher schwächer: Eine
Ablenkung durch Aktivität tut gut. Die bei einer Migräne-Attacke typischen
Begleitsymptome fehlen.

Manchmal hilft schon die richtige Brille
Neben diesen so genannten primären Kopfschmerzerkrankungen können
Kopfschmerzen aber auch Ausdruck und Warnzeichen anderer körperlicher
Erkrankungen sein, unterstreicht die Stiftung Kindergesundheit. So werden
sowohl fieberhafte Infekte als auch Störungen des Blutdrucks häufig von
Kopfschmerzen begleitet. Beispiele sind: Kieferhöhlenentzündungen,
Ohrentzündungen, Halsentzündungen oder Mandelentzündungen. In seltenen
Fällen können die heftigen, immer weiter zunehmenden Kopfschmerzen auf
eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder einen Hirntumor hindeuten. Auch
eine Gehirnerschütterung verursacht häufig Kopfschmerzen, ja sie kann
sogar Ursache länger anhaltender, chronischer Kopfschmerzen sein.

Es kann aber auch etwas ganz anderes hinter den Kopfschmerzen stecken: ein
Sehfehler etwa, der zu einer Überanstrengung der Augen führt. Er kann mit
der richtigen Brille korrigiert werden. Auch zu viel direkte
Sonneneinstrahlung auf den unbedeckten Kopf kann Kopfschmerzen auslösen.

Kopfzerbrechen wegen Mobbing oder Konflikten
Wenn die bisher aufgezählten Ursachen durch eine Untersuchung bei der
Kinder- und Jugendärztin oder -arzt ausgeschlossen worden sind, wird
weiter nach möglichen seelischen Gründen der Schmerzen gefahndet.
Kopfschmerzen und das Erleben von Stress liegen auch für Kinder nahe
beieinander: Mobbing, Ausgrenzung oder Herabsetzung tun auch ihnen weh.
Wichtig ist dabei, die tieferen Ursachen und schweren Konflikte (in der
Familie oder in der Schule) zu erkennen, die dem Kind im wahrsten Sinne
des Wortes „Kopfzerbrechen“ bereiten.

„Deshalb ist es eine wichtige Aufgabe des Kinder- und Jugendarztes, mit
Hilfe einer ausführlichen Befragung der Eltern und einer gründlichen
Untersuchung des Kindes die Kopfschmerzen einzuordnen und entsprechend der
Verdachtsdiagnose weitere Untersuchungen einzuleiten“, betont
Kopfschmerzspezialist und Kinderneurologe Professor Dr. Florian Heinen,
Direktor des Sozialpädiatrischen Zentrums im von Haunerschen Kinderspital
der Universität München. „In der großen Mehrzahl der Fälle werden die
Kinder- und Jugendärztinnen die Angst der oft stark verunsicherten Eltern
nehmen können. Das Kind oder der Jugendliche erfährt in einem guten
Aufklärungsgespräch, was sich hinter seinen Kopfschmerzen verbirgt und
erhält seine persönlichen Empfehlungen zu Schlaf, Sport, Ernährung,
Trinkmenge und zu den oft dringend notwendigen Pausen vom Medienkonsum“.

Um die Kopfschmerzen noch besser zu verstehen, können Kind und Eltern für
zwei bis drei Wochen einen Kopfschmerzkalender führen. Sie sollten darin
Dauer und Stärke der Schmerzen, die Begleitsymptome, mögliche Auslöser und
auch die eingenommenen Medikamente festhalten. Allein dadurch kommt man
oft den individuellen Auslösern auf die Spur.

Nicht gleich zu Tabletten greifen!
Kinder, die unter Kopfschmerzen leiden, sollten sich mehr im Freien
bewegen, regelmäßig Sport treiben und ausreichend Wasser trinken,
empfiehlt die Stiftung Kindergesundheit mit großem Nachdruck. Professor
Berthold Koletzko: „Sie sollten außerdem weniger Zeit mit Computerspielen
und Fernsehen verbringen und auf geregelte Mahlzeiten und auf
ausreichenden Schlaf achten. Die Einhaltung fester Zeiten des
Schlafengehens und des Aufwachens und das Vermeiden von Coffein am
Nachmittag – also von Cola, Kaffee und Energydrinks - haben sich in
Studien als gute Ansätze gegen Kopfweh erwiesen“.

Zur medikamentösen Akut-Behandlung der Schmerzen wird die Kinder- und
Jugendärztin oder -arzt Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol
verordnen. Acetylsalicylsäure (ASS, „Aspirin“) sollte wegen der Gefahr
einer zwar seltenen, aber gefährlichen Komplikation („Reye-Syndrom“) erst
ab zwölf Jahren eingesetzt werden. Eine Alternative zur Behandlung von
leichten oder mittelschweren Kopfschmerzen vom Spannungstyp bietet die
äußere Anwendung einer zehnprozentigen Pfefferminzöl-Lösung aus der
Apotheke, die auf die Stirn und Nackenmuskeln aufgetragen werden kann.

Als hilfreich gegen Kopfweh haben sich auch nichtmedikamentöse Maßnahmen
erwiesen, betont die Stiftung Kindergesundheit. Dazu gehören
Entspannungsübungen, Physiotherapie und eine Anpassung des Tagesrhythmus,
sowie reflektierende Gespräche mit dem an Kopfschmerzen erkrankten Kind
über Dinge, die es belasten oder ihm eher guttun.

In komplizierten Fällen können die Kinderärztinnen und Kinderärzte ihre
Patienten auch in eine der kinderneurologisch geleiteten Kinder-
Kopfschmerz-Zentren überweisen, die es an mehreren Universitäts-Kliniken
und großen Krankenhäusern gibt.

Kopfweh durch Schmerzmittel
Zum Schluss ein wichtiger Hinweis für Erwachsene: Wer über eine längere
Zeit viele Schmerzmittel einnimmt, läuft Gefahr, chronische Kopfschmerzen
zu entwickeln!

  • Aufrufe: 106

nteraktive Orientierungshilfe zur COVID-19-Therapie veröffentlicht

Die federführenden Fachgesellschaften der S3-Leitlinie zur stationären
Therapie von COVID-19-Patienten – Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung
für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Deutsche Gesellschaft für
Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), Deutsche Gesellschaft für
Internistische Intensivmedizin (DGIIN) und Deutsche Gesellschaft für
Infektiologie (DGI) – haben gemeinsam mit der Fachgruppe Intensivmedizin,
Infektiologie und Notfallmedizin am RKI (COVRIIN) eine Online-
Entscheidungshilfe entwickelt.

Das Tool berücksichtigt die zeitliche Phase der COVID-Erkrankung, die
aktuelle respiratorische Unterstützung, Risikofaktoren des Patienten sowie
dessen Impfstatus. „Unser gemeinsames Ziel war es, den Kollegen in der
direkten Patientenversorgung eine interaktive und einfache
Entscheidungshilfe an die Hand zu geben“, sagt DGP-Experte Professor
Christian Karagiannidis, medizinisch-wissenschaftlicher Leiter des DIVI-
Intensivregisters, Präsident der DGIIN und Leiter des ECMO-Zentrums der
Lungenklinik Köln-Merheim. „So ist eine anwenderfreundliche Synthese von
S3-Leitlinie und den Berichten der COVRIIN-Fachgruppe entstanden.“

Die Arbeitsgruppe wird in den kommenden Wochen und Monaten das Tool
regelmäßig updaten, um die ausgegebenen Therapieempfehlungen stets aktuell
zu halten. „Es wird eine fortlaufende Bewertung und Weiterentwicklung der
Empfehlungen geben“, so Karagiannidis.

Die Orientierungshilfe zur COVID-19-Therapie ist veröffentlicht unter
https://www.dgiin.de/covriin/index.html#/

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP)

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hat
sich als wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft darauf
spezialisiert, die Prävention, Diagnostik sowie Therapie von Atemwegs- und
Lungenerkrankungen zu verbessern. Lange stand dabei die Tuberkulose im
Vordergrund, seit den 1960er-Jahren haben Volkskrankheiten wie Asthma, die
dauerhaft atemwegsverengende Lungenerkrankung COPD, Lungenentzündung und
Lungenkrebs die Pneumologie zu einem der großen Schwerpunktfächer der
Inneren Medizin gemacht. Wichtige aktuelle Themen sind die Entwöhnung vom
Rauchen, die Auswirkungen von Luftschadstoffen auf die Atemluft,
schlafbezogene Atmungsstörungen, die Beatmungsentwöhnung sowie das
neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 und die daraus resultierende
Infektionskrankheit COVID-19. Die DGP wurde 1910 gegründet und hat heute
rund 4.600 Mitglieder aus Medizin und Forschung. Weitere Informationen
gibt es unter: www.pneumologie.de

  • Aufrufe: 79

Spezialfach Kinderherzanästhesie: Professionelle Ausbildung für lebensrettende Eingriffe

Als eine von nur drei Einrichtungen europaweit hat das Institut für
Anästhesiologie und Schmerztherapie am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ
NRW), Bad Oeynhausen, im Zertifizierungsverfahren der Fachgesellschaft die
Auszeichnung für das Spezialgebiet der Kinderherzanästhesie erhalten.

„Neugeborene, Kinder und Jugendliche mit einem schweren Herzfehler zählen
zu den Hochrisikopatienten im Bereich der operativen Medizin“, sagt
Institutsdirektorin Prof. Dr. Vera von Dossow. „Umso wichtiger ist eine
besonders qualifizierte Ausbildung in diesem Spezialbereich der
Kardioanästhesie“.  Eine solche bietet die Europäische Fachgesellschaft
für Herz-, Thorax- und Gefäßanästhesie und Intensivmedizin (EACTAIC), die
im Rahmen ihres bestehenden Fortbildungsprogramms jetzt mit einem neuen
12-monatigen Fellowship eine weitere strukturierte und zugleich
länderübergreifende Weiterbildung mit hohen Qualitätsstandards für die
Kinderherzanästhesie sicherstellt. Das Fellowship-Programm am HDZ NRW
betreut Prof. von Dossow gemeinsam mit ihrem leitenden Oberarzt Prof. Dr.
Andreas Koster. Das Institut für Anästhesiologie ist bereits seit drei
Jahren für das 24-monatige  Erwachsenen-Herzanästhesie-Programm
zertifiziert. „Es war folglich aufgrund des großen Programms und breiten
Spektrums im ZAH nur konsequent, auch die europäische
Kinderkardioanästhesie-Zertifizierung anzustreben“, sagt Prof. Koster,
Bereichsleiter für Kinderkardioanästhesie und Anästhesie für Erwachsene
mit angeborenen Herzfehlern am Kinderherzzentrum und Zentrum für
angeborene Herzfehler des HDZ NRW.

„Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist eine abgeschlossene
Facharztausbildung für Anästhesiologie mit mindestens zweijähriger
Berufserfahrung im Erwachsenen-Herz-Bereich“, erläutert Professorin von
Dossow. Die Kardioanästhesistin Dr. Ioana Belciu bringt diese
Qualifikationen mit. Seit 2015 ist die erfahrene Fachärztin am HDZ NRW
tätig, hat das europäische Diplom für Anästhesie und transösophageale
Echokardiographie und ist seit 2020 Oberärztin im HDZ NRW. Nach einem
24-monatigen EACTA-Curriculum in der Erwachsenen-Kardioanästhesie  ist sie
jetzt  die erste Absolventin  für das 12-monatige Kinderkardioanästhesie-
Fellowship-Programm.

Zu den Anforderungen, die Dr. Belciu hier erfüllt hat und für die das HDZ
NRW künftig als zertifizierte EACTA-Fortbildungseinrichtung zur Verfügung
steht, zählen neben der nachweislichen Ausbildung für die Anästhesie bei
Kinderherzoperationen einschließlich hochkomplexer Eingriffe bei
Neugeborenen, Kunstherzimplantationen, Herztransplantationen sowie
Operationen Erwachsener mit angeborenem Herzfehler. Hinzu kommen
Anästhesien im Kinderherzkatheterlabor und Einsätze auf der
Kinderintensivstation. Weitere Bestandteile der Ausbildung sind die
spezielle transösophagealen Echokardiographie angeborener Herzfehler
sowie die regelmäßige aktive Teilnahme an interdisziplinären Konferenzen
und Fallbesprechungen zur OP-  und Interventionsplanung.

„Die Auszeichnung unseres Instituts ist für uns ein wichtiges Signal,
Standards auf höchstem internationalen Niveau vorzuhalten und gemeinsam
interdisziplinär weiterzuentwickeln“, betont Prof. von Dossow. „Dafür
möchte ich mich bei meinem Team der Kardioanästhesie ebenso herzlich
bedanken wie für die großartige Unterstützung, die wir im HDZ-Zentrum für
angeborene Herzfehler in den Kliniken der Kinderherzchirurgie und
Kinderkardiologie erfahren haben.“

-----

Das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad
Oeynhausen, ist ein international anerkanntes Zentrum zur Behandlung von
Herz-, Kreislauf- und Diabeteserkrankungen. Mit 35.000 Patienten pro Jahr,
davon 14.600 in stationärer Behandlung, ist das HDZ NRW ein führendes
Spezialklinikum in Europa. Unter einem Dach arbeiten vier
Universitätskliniken und Institute seit über 35 Jahren interdisziplinär
zusammen. Das HDZ NRW ist Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum.

Am Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie mit Lehrstuhl an der
Ruhr-Universität Bochum werden unter der Leitung von Prof. Dr. Vera von
Dossow jährlich mehr als 7000 Narkosen an Patientinnen und Patienten
durchgeführt. Ausgeprägte Spezialkompetenzen, langjährige Expertise und
eine vertrauensvolle interdisziplinäre Teamarbeit garantieren eine
größtmögliche Sicherheit bei der Narkoseführung von Patientinnen und
Patienten aller Altersstufen, insbesondere bei Hochrisikopatienten.

Anhang - Bildunterschrift zum Gruppenfoto:

EACTAIC-Experten des Kinderherzzentrums an Bord: Im Führerhäuschen
Institutsdirektorin Prof. Dr. Vera von Dossow (r.) und Prof. Dr. Andreas
Koster (Mitte), die als Programmdirektoren das Zertifizierungsverfahren
der europäischen Fachgesellschaft für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie
erfolgreich abgeschlossen haben. Links neben ihnen die Kardioanästhesistin
Dr. Ioana Belciu. Die weiteren am Zertifizierungsverfahren beteiligten
Experten v.l.n.r.: PD Dr. Kai Thorsten Laser (Stellv. Klinikdirektor
Kinderkardiologie), die Oberärzte Dr. Tobias Hecht, Dr. Stephan Molatta
und PD Dr. Jochen Grohmann (Kinderkardiologie) sowie die Klinikdirektoren
des Kinderherzzentrums und Zentrums für angeborene Herzfehler, Prof. Dr.
Eugen Sandica (vorne, Kinderherzchirurgie und Chirurgie angeborener
Herzfehler) und Prof. Dr. Stephan Schubert (Kinderkardiologie).

  • Aufrufe: 81

Jetzt noch an Adipositas-Studie teilnehmen

Pilotstudie der SRH Hochschule für Gesundheit geht in die finale Runde.

„Adipositas entwickelt sich weltweit zu einem massiven Problem – zum einen
für das individuelle Wohlbefinden, zum anderen auch gesamtgesellschaftlich
in Form von enormen wirtschaftlichen Konsequenzen. Vielen Betroffenen
gelingt es nur teilweise oder kurzzeitig Gewicht zu reduzieren – und die
Wahrnehmung des eigenen Körpers ist bislang kaum Teil von strukturierten
Therapieansätzen. Deshalb möchten wir neue Therapieverfahren für
körperbezogene Gesundheitsstörungen und Krankheitsbilder am Beispiel der
Adipositas entwickeln“, erklärt Prof. Dr. habil. Claudia Luck-Sikorski,
Präsidentin der SRH Hochschule für Gesundheit und Projektleiterin des
Forschungsprojekts „ViTraS – Virtual-Reality-Therapie durch Stimulation
modulierter Körperwahrnehmungen“.

Das im Master-Studiengang Psychische Gesundheit und Psychotherapie
angesiedelte Projekt, das durch das Bundesministerium für Bildung und
Forschung gefördert wird, arbeitet sowohl mit traditionellen
Therapiemethoden als auch mit aktuellen Technologien der Virtual und
Augmented Reality (VR/AR), um die Therapierwirksamkeit zu verstärken und
die Rückfallquoten zu reduzieren. Für die finale Phase der Pilotstudie des
ViTraS-Forschungsprojektes werden derzeit noch Personen über 18 Jahren mit
Übergewicht bzw. Adipositas (BMI über 30) gesucht, die Interesse daran
haben, mit ihrer Teilnahme die Wissenschaft zu unterstützen. Die
Proband:innen sollten dabei weder schwere psychische Erkrankungen noch
schwere körperliche Einschränkungen aufweisen.

Ziel der Studie ist es, Übungen zur Unterstützung der Körperwahrnehmung
hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit und Wirkung zu untersuchen. In drei ca.
60-minütigen Sitzungen am Campus Gera der SRH Hochschule für Gesundheit
oder an der Universität Würzburg werden die Teilnehmenden gebeten,
verschiedene Fragebögen zur Körperwahrnehmung und ihrem aktuellen Befinden
auszufüllen sowie Übungen mit einem Ganzkörperspiegel (Standort Gera) bzw.
in der virtuellen Realität (Standort Würzburg) durchzuführen. Eine
psychologische Fachkraft begleitet den gesamten Prozess.

Für die Teilnahme erhalten die Proband:innen eine Aufwandsentschädigung
von insgesamt 100 Euro.

Interessierte können sich unter Angabe des gewünschten Standorts
(Gera/Würzburg) bei natascha-alexandra.weinberger@srh.de für eine
Teilnahme an der Adipositas-Studie anmelden.

Mehr zur Forschung an der SRH Hochschule für Gesundheit erfahren
Interessierte unter www.srh-gesundheitshochschule.de/forschung/

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/natascha-alexandra-weinberger/

  • Aufrufe: 106