Kostenloses Lungenkrebsscreening startet bundesweit – DGIM informiert: Lange geraucht? Jetzt zur Früherkennung
Für Millionen Menschen in Deutschland, die rauchen oder viele Jahre
geraucht haben, gibt es ab dem 1. April 2026 ein neues kostenloses
Früherkennungsangebot: das bundesweite Lungenkrebsscreening der
gesetzlichen Krankenkassen. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin
e. V. (DGIM) stellt das neue Screening in einer digitalen Pressekonferenz
am 9. April 2026 vor – mit Antworten auf die zentralen Fragen: Wer kann
teilnehmen? Wie läuft die Untersuchung ab? Wie wirksam ist sie? Auch der
öffentliche Patiententag am 18. April 2026 im Wiesbadener Rathaus wird
unter anderem über das Lungenscreening informieren.
Prävention gehört zu den Schwerpunkten des diesjährigen
Internistenkongresses, der vom 18. bis 21. April 2026 in Wiesbaden
stattfindet. Für die Vorab-Pressekonferenz zum Thema Prävention statt
Reparatur können sich interessierte Medien bereits heute hier anmelden:
https://events.teams.microsoft
dd343c83f93d@1495922a-4378-45e
Lungenkrebs ist in Deutschland weiterhin die häufigste krebsbedingte
Todesursache. Jährlich erkranken rund 58.000 Menschen neu, etwa 45.000
sterben an den Folgen dieser Krebskrankheit. Das zentrale Problem: Die
Erkrankung wird häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium
diagnostiziert. „Beim Lungenkrebs entscheidet der Zeitpunkt der Diagnose
maßgeblich über die Prognose“, sagt Professor Dr. med. Tim O. Hirche,
Direktor der Klinik für Pneumologie an HELIOS Dr. Horst Schmidt-Kliniken
Wiesbaden. Internationale Studien zeigen, dass ein regelmäßiges Screening
mittels Niedrigdosis-CT die lungenkrebsbedingte Sterblichkeit signifikant
senken kann. Tumoren lassen sich so häufig in einem frühen Stadium
entdecken – zu einem Zeitpunkt, an dem eine Heilung noch realistisch ist.
Einmal jährlich: Kostenloses Lungenscreening für Menschen mit erhöhtem
Risiko
Das neue Früherkennungsprogramm der gesetzlichen Krankenkassen, das zum 1.
April bundesweit startet, richtet sich an Menschen im Alter von 50 bis 75
Jahren, die über viele Jahre regelmäßig geraucht haben oder es immer noch
tun. Das trifft in Deutschland auf rund 3 bis 5 Millionen Menschen zu.
Moderne CT-Technik macht das Screening heute besonders schonend: Die
Strahlenbelastung ist gering, die diagnostische Aussagekraft hoch.
Digitale und KI-gestützte Auswertungen helfen zudem, auffällige Befunde
besser einzuordnen und unnötige Folgeuntersuchungen zu vermeiden. Laut
Hirche ist das Screening aus medizinischer wie gesundheitspolitischer
Sicht ein wichtiger Schritt: „Es eröffnet die realistische Chance, die
Prognose einer der tödlichsten Krebserkrankungen durch systematische
Früherkennung substanziell zu verbessern – und langfristig auch Kosten zu
vermeiden, die durch späte Krankheitsstadien entstehen.“
Rauchverzicht bleibt die wirksamste Prävention
So wichtig Früherkennung ist: Die wirksamste Maßnahme gegen Lungenkrebs
bleibt der konsequente Verzicht auf Nikotin. „Jeder Tag ohne Rauchen ist
ein Gewinn für die Lungengesundheit“, betont Professorin Dr. Dr. med.
Dagmar Führer-Sakel, Vorsitzende der DGIM 2025/2026 und Präsidentin des
132. Internistenkongresses. „Kein Screening kann die gesundheitlichen
Schäden des Rauchens vollständig ausgleichen. Prävention beginnt deshalb
idealerweise deutlich früher – mit dem Rauchverzicht.“ Aus Sicht der DGIM
gehören Präventionsangebote, Entwöhnungsprogramme und verständliche
Information untrennbar zusammen. Ziel sei es, Menschen sowohl beim
Ausstieg aus dem Rauchen zu unterstützen als auch diejenigen zu erreichen,
für die ein Screening sinnvoll ist.
Patiententag: Medizinisches Wissen verständlich erklärt
Das neue Lungenkrebsscreening ist auch Thema beim DGIM-Patiententag. Die
Veranstaltung richtet sich an Menschen, die sich über Vorsorge und
Früherkennung informieren wollen. Ärztinnen und Ärzte erläutern
Möglichkeiten der Früherkennung von Herz-, Lungen- und
Stoffwechselerkrankungen sowie Ansätze zur Vermeidung von
Folgeerkrankungen. „Der Patiententag lebt davon, medizinisches Wissen
verständlich zu machen und Raum für Austausch zu schaffen“, sagt Dr. med.
Norbert Schütz, langjähriger Organisationsleiter des DGIM-Patiententags.
Die Veranstaltung wird gemeinsam mit der Landeshauptstadt Wiesbaden, der
Volkshochschule Wiesbaden, dem Wiesbadener Kurier und dem Magazin VivArt
organisiert.
Prävention auch im Fokus des Internistenkongresses
Der 132. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin steht
unter dem Motto „Paradigmenwechsel in der Inneren Medizin – die Zukunft
gestalten“. Unter diesem Motto bringt der Kongress Akteurinnen und Akteure
aus Klinik, Praxis und Forschung zusammen, um Entwicklungen zu
diskutieren, die die medizinische Versorgung in den kommenden Jahren
prägen werden. Die Vorab-Pressekonferenz wird sich im Speziellen dem Thema
„Prävention statt Reparatur“ widmen.
