Veranstaltungsplakat "Eine Armee für die EU?" HSFK/PRIF
Podiumsdiskussion morgen 16.11.17 um 18:30 Uhr in Frankfurt mit Franziska Brantner, Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen, Annegret Bendiek, Stiftung Wissenschaft und Politik und Matthias Dembinski, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. Es moderiert: Andreas Schwarzkopf, Frankfurter Rundschau
„Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei“, sagte Kanzlerin Merkel Ende Mai und machte damit deutlich, dass sich Deutschland und Europa im Zweifel ohne die USA verteidigen können müssen. In der unsicheren transatlantischen Partnerschaft liegt aber auch die Chance, jetzt eine gemeinsame europäische Verteidigungsstrategie zu entwickeln. Doch wie soll diese aussehen? Brauchen wir eine europäische Armee? Welche Schwerpunkte soll eine moderne Sicherheits- und Verteidigungspolitik setzen und auf welchen Grundsätzen und Werten muss sie aufbauen?
Es diskutieren:
// Dr. Franziska Brantner, Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen
// Dr. Annegret Bendiek, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)
// Dr. Matthias Dembinski, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)
Moderation: Andreas Schwarzkopf, Frankfurter Rundschau
Donnerstag, 16. November, Haus am Dom, Domplatz 3, Frankfurt Beginn: 18:30 Uhr, Einlass 18.00 Uhr Eintritt: frei
Kooperationsveranstaltung von: Frankfurter Rundschau Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) Katholische Akademie Rabanus Maurus, Haus am Dom
Die Teilnehmer an der SWR Diskussion : v.l. : Dr. Manfred Hattendorf, SWR; Fritz Frey, Moderation; Dr. Maya Götz, IZI; Romani Rose, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma; Drehbuch-Professor Jens Becker; Prof. Carl Bergengruen, MFG; Pavel Brunßen, TU Berlin
Nach der - am Freitag, 10. November vom SWR aufgezeichneten - Diskussion über den Kinderfilm 'NElly Abenteuer' sich der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma in seiner Kritik bestätigt. Entgegen dem Anspruch des Films ist bei Kindern die Begegnung mit "dem Fremden" – nach dem Anschauen des Films ! – deutlich angstbesetzt.Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sieht sich in seiner Kritik am Kinderfilm 'Nellys Abenteuer', den der SWR in seinem Dritten Programm jetzt vorgezogen ausstrahlt hat, bestätigt. In der Diskussion nach dem Film wurde ein Einspielfilm mit Reaktionen von Kindern gezeigt, den die Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI), Dr. Maya Götz, vorstellte. Über siebzig Kindern war der Film im Rahmen einer Untersuchung zur Medienwirkung gezeigt worden, die danach ihre Eindrücke vor der Kamera schilderten.
Es sei nicht überraschend, daß die Helden des Kinderfilms, Nelly und Tibi, von den Kindern positiv aufgenommen würden, sagte Romani Rose zu den Ergebnissen der Untersuchung, es seien ja sonst wenig positive Figuren vorhanden. Die Abenteuer der Helden Nelly und Tibi würden von den Kindern sehr wohl mit Spannung verfolgt, sobald jedoch die eigene Situation mit vorstellbar wurde, sei die Ablehnung des Fremden virulent geworden.
Als bemerkenswert bewertet der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma nach der Diskussion vor allen Dingen die Antworten der Kinder auf die zweite Frage, was sie denn aus dem Film gelernt hätten. Hier sagten die Kinder unisono, daß "Kinder auf ihre Eltern hören" sollten, und daß sie "nicht von den Eltern weglaufen" sollten. Diese Antworten zeigen für den Zentralrat, daß die Begegnung mit dem Fremden, wie es der Film 'Nellys Abenteuer' präsentiert, von den Kindern als gefährlich eingeschätzt werde. Entgegen dem Anspruch des Films sei diese Begegnung – nach dem Anschauen des Films ! – deutlich angstbesetzt.
Dies werde nochmals verstärkt durch die von fast allen Kindern ausgedrückte Angst vor Entführung : "Kinder sollen nicht in fremde Autos einsteigen". Diese Angst sei bei fast allen Kindern zutage getreten – wenn auch (noch) nicht verbunden mit den Begriffen "Roma" oder " Zigeuner". Genau diese Verbindung werde aber spätestens durch die Begleitmaterialien des Films, die sich insbesondere an Schulen und Eltern wenden, dezidiert hergestellt. "Kindesentführung" ist eines der ältesten antiziganistischen Vorurteile überhaupt und bildet den Kern von "Nellys Abenteuer".
Vor allen Dingen aber werde die Freundschaft zwischen Nelly und Tibi in diesem Kontext nicht einmal erwähnt. Offenkundig überwiege die Angst, gerade vor Kindesentführung, und dies bestätigt nach Auffassung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma nachdrücklich die Argumente von Pavel Brunßen, der in der Diskussion erklärte, daß die gezeigten Vorurteile eben nicht aufgelöst würden, sondern vielmehr stehen blieben.
Damit werde jedenfalls der von Drehbuchautoren bis Regisseur, Produzent und SWR proklamierte Anspruch des Films, die gezeigte Freundschaft von Nelly und Tibi würde die zuvor gezeigten Vorurteile aufgelöst, als gegenstands- und wirkungslos gezeigt. Der Anspruch des Films, der auf der Film-Webseite formuliert wird, nämlich "mit Minderheiten bekannt zu machen " und "auch eine pädagogische Botschaft zu vermitteln" verkehrt sich ins Gegenteil, nämlich in der Wahrnehmung von Kindern als abschreckende Geschichte, als Warnung vor Kindesentführung und Fremdheit.
Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sieht sich deshalb nach der Diskussion im Dritten Programm des SWR in seiner Kritik bestärkt und fordert nochmals den Kinderkanal von ARD und ZDF auf, auf die Ausstrahlung des Films "Nellys Abenteuer" zu verzichten. Darüber hinaus fordert der Zentralrat die Verleihfirma auf, die Begleitmaterialien zum Film zurückzuziehen.
Grundsätzlich begrüßt der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma den jetzt begonnenen Dialog mit dem SWR wie mit den Filmfördereinrichtungen in Baden-Württemberg. "Was wir willen sind gute Filme über Sinti und Roma. "Nellys Abenteuer" gehört nicht dazu. Antiziganistische Filme gehören nicht in die Fernsehprogramme, genausowenig wie antisemitische Figuren – und ganz besonders nicht in die Kinder- und Jugendprogramme der öffentlich-rechtlichen Anstalten", so Romani Rose nach der Fernsehdiskussion.
Zum "Informationstag zur politischen Lage in der Türkei" lädt die Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe Interessierte und Vertreter der Presse am Dienstag, 16. Januar 2018, von 14 bis 16 Uhr ein.
Bereits seit einigen Jahren häufen sich in deutschen Medien irritierende Meldungen über teils erschütternde Ereignisse in der Türkei.
Die Niederschlagung von Protesten, der Umbau des politischen Systems, ein Putschversuch, die Verhaftung von Parlamentsabgeordneten und Bürgermeister_innen, die Säuberung von Militär, Schulen und Verwaltung, die politische und militärische Konfrontation an der syrischen und irakischen Grenze, die Förderung von Islamisten und deren militärische Unterstützung in Syrien und vor allem ein brutaler Krieg „gegen den Terror“ im Südosten des Landes markieren Höhepunkte einer gewaltsamen Neuausrichtung der türkischen Politik.
Zugleich mehren sich in den deutsch-türkischen Beziehungen in jüngster Zeit auch Hinweise auf ein zunehmendes zwischenstaatliches Zerwürfnis, das unter anderem in der Gewährung von politischem Asyl für hochrangige, unter Putsch-Verdacht stehende türkische Militärs, Diplomaten und Staatsfunktionäre in der Bundesrepublik und dem Abzug der deutschen Luftwaffe aus der Türkei gipfelt.
Auch auf der Ebene der Wissenschaft hinterlassen die Ereignisse ihre Spuren: In der Türkei verlieren Wissenschaftler_innen ihre Jobs und werden 15 Hochschulen geschlossen. 5000 Angestellte türkischer Hochschulen sind bis zum Frühjahr entlassen worden. Für die entlassenen Wissenschaftler_innen entwickelt sich die Bundesrepublik offenbar zum Hauptaufnahmeland. Auch die Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen- Lippe in Bochum unterhält Kontakte zu Hochschulen in der Türkei.
Die skizzierten Entwicklungen geben Anlass zum Nachdenken und Diskutieren - und zwar im Rahmen von Vorträgen und Diskussionen mit den beiden Experten Ismail Küpeli (Ruhr-Universität-Bochum) und Betül Havva Yılmaz (Universität Tübingen). Zum "Informationstag zur politischen Lage in der Türkei" am Dienstag, 16. Januar 2018, sind Interessierte und Vertreter der Presse von 14 bis 16 Uhr an die Evangelische Hochschule Rheinland- Westfalen-Lippe, Immanuel-Kant-Straße 18-20, 44803 Bochum, eingeladen.
Unter dem Wahlkampfmotto "Piraten. Freu dich aufs Neuland" und einer modernen Kampagne in den Farben Orange und Lila in Kombination mit Illustrationen des renommierten Künstlers David von Bassewitz präsentiert der Bundesverband ein verändertes und herausstechendes Image.
Patrick Schiffer, Bundesvorsitzender und Spitzenkandidat in NRW für die Bundestagswahl äussert sich wie folgt:
„Das Wort “Neuland” ist Träger für unsere Ideen, für unsere Vision eines neuen Deutschlands, eines neuen Europas und einer neuen Welt. Wir sind Neuland. Wir stehen zu unserer Vision, unserer Vorstellung von Neuland. Wir bleiben nicht stehen und sind nicht in der Starre verhaftet, neue Entwicklungen auszublenden. Wir wollen neue Probleme nicht auf alten Wegen angehen.
Wir werden uns im Bundestagswahlkampf als innovative und zukunftsgerichtete Partei präsentieren, die besonders im Netz auf die vielfältigen Lösungen für die deutsche Politik hinweist und für Aufmerksamkeit sorgen wird. Brexit, Trump und nationalistische Tendenzen in Europa - die Beispiele sind vielfältig: die Alten packen es nicht. Wir Piraten sind jung, kritisieren die veralteten Herangehensweisen in der aktuellen Politik, stellen Fragen und bieten den Wählerinnen und Wählern frische, weitreichende und nachhaltige Ideen an.
Wo können Digitalisierung, Automatisierung und neue Technologien durch politische Veränderungen dafür sorgen, dass die Schere zwischen Arm und Reich verkleinert werden kann? Wie kann Armut mit den neuen Möglichkeiten bekämpft werden? Gute digitale Bildung fehlt, die schulischen Möglichkeiten sind spärlich, die Ausstattung der Schulen ist schlecht, ein Pflichtfach Informatik oder Medienkompetenz fehlt völlig. Hinzu kommt das fehlende Knowhow der Lehrer. Dies macht aus unserer Sicht nötig, das Kooperationsverbot aufzuheben und das Thema Bildung auf Bundesebene anzusiedeln.
Desweiteren wollen wir die Wählerinnen und Wähler für mehr Mut zu Europa begeistern und die Vorteile eines politisch vereinten und demokratischeren Europas aufzeigen.“