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Duisburg, Hilfe für Wohnungslose bei extremer Hitze

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Die Stadt Duisburg weist darauf hin, dass mit steigenden Temperaturen auch
die gesundheitlichen Risiken für obdachlose Menschen wachsen. Extreme
Hitze stellt für sie eine ebenso große Gefahr dar wie Kälte. Daher ist es für
die Stadtverwaltung von zentraler Bedeutung, gemeinsam mit
ehrenamtlichen Organisationen und beauftragten Stellen ein
flächendeckendes Unterstützungsangebot sicherzustellen. Besonders
wichtig sind Orte, die Abkühlung ermöglichen – ein Angebot, über das das
Netzwerk umfassend informiert. Gleichzeitig wird betont, wie entscheidend
es für die gesamte Stadtgesellschaft ist, in Hitzephasen aufmerksam zu
bleiben und Menschen in Not aktiv Unterstützung zukommen zu lassen. Dazu
gehört ausdrücklich auch, bei hilflosen oder gesundheitlich beeinträchtigten
Personen unverzüglich einen Rettungswagen zu rufen, um schnelle
medizinische Hilfe sicherzustellen.
Der Verein Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e. V. passt seine Arbeit den
aktuellen Wetterbedingungen an und verstärkt in der Sommerzeit seine
Hilfsangebote für wohnungslose und bedürftige Menschen. Am Kälte- und
Medibus wird vormittags kostenloses Trinkwasser ausgegeben; zusätzlich
stellen die Mitarbeitenden Sonnenschutzcreme, Kappen und leichte
Sommerkleidung zur Verfügung. Zur Hitzehilfe gehören außerdem die
Ausgabe von Sommerschlafsäcken und T-Shirts.


Da sich die Arbeit im Sommer grundlegend verändert, wird Wasser nun
grundsätzlich bei jedem Einsatz ausgegeben. Die Mitarbeitenden informieren
zusätzlich über frei zugängliche Trinkwasserbrunnen in der Stadt sowie über
bestehende Kälteräume.
Der Kältebus ist weiterhin ganzjährig im Einsatz und fährt von Montag bis
Donnerstag täglich bekannte Treffpunkte im Stadtgebiet an, um sich nach
dem Wohlbefinden der Menschen zu erkundigen und bei Bedarf zu
unterstützen. Der Medibus ist montags und donnerstags unterwegs und bietet
dort soziale sowie medizinische Hilfe für Menschen, die keinen oder nur
erschwerten Zugang zum regulären Gesundheitssystem haben.
Auch der Suchthilfeverbund Duisburg e. V. unterstützt an seinen Standorten
in der Innenstadt und in Hamborn mit Getränken und Sonnenschutzmitteln.
Ergänzend sind die Streetworkerinnen wie gewohnt regelmäßig in der
Innenstadt und in Hamborn unterwegs und verteilen Wasser, isotonische
Getränke, Kopfbedeckungen und Sonnenschutzmittel.
Die Zentrale Anlauf-, Beratungs- und Vermittlungsstelle (ZABV) im
Diakoniewerk Duisburg bietet mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW
Sommerhilfen für obdach- und wohnungslose Menschen. Zur Verfügung
stehen Hilfsmittel wie Kopfbedeckungen, Sonnenschutzcremes, Trinkwasser,
Trinkflaschen, kleine Handtücher und weitere Hygieneartikel. Bei Bedarf kann
vor Ort geduscht werden. Das Team der Erst- und Intensivberatung der ZABV
ist die erste Anlaufstelle bei Wohnungs- und/oder Obdachlosigkeit in
Duisburg und bietet fachliche Beratung, Hilfestellung und Vermittlung in
weitere Hilfen.
Am Duisburger Hauptbahnhof hilft die Ökumenische Bahnhofsmission
ebenfalls Menschen in akuten Notlagen mit Nahrungsmitteln, Getränken,
Sonnenschutz und Beratung.Auf der städtischen Webseite finden Bürgerinnen und Bürger umfassende
Hinweise zum Umgang mit hohen Temperaturen. Dort sind auch kühle Orte
in der Stadt sowie die rund um die Uhr zugänglichen Trinkwasserbrunnen in
der Innenstadt aufgeführt:
https://www.duisburg.de/allgemein/fachbereiche/sommertipps/Hitzetipps.
Zusätzlich stehen an verschiedenen Refill-Stationen kostenlose
Wassernachfüllmöglichkeiten zur Verfügung: https://refill-deutschland.de/.