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By Authority of the Good People“: Die amerikanische Demokratie in Zeiten illiberaler Politik

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Podiumsdiskussion mit Christina Morina, Till van Rahden und Tine Stein zum
250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung

BAD HOMBURG. Zum Abschluss einer interdisziplinären Vortragsreihe zur
amerikanischen Unabhängigkeitserklärung am Forschungskolleg
Humanwissenschaften der Goethe-Universität in Bad Homburg findet

am Donnerstag, 2. Juli, um 20 Uhr
im Forschungskolleg Humanwissenschaften
Am Wingertsberg 4
in Bad Homburg



ein Podiumsgespräch mit den Historikern Prof. Christina Morina und Prof.
Till van Rahden sowie der Politikwissenschaftlerin Prof. Tine Stein statt.
Anlässlich des 250. Jahrestages der amerikanischen
Unabhängigkeitserklärung geht es um die amerikanische Demokratie in Zeiten
illiberaler Politik.

Am 4. Juli 1776 erklärten sich dreizehn amerikanischen Kolonien mit ihrer
„Declaration of Independence“ für unabhängig. Sie rechtfertigten die
Lossagung vom britischen König und die Gründung einer neuen, unabhängigen
Republik damit, dass Gleichheit, Freiheit und Selbstbestimmung zu den
unveräußerlichen Rechten der Menschen zählen. Die amerikanische
Unabhängigkeitserklärung als Gründungsdokument der modernen Demokratie
jährt sich am 4. Juli 2026 zum 250. Mal – und das in einer Zeit, da die
liberale Demokratie weltweit unter Druck geraten ist. Was heißt es, dass
eine rechtsextreme Partei wie die Alternative für Deutschland beansprucht,
den „Geist von Freiheit und Demokratie grundlegend zu erneuern“, und sich
die „Make America Great Again“-Bewegung am 4. Juli 2026 auf die Ideale der
Unabhängigkeitserklärung beruft? Welche Impulse können von der
Unabhängigkeitserklärung für heutige Fragestellungen ausgehen? Und wie
können diese Ideen helfen, die Demokratie als Herrschafts- und Lebensform
zu wahren und erneuern?

Die Reihe wird vom John McCloy Transatlantic Forum am Forschungskolleg
Humanwissenschaften gemeinsam mit der Hessischen Landeszentrale für
politische Bildung und der Stiftung Orte der deutschen
Demokratiegeschichte organisiert. In den Abend einführen wird der Direktor
des Forschungskollegs Prof. Matthias Lutz-Bachmann. Moderator ist Lukas
Fuhr von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Die Podiumsgäste
Christina Morina ist Professorin für Allgemeine Geschichte unter
besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte an der Universität
Bielefeld. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der deutschen und
europäischen Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts, der Geschichte und
Nachgeschichte des Zweiten Weltkriegs, der politischen Ideengeschichte und
der politischen Kultur- und Erinnerungsgeschichte. Ausgewählte
Veröffentlichungen: Tausend Aufbrüche. Die Deutschen und ihre Demokratie
seit den 1980er Jahren (Siedler, 2023), ausgezeichnet mit dem Deutschen
Sachbuchpreis 2024, sowie Das amerikanische Beben. Erfahrungen und
Konsequenzen für die deutsche Demokratie (Siedler, 2026).

Till van Rahden ist Professor für Deutschland- und Europastudien an der
Université de Montréal in Kanada und derzeit als Mercator-Fellow des DFG-
Graduiertenkollegs „Ästhetik der Demokratie“ am Forschungskolleg.  Sein
Forschungsschwerpunkt liegt auf der Geschichte seit der Aufklärung. Dabei
interessiert er sich besonders für die Spannung zwischen dem Versprechen
demokratischer Gleichheit und der Allgegenwart von kultureller
Verschiedenheit. Ausgewählte Veröffentlichungen: Demokratie: Eine
gefährdete Lebensform (Campus, 2019); Vielheit: Jüdische Geschichte und
die Ambivalenzen des Universalismus (Hamburger Edition, 2022); sowie als
Mitherausgeber Horizonte der Demokratie. Offene Lebensformen nach Walt
Whitman (transcript, 2024).

Tine Stein ist Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an
der Georg-August-Universität Göttingen. Ihre Forschung konzentriert sich
auf die normativen Grundlagen des demokratischen Verfassungsstaates,
insbesondere auf das Verhältnis von Politik, Recht und Religion sowie auf
Fragen von Demokratie und ökologischer Verantwortung. Ausgewählte
Veröffentlichungen: Politische Grundbegriffe im 21. Jahrhundert, hg. von
Tine Stein et. al. (Nomos, 2023), Semper reformanda. Das Verhältnis von
Staat und Religionsgemeinschaften auf dem Prüfstand, hg. mit Isabelle Ley
und Georg Essen (Herder, 2023) und »Claus Offe (1940–2025). Würdigung des
wissenschaftlichen Werks und seiner Rolle als politischer Intellektueller«
in: Leviathan (2026).

Lukas Fuhr (Moderation) ist Redakteur im Politikressort der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Anmeldung
Zur besseren Planbarkeit bitten wir um vorherige Anmeldung zur
Veranstaltung unter
anmeldung@forschungskolleg-humanwissenschaften.de