Internistenkongress 2026: Wer steuert die Versorgung von morgen? Primärmedizin zwischen Anspruch und Realität
Immer mehr Patientinnen und Patienten, immer komplexere Krankheitsbilder –
und gleichzeitig knapper werdende Ressourcen: Wie kann unter diesen
Bedingungen eine verlässliche medizinische Primärversorgung gelingen?
Antworten darauf werden beim 132. Internistenkongress der Deutschen
Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) vom 18. bis 21. April 2026 in
Wiesbaden diskutiert.
Ein besonderer Fokus ist die hausärztliche
Versorgung durch Internistinnen und Internisten. Rund 17.800 von ihnen
übernehmen schon heute eine wichtige Rolle in der Primärversorgung in
Deutschland.
Zahlreiche Symposien zur hausärztlichen internistischen Medizin bei der
DGIM 2026 sind nicht nur klinischen Fragestellungen, sondern auch
grundlegenden systemische Themen gewidmet: Wie kann ein Primärarztsystem
in Deutschland künftig aussehen? Welche Aufgaben lassen sich sinnvoll
delegieren? Und wie gelingt es, Versorgung effizient und
patientenzentriert zu organisieren? Die von der Arbeitsgruppe
hausärztlicher Internistinnen und Internisten der DGIM gestalteten
Symposien machen auch deutlich, welche zentrale Rolle die hausärztliche
Medizin im aktuellen Wandel der Inneren Medizin spielt.
Von Prävention bis Multimorbidität: Breite Themenvielfalt im Alltag der
Praxis
Inhaltlich spiegeln die Sitzungen die gesamte Bandbreite hausärztlicher
Tätigkeit wider. Diskutiert werden unter anderem Präventionsstrategien,
etwa im Kontext chronischer Erkrankungen, aktuelle Entwicklungen in der
Diabetologie sowie Herausforderungen in der Onkologie und
Palliativmedizin. Auch häufige Beratungsanlässe aus der Praxis – von Long
COVID über gastroenterologische Beschwerden bis hin zu dermatologischen
Blickdiagnosen – werden praxisnah aufgegriffen. Ein besonderer Schwerpunkt
liegt auf der Frage, wie evidenzbasierte Leitlinien im hausärztlichen
Alltag umgesetzt werden können – insbesondere dort, wo unterschiedliche
Empfehlungen aufeinandertreffen oder individuelle Patientenfaktoren
berücksichtigt werden müssen.
Neue Anforderungen: Digitalisierung, KI und interprofessionelle
Zusammenarbeit
Der Kongress greift auch aktuelle Entwicklungen in der hausärztlichen
Versorgung auf. Dazu zählen der Einsatz Künstlicher Intelligenz in der
Praxis, rechtliche Aspekte datenbasierter Modelle sowie neue Formen der
Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Gleichzeitig wird diskutiert, wie
hausärztliche Internistinnen und Internisten mit steigender Komplexität,
Multimorbidität und begrenzten Ressourcen umgehen können. Welche Rolle
kann interprofessionelle Zusammenarbeit und Delegation künftig spielen und
wie können Pflegewissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie weiteres
Fachpersonal bestmöglich einbezogen werden?
Versorgung gestalten: Zwischen Anspruch und Realität
Hausärztliche Medizin ist weit mehr als die erste Anlaufstelle im System.
Sie übernimmt eine koordinierende Rolle, verbindet Prävention, Diagnostik
und Langzeitbetreuung und ist entscheidend für die Qualität der
Versorgung. Gerade in der hausärztlichen Praxis wird sichtbar, wie sich
der Paradigmenwechsel in der Inneren Medizin konkret auswirkt – hin zu
einer stärker präventiven, vernetzten und patientenzentrierten Versorgung.
Hier finden Interessierte einen Überblick aller gestalteten Symposien zu
häusärztlichen Themen:
https://www.dgim.de/fileadmin/
Zu finden auch im Kongressprogramm: Filter Themen „20: Hausärztliche
Innere Medizin“: https://events.mcon-
mannheim.de/frontend/index.php
Bei Abdruck Beleg erbeten.
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Terminhinweise:
Die Zukunft der Medizin ist grenzenlos
Eröffnungs-Pressekonferenz anlässlich des 132. Kongresses der DGIM
Termin: Samstag, 18. April 2026, 12.00 bis 13.00 Uhr
Vor Ort: Pressekonferenzraum, 2. OG, RMCC Wiesbaden
Anmeldung zur Online-Teilnahme unter:
https://us06web.zoom.us/webina
Vorläufige Themen und Referierende:
Paradigmenwechsel nötig: Alte Konzepte reichen nicht mehr — und jetzt?
Professorin Dr. Dr. med. Dagmar Führer-Sakel
Vorsitzende der DGIM 2025/2026 und Präsidentin des 132.
Internistenkongresses, Direktorin der Klinik für Endokrinologie,
Diabetologie und Stoffwechsel am Universitätsklinikum Essen
Neues von der Stoffwechselforschung: Evolution, Hirn und Fettverteilung
Professor Dr. med. Michael Stumvoll
Direktor der Klinik für Endokrinologie, Nephrologie und Rheumatologie,
Universitätsklinikum Leipzig und Sprecher des Exzellenzclusters Leipzig
Center of Metabolism, Universität Leipzig
Sind die Sektoren im deutschen Gesundheitssystem Geschichte?
Professor Dr. med. Georg Ertl
Generalsekretär der DGIM, Internist und Kardiologe aus Würzburg
Digitale Transformation in der Medizin: The Future Is Now
Professor Dr. Dr. med. Jens Kleesiek
Direktor des Instituts für Künstliche Intelligenz in der Medizin,
Universitätsklinikum Essen und Universität Duisburg-Essen
Lernen von den europäischen Nachbarn: wie die Junge DGIM sich moderne
Medizin vorstellt
Dr. med. Irmengard Meyer Sprecherin der JUNGEN DGIM und Assistenzärztin
Innere Medizin, St. Bernward Krankenhaus Hildesheim
Moderation: Anne-Katrin Döbler, Pressestelle DGIM
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Ohne Wissenschaft keine Zukunft
Montags-Pressekonferenz anlässlich des 132. Kongresses der DGIM
Termin: Montag, 20. April 2026, 12.00 bis 13.00 Uhr
Vor Ort: Pressekonferenzraum, 2. OG, RMCC Wiesbaden
Anmeldung zur Online-Teilnahme unter:
https://us06web.zoom.us/webina
Vorläufige Themen und Referierende:
Genau hingeschaut: Auch Häufiges ist selten – was uns die moderne Medizin
über Volkskrankheiten lehrt – und warum dabei das Geschlecht wichtig ist
Professorin Dr. Dr. med. Dagmar Führer-Sakel
Vorsitzende der DGIM 2025/2026 und Präsidentin des 132.
Internistenkongresses, Direktorin der Klinik für Endokrinologie,
Diabetologie und Stoffwechsel am Universitätsklinikum Essen
Schnittstelle Humangenetik: wie können wir die Erkenntnisse besser für die
Innere Medizin nutzen?
Professor Dr. med. Andreas Neubauer
Sprecher der DGIM Task Force Humangenetik, Leitung des Zentrums für
Personalisierte Medizin am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKMG)
Ausgezeichnete Forschung – bei der Pressekonferenz stellen die frisch
gekürten Preisträger*innen ihre prämierten Arbeiten vor
Preisträger*in Theodor-Frerichs-Preis und Präventionspreis (Auszeichnung
erfolgt bei der Kongresseröffnung)
Entzündung im Zentrum: wie Ernährung, Anämie und Mikronährstoffe Alterung,
Alterskrankheiten und Gebrechlichkeit beeinflussen
Professorin Dr. med. Ursula Müller-Werdan
2. stellv. Vorsitzende der DGIM, Klinikdirektorin der Klinik für Geriatrie
und Altersmedizin und EGZB, Leiterin Forschungsgruppe Geriatrie, Charité –
Universitätsmedizin Berlin, Präsidentin des 133. Internistenkongresses
Moderation: Janina Wetzstein, Pressestelle DGIM
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Rundgang für Journalist*innen
Innovationen aus digitaler Medizin, KI und Diabetologie
Termin: Samstag, 18. April 2026, 14:30 bis 15:30 Uhr
Treffpunkt: DGIM Futur (Bühne) Foyer Süd
Stationen:
KI und VR in der Endoskopie
Universitätsklinikum Würzburg (DGIM Futur)
KI-gestützte ärztliche Dokumentation
Heidi Health Ltd (DGIM Futur)
KI-Chatbot für den klinischen Alltag
AMBOSS AI Mode von Amboss (Halle Süd, Stand 120)
Glukosemessung ohne Fingerstechen: CGM-Sensoren
Abbott GmbH (Halle Nord, Stand 225)
Insulininjektion mit dem Smart Pen
Novonordisk GmbH (Halle Nord, Stand 250)
Begleitende Expert*innen:
Dr. med. Annie Mathew
Oberärztin an der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel
am Universitätsklinikum Essen, Mitglied des Kongressteams
Professor Dr. med. Ivica Grgić
Klinik für Innere Medizin und Nephrologie Transplantationszentrum Marburg
& Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin
Philipps-Universität Marburg, Universitätsklinikum Gießen und Marburg
(UKGM); Organisationsleiter DGIM Futur
Moderation: Dr. Andreas Mehdorn, Pressestelle DGIM
