Griechenland wird zum Fluch der Kanzlerin
Die Flüchtlingskrise ist noch nicht überwunden, da kehrt bereits die Schuldenkrise zurück. Von den Reformen, die Athen im dramatischen Sommer 2015 versprochen hatte, ist bisher nichts umgesetzt. Das Land ist von Konsolidierung weit entfernt.
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Die Grünen-Politikerin und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth, hat gefordert, auf die beginnenden Abschiebungen von Flüchtlingen aus Griechenland in die Türkei zu verzichten. "Die Maßnahme muss ausgesetzt werden", sagte Roth der "Saarbrücker Zeitung" und begründete dies mit Informationen von Amnesty International über Zwangsabschiebungen von Syrern aus der Türkei in ihr Heimatland.
Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Niels Annen, hat sich trotz der jüngsten diplomatischen Verwicklungen zwischen Deutschland und der Türkei im Satire-Streit dafür ausgesprochen, den intensiven Austausch mit der Türkei und eine ernsthafte Beitrittsperspektive für das Land aufrechtzuerhalten. Zwar sei die Türkei in letzter Zeit "kein leichter Partner" gewesen, schreibt Annen in einem Gastbeitrag für den Berliner "Tagesspiegel" und den "Tagesspiegel am Sonntag".