Käßmann: ''Horst Seehofer schürt Ängste vor Flüchtlingen''
Die Theologin Margot Käßmann hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) vorgeworfen, Ängste vor Flüchtlingen zu schüren. "Das ist für einen seriösen Politiker absolut unverantwortlich", sagt Käßmann im Interview mit heute.de, dem Nachrichteportal des ZDF.
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Überlagert von massiven atmosphärischen Störungen geht es beim Asylgipfel von Angela Merkel, Sigmar Gabriel und Horst Seehofer um zentrale Fragen. Welches Land wollen wir sein? Wo sind die Grenzen unserer Hilfsbereitschaft? Als wäre das nicht genug, müssen unzählige praktische Aufgaben angepackt werden, die Merkels "Wir schaffen das" zwangsläufig aufwerfen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel werden an diesem Wochenende zur weiteren Vorgehensweise in der aktuellen Flüchtlingskrise beraten. Vor den Gesprächen sind die Deutschen in ihrer Haltung gespalten. 44 Prozent der Befragten stützen in einer N24-Emnid-Umfrage den Kurs des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel und befürworten einen offenen Bruch, wenn Merkel nicht auf Seehofers Ultimatum zur Eindämmung des Flüchtlingsstroms eingeht. 45 Prozent sind gegen die offene Konfrontation.
Der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer erhält in der aktuellen Flüchtlingsdebatte überraschend Unterstützung aus dem Norden. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Mathias Middelberg, Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen der Unionsfraktion im Bundestag: "Der Zustrom muss reduziert werden. Diese Forderung von Horst Seehofer ist richtig."