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Duisburger Digitaltag hat „Digitale Souveränität“ zum Thema

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Bereits zum siebten Mal laden Stadtbibliothek und Volkshochschule am
Samstag, 27. Juni, von 11 bis 15 Uhr ins Stadtfenster an der Steinschen
Gasse 26 in der Innenstadt zum Digitaltag ein. Von Beginn an haben sich die
beiden Duisburger Bildungseinrichtungen mit Unterstützung kompetenter
lokaler Partner an diesem bundesweiten Aktionstag beteiligt. Initiiert von
namhaften Verbänden sollen mit verschiedenen Veranstaltungen im ganzen
Land digitale Themen verständlich gemacht, Berührungsängste abgebaut
und Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung greifbar gemacht
werden.


Vor dem Hintergrund internationaler Spannungen wird das Thema „Digitale
Souveränität“ in der Öffentlichkeit breit diskutiert, wobei hier die nationale
digitale Souveränität und die digitale Souveränität von Unternehmen im
Vordergrund stehen. Die Duisburger Veranstalter zielen bei ihrem Aktionstag
auch auf die persönliche digitale Souveränität. Es geht um die Fähigkeit,
digitale Tools kompetent zu nutzen, zu entscheiden, welche digitalen Dienste
man überhaupt nutzen möchte und wie man dabei seine Daten und
Privatsphäre optimal schützen kann.
So ist in diesem Jahr zum Beispiel die Verbraucherzentrale mit
umfangreichen Materialien zur WLAN-Sicherheit, Schadprogrammen, zum
Datenschutz und zum Phishing mit einem Stand vor Ort. Andreas Mantke von
„The Document Foundation“ stellt das kostenfreie Softwarepaket LibreOffice
vor. Das Open-Source-Betriebssystem Linux wird präsentiert, genauso wie
alternative Android-Betriebssysteme für Smartphones, um Vertraulichkeit
und Privatsphäre zurückzugewinnen.
Die Sparkasse Duisburg stellt das europäische Bezahlsystem Wero als
Alternative zum amerikanischen PayPal vor. Präsentiert werden zudem
selbstgebaute Smart-Home-Lösungen, bei denen die Daten nicht auf Servern
amerikanischer oder chinesischer Unternehmen gespeichert werden. Die
Agentur für Arbeit macht die Besucher fit für eine „Job-Safari online“ und man
erfährt, wie man die eigene Familiengeschichte erforschen und
Ahnenforschung digital betreiben kann.
Neben Informationsständen der genannten Partner werden in einem
separaten Raum Kurzvorträge zu besonderen Fragestellungen angeboten.
So zeigt unter anderem Kai Lehmkühler von der Digitalagentur Rheinschafe,
wie man Künstliche Intelligenz auf unternehmenseigenen Servern
unabhängig von den großen Providern betreiben kann. Dr. Lea Beiermann
vom bundeseigenen „Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen
Verwaltung (ZenDiS)“ wird erläutern, wie sich das ZenDiS bemüht, kritische
Abhängigkeiten der Verwaltung aufzulösen. Wirtschaftsinformatiker Dr. Kevin
Rehring von der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft referiert
über die „Herausforderungen von KI im Kontext einer europäischen digitalen
Souveränität“.
Der Digitaltag ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich.
Weitere Informationen gibt es im Internet auf
https://www.duisburg.de/microsites/stadtbibliothek/aktuell/digitaltag.