nternationale Keynote-Speaker thematisieren gesellschaftliche Zukunftsfragen der Altersmediziner und Alternsforscher
Von Hirngesundheit und Muskelkraft bis hin zu Klimawandel, Langlebigkeit
und gesellschaftlichem Zusammenhalt: In einer globalen Zeit des Wandels
werden acht internationale Keynote-Speaker die zentralen Fragen der
Zukunft aus Sicht der Geriater und Gerontologen beim gemeinsamen Kongress
in Frankfurt aufgreifen. Während die Geriatrie vor allem aktuelle
Entwicklungen in Diagnostik, Therapie und Versorgung älterer Menschen
beleuchtet, richtet die Gerontologie ergänzend dazu den Blick besonders
auf die biologischen, gesellschaftlichen und kulturellen Dimensionen des
Alterns.
Der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der
Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) findet vom
23. bis 26. September auf dem Campus Westend der Universität Frankfurt am
Main statt.
„So international war es noch nie!“, freuen sich DGG-Präsident Professor
Michael Denkinger und DGGG-Präsident Professor Hans-Werner Wahl, die beide
ebenfalls als Kongresspräsidenten fungieren. „Es ist wunderbar, einige der
renommiertesten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Geriatrie und
Gerontologie vor Ort zu haben.“ So spiegeln die diesjährigen Keynotes
eindrucksvoll die Vielfalt der Alterswissenschaften wider.
Hochkarätige Keynotes aus der Geriatrie
• Aus Schottland wird die international renommierte Prof. Joanna
Wardlaw von der University of Edinburgh anreisen und das Konzept der
„Brain Frailty“ vorstellen. Dabei geht es um die Frage, wie
Gebrechlichkeit des Gehirns entsteht und welche Bedeutung sie für
Demenzerkrankungen, kognitive Leistungsfähigkeit und die Gesundheit
älterer Menschen hat.
• Ebenfalls aus Großbritannien kommt Dr. Carly Welch vom King’s
College London. Sie gehört zu den aufstrebenden Wissenschaftlerinnen auf
dem Gebiet der Sarkopenie-Forschung und verbindet Grundlagenforschung,
Biomarkeranalysen und große Bevölkerungsstudien miteinander. Im
Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Frage, wie Muskelmasse und Muskelkraft
im Alter erhalten bleiben können.
• Mit Prof. Christian Karagiannidis konnte zudem eine der
bekanntesten Stimmen der aktuellen gesundheitspolitischen Debatte in
Deutschland gewonnen werden. Der Internist, Pneumologe und
Notfallmediziner mit Professur an der Universität Witten/Herdecke
engagiert sich seit Jahren intensiv für die Weiterentwicklung der
medizinischen Versorgung. In seiner Keynote wird er der Frage nachgehen,
wie eine leistungsfähige geriatrische Versorgung auch künftig
sichergestellt werden kann. Dabei spielen sektorenübergreifende
Versorgungsmodelle eine zentrale Rolle, die älteren Menschen eine bessere,
wohnortnahe und ambulante Betreuung ermöglichen sollen. Sein Vortrag
verspricht nicht nur spannende Impulse, sondern ausdrücklich auch Raum für
Diskussionen im Anschluss.
• Komplettiert wird das geriatrische Keynote-Programm durch Prof.
Athanase Benetos von der Université de Lorraine im französischen Nancy. Er
zählt seit vielen Jahren zu den prägenden Persönlichkeiten der
europäischen Geriatrie. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf
altersbedingten Gefäßveränderungen und der Behandlung von Bluthochdruck
bei hochbetagten Menschen. Internationale Aufmerksamkeit erlangte
insbesondere seine RETREAT-FRAIL-Studie, die wichtige Erkenntnisse zur
Frage lieferte, wann blutdrucksenkende Medikamente reduziert werden
sollten und wann nicht. Seine Keynote wird verdeutlichen, wie
differenziert und individualisiert moderne Arzneimitteltherapie im höheren
Lebensalter heute ist.
Internationale Gerontologie beleuchtet die großen Fragen des Alterns
• Auch die Gerontologie wartet mit hochkarätigen Rednerinnen und
Rednern auf. Prof. Ulla Kriebernegg von der Universität Graz wird sich in
ihrem Vortrag mit den Auswirkungen des Klimawandels auf ältere Menschen
beschäftigen. Die Universitätsprofessorin für kulturwissenschaftliche
Alterns- und Care-Forschung betrachtet dabei nicht nur gesundheitliche
Risiken durch Hitze oder Extremwetterereignisse. Ebenso stehen
gesellschaftliche, kulturelle und psychologische Herausforderungen im
Fokus, die mit der Anpassung an veränderte Umweltbedingungen verbunden
sind.
• Ein weiterer Höhepunkt wird die Keynote von Prof. Richard A.
Settersten von der Oregon State University sein. Er gehört weltweit zu den
bekanntesten Sozialwissenschaftlern auf dem Gebiet der Alterns- und
Lebenslaufforschung. Unter dem Titel „Aging in Times of Social Disruption“
wird er beleuchten, wie globale Entwicklungen wie Migration, geopolitische
Konflikte, gesellschaftliche Polarisierung oder Veränderungen
demokratischer Strukturen das Altern beeinflussen. Gerade in einer Zeit
wachsender Unsicherheit eröffnet dieser Vortrag eine wichtige Perspektive
auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Älterwerdens.
• Mit Prof. Eline Slagboom von der Universität Leiden kommt eine der
führenden Expertinnen für molekulare Epidemiologie und Altersbiologie zum
Kongress. Ihre Forschung beschäftigt sich mit den biologischen Mechanismen
des Alterns sowie mit der Identifikation von Biomarkern, die Rückschlüsse
auf individuelle Alterungsprozesse ermöglichen. In ihrer Keynote wird sie
aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse vorstellen und aufzeigen, wie
solche Marker künftig dazu beitragen könnten, problematische
Alterungsverläufe früher zu erkennen und präventive Maßnahmen gezielter
einzusetzen.
• Eine besonders internationale Perspektive bringt Prof. Brian
Kennedy von der National University of Singapore ein. Der Biochemiker und
Physiologe zählt weltweit zu den bedeutendsten Vertretern der biologischen
Alternsforschung und der gesunden Langlebigkeit. Sein Vortrag wird sich
nicht nur mit biologischen Mechanismen des Alterns befassen, sondern auch
mit der Frage, wie eine Gesellschaft auf steigende Lebenserwartungen
reagieren kann. Singapur gilt in vielen Bereichen als Vorreiter für
gesundes Altern und innovative Versorgungskonzepte.
Jetzt noch Frühbucherpreis nutzen und wissenschaftliche Exzellenz erleben!
Der gemeinsam Jahreskongress der DGG und DGGG findet unter dem Motto
„Zukunft Alter(n): Perspektiven im Umbruch“ vom 23. bis 26. September 2026
in der Universität Frankfurt am Main statt. Hierzu werden rund 1.000
Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Bis zum 26.07. können Tickets
noch zum Frühbucherpreis erworben werden.
Weitere Informationen unter: https://www.gerontologie-geria
kongress.org/
