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Wirtschaft

Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland rückläufig

Zahl der Insolvenzen rückläufigIm Oktober 2014 meldeten die deutschen Amtsgerichte 2.125 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 4,4 % weniger als im Oktober 2013. Im September 2014 war ein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen verzeichnet worden (+ 2,7 % gegenüber September 2013). Davor wurden seit dem November 2012 Rückgänge der Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat registriert.

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E.ON entscheidet sich zum Verkauf seiner italienischen Kohle- und Gaserzeugungskapazitäten an EPH

e.onE.ON hat entschieden, seine italienische Stromerzeugung auf Kohle- und Gasbasis an das tschechische Energieunternehmen Energetický a Pr?myslový Holding (EPH) zu verkaufen. Mit EPH hat E.ON einen Käufer für seine konventionellen Kraftwerke in Italien gefunden, der hinter der Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit dieser Anlagen steht. EPH leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Italien. Das Unternehmen mit Sitz in Prag ist entlang der Wertschöpfungskette aufgestellt und in verschiedenen Ländern in Europa aktiv.

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Konjunkturumfrage NRW im Winter 2014-2015

NRW-Konjunkturlage: Licht und Schatten im neuen Jahr

Schulte: „Auf Polit-Comedy können wir verzichten“

Düsseldorf, 12.1.2015 – Auf den Mittelstand ist auch 2015 Verlass. In seiner Konjunkturumfrage zum Jahreswechsel unter 632 nordrhein-westfälischen Mittelständlern zeichnet der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) ein grundsätzlich stabiles Bild der Konjunktur im größten Bundesland. 43 Prozent sehen eine günstigere Entwicklung ihrer Geschäftslage, während gerade neun Prozent vor einem kritischen Jahr stehen. „Nach der Vollbremsung der Konjunktur im dritten Quartal 2014 starten wir optimistisch in das neue Jahr. Unsere Umfrage weist auf eine stabile Geschäftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten hin. Sorgen bereitet uns allerdings die nach wie vor messbare Investitionszurückhaltung unserer Betriebe“, so NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte. Nur 32 Prozent planen mehr Investitionen ein, 24 Prozent fahren ihre Investitionen zurück. Es reiche nicht aus, auf ein Zinswunder durch die Europäische Zentralbank zu hoffen. Der Staat müsse mehr tun, selbst stärker investieren und steuerpolitische Korrekturen zur Investitionsstärkung umsetzen, so Schulte.

Der Mittelstand setzt trotz des politischen Gegenwinds weiterhin auf Expansion. Das wird auch den Arbeitsmarkt mit moderatem Beschäftigungsaufbau weiter entlasten. Immerhin planen 40 Prozent Neueinstellungen und nur sieben Prozent Kündigungen. Dass bereits heute 35 Prozent unserer Unternehmen keine geeigneten Fachkräfte finden, deutet Schulte als Alarmsignal an die Politik: „Wir müssen dringend offen und ehrlich über die Chancen der Zuwanderung diskutieren und uns der Debatte mit politischen Scharfmachern stellen. Die marktschreierischen Versuche, Deutschland zu verriegeln, sind für uns im Mittelstand fatal und beschädigen unsere Willkommenskultur als Zuwanderungsland erheblich. Zudem steht die Politik in der Pflicht den intransparenten Regelungs-Dschungel unseres Aufenthaltsrechts zu durchforsten und klare Regeln zu definieren. Kanada bietet uns ein wichtiges Beispiel zur Orientierung. Wir müssen das Rad nicht neu erfinden.“

Der Bundesregierung stellen die Firmenchefs indes ein schlechtes Zeugnis aus. Lediglich 12 Prozent sind zufrieden mit der Verteilungspolitik Berlins und begrüßen Maßnahmen wie die Rente mit 63 oder den Mindestlohn. „Es wird höchste Zeit, dass sich in der Großen Koalition eine Stimme der wirtschaftspolitischen Vernunft erhebt. Steigende Energiekosten, Steuerlasten und der Fachkräftemangel bereiten unseren Betrieben erhebliche Sorgen. Die Bundesregierung bleibt auch nach über einem Jahr Regierungszeit jede Antwort schuldig“, so Schulte. Auffallend kritisch äußerten sich die Mittelständler über die Bemühungen zur Digitalisierung der Bundesrepublik. 89 Prozent sehen hier enormen Nachholbedarf, so Schulte: „Unsere Infrastrukturpolitik ist mangelhaft. Die PKW-Maut ist zu einem Running-Gag geworden. Was wir brauchen, sind Investitionen in schnelles Internet und in die maroden Verkehrsträger. Auf Polit-Comedy können wir sehr gut verzichten.“


Über den BVMW
Der BVMW spricht im Rahmen seiner Verbändeallianz als "Stimme des Mittelstands" für mehr als 270.000 kleine und mittlere Unternehmen deutschlandweit, die rund 9 Mio. Arbeitnehmer beschäftigen. Über 300 BVMW-Geschäftsstellen im In- und Ausland setzen sich für die im Verband organisierten Unternehmerinnen und Unternehmer ein. Schwerpunkte der Verbandsarbeit sind die Bildung von Netzwerken, die Organisation von Veranstaltungen und die politische Interessenvertretung. Zusammen mit seinen über 40 angeschlossenen Fach- und Branchenverbänden ist der BVMW die größte freiwillig organisierte Kraft des deutschen Mittelstands. In NRW ist der BVMW mit 40 Kreisgeschäftsstellen in den Regionen präsent.

BVMW - Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschlands e.V.
Eingetragen in das Vereinsregister Berlin-Charlottenburg Nr. 19361 Nz • Präsident: Mario Ohoven • Vizepräsidenten: Willie Grothe, Dr. Hans-Michael Pott• Vorstand: Dr. Helmut Baur, Jens Bormann, Dr. Jochen Leonhardt, Dr. Walter Niederstätter und Arthur Zimmermann • Bundesgeschäftsführer: Bernd Adamaschek Internet: www.nrw.bvmw.de
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Tarifstreit in Metall- und Elektroindustrie spitzt sich zu

Nachrichten zu den Tarifverhandlungen in der Metall- und ElektroindustrieUnmittelbar vor Beginn der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie spitzt sich die Auseinandersetzung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern zu. Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger warnte vor einer Überforderung der Unternehmen und sagte in einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung", das Modell der IG-Metall zur Weiterbildung sei indiskutabel. "Ich sehe keine Grundlage, darüber zu diskutieren." Die Tarifrunde beginnt am Mittwoch (14.1.) mit Verhandlungen in Bayern und Baden-Württemberg. Die IG Metall fordert neben 5,5 Prozent mehr Geld auch einen tariflichen Anspruch aller Beschäftigten auf bezahlte Bildungszeiten. Dulger entgegnete, der IG Metall gehe es nicht um betrieblich notwendige Weiterbildung: "Sie will, dass Einzelne auf Kosten aller ihre persönlichen Wünsche erfüllt bekommen. Das finde ich völlig unverständlich. Dieses Modell der Gewerkschaft ist für uns indiskutabel."

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