Albig stützt Merkels Kurs in der Flüchtlingskrise
Aus dem hohen Norden kommt in der Flüchtlingskrise Rückendeckung für den Kurs von Angela Merkel. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) erteilte den Forderungen aus Teilen der Union nach einer Obergrenze eine deutliche Absage und nannte die Diskussion schädlich.
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Der Parteienforscher Jürgen Falter hält einen baldigen Rücktritt Angela Merkels für möglich. Sollte die Kanzlerin mit ihrer Flüchtlingspolitik scheitern, werde es eng für sie, sagte Falter in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Wenn dann auch noch die Landtagswahlen im März schlecht laufen, dürfte es Merkel an den Kragen gehen", so der leitende Politikwissenschaftler am Institut für Politikwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Der innerparteiliche Druck werde dann zu groß, ein Aufstand in der CDU sei denkbar.
Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Maria Michalk (CDU), hat die SPD aufgefordert, ihren Widerstand gegen eine neue Gebührenordnung für Ärzte aufzugeben. "Wenn die SPD nun versucht, mit Verweis auf angebliche Kostensteigerungen Stimmung gegen die Reform zu machen, ist das nur ein weiterer Versuch, über diesen Umweg die Diskussion über die Bürgerversicherung wiederzubeleben", sagte Michalk der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".