Lufthansa: Pilotenstreik trifft mehr als 400.000 Passagiere - 3.800 Flüge gestrichen
Der wirtschaftliche Schaden und das Durcheinander, das die Piloten mit ihrem dreitägigen Streik anrichten, steht in keinem Verhältnis zur Größe ihrer Berufsgruppe und zu ihren Forderungen. Mehr als 400.000 Fluggäste werden in den nächsten Tagen ihre Ziele nicht erreichen können. Die Piloten sägen mit diesem Streik an dem Ast, auf dem sie sitzen. Sie werden mit ihren drastischen Arbeitskampfmaßnahmen die Debatte um eine Tarifeinheit neu befeuern. Das heißt, ihnen droht als langfristige Konsequenz, dass alle Berufsgruppen in einem Unternehmen von einer Gewerkschaft vertreten werden.
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Im Umgang mit der Ukraine-Krise zeigt die deutsche Wirtschaft aktuell ihr hässliches Gesicht. Gerne betont sie, sie akzeptiere den Primat der Politik, zugleich macht sie aggressive Lobbyarbeit, um die Bundesregierung von Sanktionen abzuhalten. Natürlich kann man über deren Sinn streiten und auf deren Konsequenzen hinzuweisen. Siemens aber hat die Grenze zwischen berechtigtem Interesse und Liebedienerei überschritten. Der Dax-Konzern ließ zu, dass Präsident Putin den Besuch von Siemens-Chef Joe Kaeser erfolgreich zum öffentlichen Propagandafilm umfunktionierte. Alle Maßnahmen des Westens zielen bislang darauf ab, Putin zu isolieren. Dank Kaeser konnte sich Putin nun als ehrbarer Geschäftsmann inszenieren.