In der Union wächst Unterstützung für Grün-Schwarz in Baden-Württemberg
Immer mehr Unionspolitiker haben sich offen für ein grün-schwarzes Bündnis in Baden-Württemberg gezeigt. Für die CDU sei es zwar sehr schwer, als Juniorpartner in eine Koalition zu gehen, sagte der Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmergruppe im Bundestag (CDA), Peter Weiß, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Doch "wenn gar nichts anderes mehr funktioniert, dann wird man auch die grün-schwarze Koalition machen müssen", sagte Weiß.
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Wenn am Sonntag der Bundestag neu gewählt werden würde, könnte die AfD mit 11 Prozent als drittstärkste Kraft in den Reichstag einziehen, ihr bislang höchster Wert im stern-RTL-Wahltrend. CDU/CSU liegen weiterhin bei 35 Prozent, während die SPD im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt einbüßt und auf 22 Prozent kommt, ihr niedrigster Wert seit Anfang 2015.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat die Linke nach den aktuellen Wahlniederlagen aufgefordert, für eine Politik einzutreten, die Menschen die Angst vor Abstieg nimmt, um so die AfD zu bekämpfen. "Wir müssen den Menschen die Angst vor Abstieg und Armut nehmen, damit die Auseinandersetzung nicht eine Auseinandersetzung von Inländern und vermeintlichen Ausländern ist", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung".
Der Soziologe Reinhold Sackmann von der Martin-Luther-Universität in Halle hat davor gewarnt, dass nach dem Erfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ein "Klima von Abschottung" entstehen könnte. Wenn die Politik nur noch etwas für Einheimische und das eigene Land tue, könne dies angesichts der weltweiten Vernetzung nicht funktionieren. Das sagte Sackmann in einem Interview mit der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung.