Bundeskartellamt untersagt Edeka und Tengelmann Maßnahmen die die beabsichtigte Fusion vorwegnehmen
Mit einer einstweiligen Anordnung untersagt das Bundeskartellamt Edeka und Tengelmann, Maßnahmen einzuleiten, die die beabsichtigte Fusion in einzelnen Bereichen vorwegnehmen. Auf rund 60 Seiten, die den Unternehmen nach Informationen der Lebensmittel Zeitung am Mittwoch zugingen, begründet die Behörde detailliert, welche Verhaltensweisen der beiden Hochzeitskandidaten sie als Verstoß gegen das sogenannte Vollzugsverbot ansieht. Konkret verbietet das Amt nach LZ-Informationen Kaiser's-Tengelmann die Verrechnung und den Warenbezug über Edeka. Auch die Schließung von Märkten und Lagern wird untersagt. Das Kartellamt wollte die Verfügung auf Anfrage am Mittwoch nicht kommentieren. Ein Sprecher bestätigte lediglich die zwischenzeitlich erfolgte Einleitung des Hauptprüfverfahrens. Damit endet die Vier-Monats-Frist, innerhalb derer das Amt über den angemeldeten Zusammenschluss entscheiden muss, am 6. März 2015.
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Der Vorstandsvorsitzende des Essener ThyssenKrupp Konzerns Heinrich Hiesinger hat in einem Interview in der WDR-Sendung "Lokalzeit Ruhr" eine Umorientierung des Konzerns auf neue Geschäftsfelder angekündigt, ohne das Stahlgeschäft kurzfristig aufzugeben. "Man muss sich bewusst sein, dass eine Tradition nicht schützt im Wettbewerb der Zukunft. Wir kämpfen ja wirklich darum, Stahl nach vorne zu bringen. Wir investieren auch in den Stahl: In den letzten zwölf Monaten 400 Millionen Euro. Das ist mehr als die anderen Geschäfte bekommen. Aber Fakt ist eben auch, das Problem der Überkapazität in Deutschland ist dauerhaft da. Und deshalb gehen wir davon aus, dass es irgendwann einmal, keiner weiß ob es drei oder fünf Jahre sind, zur Konsolidierung kommen wird", betonte Hiesinger in Essen.
Die deutsche Wirtschaft hat im November weiter an Schwung verloren. Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), der die Geschäftslage von über 500 Unternehmen des produzierenden Gewerbes in einem Wert zusammenfasst, sank binnen vier Wochen von 51,4 Punkten auf aktuell 49,5 Zähler. Damit liegt der viel beachtete Konjunktur-Frühindikator erstmals seit September wieder unter der 50-Punkte-Wachstumsmarke. Gleichzeitig sank der EMI damit auf ein 17-Monatstief. Sein bisheriger Durchschnittswert für das vierte Quartal entspricht dem tiefsten Stand seit dem Frühjahr 2013. Der aktuelle Index notiert um sieben Punkte niedriger als noch zu Beginn dieses Jahres. Hauptgründe für die sich abzeichnende konjunkturelle Abkühlung sind sinkende Auftragsbestände, schrumpfende Fertigwarenlager und rückläufige Neuaufträge.