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Politik

Stadt Sursee, Ausserordentliche Einwohnergemeindeversammlung 12.Oktober.2020, besucht von Léonard Wüst

Stadtrat Sursee ab 2020 – 2024
Stadtrat Sursee ab 2020 – 2024

Tranktanden:
1.Bericht des Stadtrats zum Sonderkredit für den Neubau der Schulanlage Zirkusplatz
Urnenabstimmung vom Sonntag, 29. November 2020

2.Bericht des Stadtrats zum Sonderkredit für den Neubau des unterirdischen Parkhauses Zirkusplatz
Urnenabstimmung vom Sonntag, 29. November 2020

3.Umfrage

4.Verschiedenes

 

Die erste „Gmeind“ mit einer Frauenmehrheit in der Stadtregierung und gar, mit Sabine Beck – Pflugshaupt, der ersten Sorser Gemeindepräsidentin und trotzdem kamen nur 94 stimmberechtigte Bürger in den Nordsaal der Stadthalle. Ob dies den Corona bedingten Auflagen (Maskenpflicht, Abstand halten), oder den relativ unspektakulären traktandierten Geschäften geschuldet war, darüber lässt sich spekulieren. Am wahrscheinlichsten ist eine Kombination der beiden vorgenannten Sachen, sowie zusätzlich eine in Sursee oft zu beobachtende „Gemeindeversammlungsmüdigkeit“. Eigentlich nicht nachvollziehbar, dass bloss 1.3% aller 7165 Stimmberechtigten Bürger an einer basisdemokratischen „Gmeind“ teilnehmen, ein Recht, für das in andern Staaten noch immer gekämpft wird, gar blutige Konflikte toben. Ein sehr tiefer Prozentsatz, der aber seit Jahren in diesem Bereich pendelt, sieht man vor wirklich aussergewöhnlich wichtigen Gemeindeversammlungen ab, wie z.B. die Behandlung des neuen Zonenplans im März vergangenen Jahres.

Unspektakuläre „Premieren Gmeind“ für Sursees ersten weiblichen Stapi

Sabine Beck-Pflugshaupt die neue Stadtpräsidentin
Sabine Beck-Pflugshaupt die neue Stadtpräsidentin

Nebst Sabine Beck, sassen auch die beiden andern „Frischlinge“ im Stadtrat, Finanzvorsteher Daniel Gloor und Bauvorsteher Romeo Venetz,  erstmals an einer „Gmeind“ am Stadtratstisch. Sabine Beck – Pflugshaupt hiess die Stimmbürger, Gäste und Pressevertreter willkommen, stellte fest, dass die Einladungen fristgemäss versandt wurden, das Versammlungsbüro gesetzeskonform bestellt ist usw. Auf diesem Gebiet hat die neue Stadtpräsidentin schon mehr als genügend Routine, war sie doch jahrelang Präsidentin des Surseer Korporationsrates. Sie überreichte dann, für genauere Erläuterung der beiden zu sprechenden Kredite, das Wort an die zuständige Bildungsverantwortliche Stadträtin Heidi Schilliger Menz. Diese erläuterte die beiden Projekte äusserst ausführlich, auch anhand entsprechender Pläne, Folien mit Visualisierungen etc. und zeigte auch auf, in welchem Masse sich die Nachbargemeinden und der Kanton finanziell beteiligen werden.

Ein Votant fragte nach, warum das dafür benötigte gemeindeeigene Grundstück (ca. 13000 m2) nicht preislich aufgeführt sei, sondern nur die reinen Baukosten. Auch diese, wie auch ein paar andere Fragen wurden kompetent und nachvollziehbar beantwortet und so erwuchs den Projekten keinerlei Opposition, ausser einiger, schon früher geäusserten Vorbehalte des Präsidenten des Quartierverein Altstadt, Rainer Jacquemai. Dessen, nicht sachbezogenen, ausschweifenden Ausführungen unterband Sabine Beck aber nach geraumer Zeit souverän und korrekt.

Von den Stimmbürgern einstimmig gutgeheissen und überwiesen

Da sich sämtliche Parteienvertreter, als auch die Controlling Kommission der Stadt für die Projekte ausgesprochen hatten und keinerlei Opposition aus der Versammlung erwuchs, überwies die Gemeindeversammlung die Sonderkredite von 37,6 Millionen Franken für das neue Sekschulhaus auf dem Zirkusplatz und von 5,4 Millionen Franken für das unterirdische Parkhaus einstimmig an die Urnenabstimmung vom 29. November dieses Jahres.

Da keine Anträge eingegangen waren und auch das Wort nicht mehr verlangt wurde, waren die zwei andern Traktanden obsolet und die anstehenden Geschäfte erledigt.

Ehrung ehemaliger Ratsmitglieder

Am Schluss der Versammlung verabschiedete die Stadtrats-Vizepräsidentin Jolanda Achermann Sen die zurückgetretenen Stadträte Beat Leu, Bruno Bucher und Michael Widmer. Auf den sonst üblichen Umtrunk nach der Versammlung wurde, auch Corona bedingt, verzichtet und so entliess unsere oberste Bürgerin nach ihrem gelungenen Amtsdebut vor ihren „Untertanen“, diese zufrieden nach Hause oder in die umliegenden Gasthäuser.

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: www.sursee.ch

Homepages der andern Kolumnisten: noemiefelber.ch www.gabrielabucher.ch
annarybinski.ch wwww.herberthuber.ch Paul Ott:http://paul-lascaux.ch/

Autoren- und Journalisten-Siegel von European News Agency - Nachrichten- und Pressedienst

 

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Generation Grenzenlos – so denken junge Menschen über die Deutsche Einheit. Hertie-Stiftung im Gespräch mit 30 unter 30

Die Generation Grenzenlos 2020 vor dem Reichstag (Foto: Hertie-Stiftung)
Die Generation Grenzenlos 2020 vor dem Reichstag (Foto: Hertie-Stiftung)

Mein Wunsch für 60 Jahre Deutsche Einheit: Jeder Mensch soll sich in unserer Gesellschaft gleich, fair und respektvoll behandelt fühlen. Um diese gesellschaftliche Einheit zu erreichen, müssen wir schon heute bei uns anfangen und andere dafür sensibilisieren, um ein empathisches Miteinander zu schaffen. Dafür haben wir als junge Generation die Verantwortung“, sagt der 28-jährige Orry Mittenmayer aus Marburg. Er gehört zu den 30 unter 30 der Kampagne „Generation Grenzenlos“, die die Gemeinnützige Hertie-Stiftung im Jahr 2020 mit 30 Videoporträts und einem Abschlussvideo begleitet hat, um ihre Ideen, Wünsche und Visionen für die heutige Gesellschaft kennenzulernen und mit ihnen darüber in den Austausch zu kommen. Ende August hat sich die Gruppe in Berlin getroffen und darüber gesprochen: Was denken sie über die Deutsche Einheit? Wo sind heute Grenzen und Hindernisse, die sie überwinden müssen?  

Den Riss in unserer Gesellschaft überwinden
„Der Mauerfall war ein großer Wandel, den die Leute aus dem Nichts schultern mussten, der aber auch einen Riss in die Gesellschaft gezogen hat, obwohl das eine Vereinigung sein sollte“, sagt Dennis Chiponda, 29 Jahre, aus Leipzig. Der Politikstudent setzt sich bei „Leipzig spricht“ dafür ein, dass Menschen aus unterschiedlichen Bereichen miteinander ins Gespräch kommen.  Für ihn ist klar, dass der vor 30 Jahren entstandene Riss heute noch immer besteht. So beim Thema Integration und Rassismus. Der Rapper und Streetworker Matondo Castlo, 27 Jahre, aus Berlin, motiviert Jugendliche mit Migrationshintergrund in Rap-Workshops, selbst etwas aus sich zu machen. Er sagt: „Wir haben der Wiedervereinigung so viel zu verdanken, vor allem, dass wir so vielfältig sind. Wir als Generation Grenzenlos haben die Verantwortung, dass es auch so bleibt”. 

Demokratie – ein Geschenk, für das es sich zu kämpfen lohnt
Die Generation Grenzenlos sieht positiv in die Zukunft, schätzt ein Europa ohne Grenzen mit vielfältigen Chancen, ist sich dennoch bewusst, dass es heute andere Hindernisse gibt und Dinge, für die man kämpfen sollte: „Wir müssen uns immer wieder bewusst machen: Demokratie ist nichts, was uns geschenkt wurde, wir müssen dafür kämpfen, um sie zu erhalten”, sagt die 18-jährige Omeima Garci, die in Hamburg wohnt. Mit Theaterprojekten im Stadtteil Wilhelmsburg weist sie auf gesellschaftliche Missstände hin und klärt politisch auf. Dabei sieht sie sich als Brückenbauerin zwischen Muslimen und Juden. Grenzen einreißen zwischen Gehörlosen und Hörenden, das wiederum ist das Ziel von Annalisa Weyl, 19 Jahre, aus Butzbach. Für sie ist klar, dass jeder Mut und Engagement zeigen muss, um etwas zu verändern: „Es ist wichtig, die heutigen Grenzen in der Gesellschaft zu sehen, aber dass man gleichzeitig den Mut hat, sie einzureißen“.  

Gemeinsam die Gesellschaft gestalten und dafür kämpfen: Versprochen!
„Ich glaube, wir schaffen es nur, alle Grenzen in unserer Gesellschaft abzubauen, wenn wir – wie in der Generation Grenzenlos – zusammen an Problemen arbeiten und diskutieren, anstatt zu streiten und gegeneinander zu kämpfen“, sagt Karoline Jobst, 18 Jahre und Abiturientin aus Krölpa. Ihr Engagement gilt dem Klimaschutz. Dominik Herold, 28 Jahre, aus Frankfurt hat mit Freunden vor zwei Jahren den Frankfurter Demokratiekonvent ins Leben gerufen. Er sieht für seine Generation klar: „Die Generation Grenzenlos ist ein Versprechen: Wir schauen immer, wo wir weitere Grenzen abbauen müssen, damit wir nicht stehen bleiben. Denn Grenzen werden immer wieder gezogen und müssen immer wieder abgebaut werden”.

Generation Grenzenlos - die Jahreskampagne zu 30 Jahre Deutsche Einheit
Inklusion, Rassismus, Klimawandel, sexuelle Vielfalt oder Ehrenamt in der Feuerwehr – die Themenvielfalt von Generation Grenzenlos ist so heterogen wie die 30 Menschen. Sie kommen aus allen Teilen der Republik, sind zwischen 16 und 29 Jahren alt. Alle haben das geteilte Deutschland nicht selbst erlebt, sondern sind in einem grenzenlosen Europa aufgewachsen. Von Februar bis Oktober 2020 stand jede Woche ein anderer junger Mensch mit seinen Aktivitäten im Mittelpunkt des Instagram-Kanals der Kampagne. Mit einem Video-Porträt, Umfragen und Online-Aktionen ist zwischen ihnen und den Usern eine starke Community von fast 5.000 Usern entstanden, die sich über aktuelle Themen austauschen. „Wir haben engagierte und inspirierende Persönlichkeiten kennengelernt, die schon heute mit ihren Vereinen und Aktivitäten sehr viel in ihrem Umkreis verändert haben“, sagt Elisabeth Niejahr, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung für den Bereich „Demokratie stärken“.  

Kanäle der Generation Grenzenlos: 
www.generation-grenzenlos.de
Instagram GenerationGrenzenlos: https://www.instagram.com/generationgrenzenlos/
Die 30 Video-Porträts auf YouTube: https://www.youtube.com/playlist?list=PLKUVnnePf0bOEqnG9WheX46X0P8joQzL4
Abschlussvideo: https://youtu.be/JR4cBPjkduI 

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Westbalkanregelung: Arbeit, kein Asyl

Matthias Lücke, Koordinator des MEDAM-Projekts zu Asyl und Migration und
Senior Researcher am Kieler Institut für Weltwirtschaft, kommentiert die
Abstimmung des Bundesrates zur Verlängerung der Westbalkanregelung.

„Der niedrigschwellige Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt durch die
Westbalkanregelung hat sich seit 2016 bewährt. Bis 2019 sind auf diesem
Weg über 92.000 Zugewanderte in Arbeit gekommen. Sie sind gut in den
Arbeitsmarkt integriert, obwohl rund 40% nur Helfertätigkeiten ausüben.
Vor allem in Bauindustrie und Gastronomie besteht offenbar ein großer
Bedarf an zugewanderten Arbeitskräften, die ihre beruflichen Fähigkeiten
nicht durch eine mehrjährige Berufsausbildung nachweisen können und
deshalb nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz nicht in Deutschland
arbeiten dürften.

Zugleich hat die Westbalkanregelung dazu beigetragen, dass es in
Deutschland kaum noch irreguläre Zuwanderung aus den Westbalkanstaaten
gibt. Die Menschen in den Westbalkanstaaten haben jetzt mit der Regelung
eine niedrigschwellige legale Alternative. Im Gegenzug nehmen die
Regierungen der Westbalkanländer ihre Staatsangehörigen, die nicht in
Deutschland bleiben dürfen, direkt und unbürokratisch zurück. Damit kann
die Westbalkanregelung Vorbild sein für ähnliche Vereinbarungen mit
Nachbarländern, aus denen viele Menschen irregulär in die EU einwandern,
während nur wenige Asylsuchende internationalen Schutz erhalten.“

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Große Mehrheit der Europäer wünscht sich Sieg Joe Bidens über Donald Trump in der US-Präsidentschaftswahl Europäische YouGov-Umfrage anlässlich der US-Präsidentschaftswahl am 3. November 2020

Am 3. November 2020 findet in den USA die Präsidentschaftswahl statt. YouGov hat anlässlich der Wahl eine Umfrage in sieben europäischen Ländern durchgeführt, die zeigt, dass eine große Mehrheit der Europäer den Sieg Joe Bidens über Donald Trump bevorzugt. Den Sieg des demokratischen Herausforderers wünschen sich Dänen am stärksten: 80 Prozent der dänischen Bevölkerung will Joe Biden die Wahl gewinnen sehen, im Vergleich zu 6 Prozent der dänischen Befragten, die sich einen Sieg Donald Trumps wünschen. Am besten schneidet der amtierende US-Präsident in Italien ab, wo ihn 20 Prozent der Befragten wiedergewählt sehen wollen. Unter deutschen Befragten wünschen sich 71 Prozent den Sieg Joe Bidens, 11 Prozent den von Donald Trump.

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen europaweiten Umfrage der internationalen Data & Analytics Group YouGov, für die insgesamt 9.136 Befragte, davon 2.245 Deutsche, 1.745 Briten, 1.013 Schweden, 1.018 Dänen, 1.027 Franzosen, 1.071 Spanier sowie 1.017 Italiener zwischen dem 15. September und 4. Oktober 2020 mittels standardisierter Online-Interviews befragt wurden. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die jeweiligen Bevölkerungen ab 18 Jahren.

Nur in Dänemark glaubt eine Mehrheit an den Sieg Joe Bidens

Die Europäer sind sich jedoch weniger sicher, dass es zu einem Biden-Sieg tatsächlich kommen wird. Nur in Dänemark glaubt mehr als die Hälfte der Bevölkerung (58 Prozent), dass die Demokraten die Präsidentschaftswahl gewinnen werden. Unter Italienern glauben 48 Prozent an einen Sieg Joe Bidens. In Deutschland sagen dies 46 Prozent. 28 Prozent der Deutschen sind der Meinung, Donald Trump würde die Wahl gewinnen.

Mehrheit in allen untersuchten Ländern bis auf Italien empfindet Trumps Wahlkampf als unehrlich

Jeweils mehr als die Hälfte der Befragten aller sieben Länder glaubt, dass Donald Trumps Präsidentschaftswahlkampf bisher überwiegend unehrlich verlaufen sei (59 bis 74 Prozent). Lediglich unter Italienern spricht weniger als die Hälfte (47 Prozent) von einem unehrlichen Wahlkampf durch den amtierenden US-Präsidenten. Im Vergleich dazu wird der Wahlkampf von Joe Biden in allen untersuchten Ländern häufiger als ehrlich (26 bis 43 Prozent), denn als unehrlich (7 Prozent bis 15 Prozent) bezeichnet. Deutsche Befragte stufen ihn am häufigsten als ehrlich ein (43 Prozent).

Europäer bewerten Trumps Präsidentschaft als schlecht

Nur wenige Europäer glauben, dass Trump sich als Präsident ausgezeichnet hat: 5 bis 15 Prozent aller Befragten bewerten ihn als guten Präsidenten. Stattdessen gibt jeweils eine große Mehrheit in den befragten Ländern an, Trump sei ein schlechter Präsident gewesen: Unter Italienern sagen dies 61 Prozent, unter Deutschen 76 Prozent und unter Dänen sogar 82 Prozent.

Die meisten Europäer sind auch der Ansicht, dass Trumps bisherige Amtszeit negative Auswirkungen auf ihr eigenes Land gehabt habe. Dies sagen Deutsche und Spanier mit jeweils 69 Prozent am häufigsten, Italiener am seltensten (50 Prozent). Auch der Einfluss seiner Präsidentschaft auf die Welt wird zum Großteil als negativ eingeschätzt: 68 bis 84 Prozent aller Befragten machen diese Angabe.

Nur 5 bis 17 Prozent aller befragten Europäer sind der Meinung, dass der Präsident in einem dieser Bereiche einen positiven Einfluss gehabt habe.

Viele Befragte haben keine Meinung zu Joe Biden

Der Anteil jener europäischen Befragten, die glauben, dass die Demokraten einen guten Präsidenten stellen würden, ist mit 17 bis 23 Prozent eher gering. Häufiger vermuten die Europäer, Biden würde ein durchschnittlicher Präsident werden. Dies sagen Dänen am häufigsten (55 Prozent), am zweithäufigsten Deutsche und Schweden (jeweils 40 Prozent). 21 bis 45 Prozent machen bei dieser Frage keine Angabe. Dass er ein schlechter Präsident werden würde, glauben 6 bis 13 Prozent aller Befragten.

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