Expertendienst: Hitze in der Stadt
Forschung für klimaresiliente Räume und Kommunen
Hitzewellen gehören längst zu den größten Herausforderungen des
Klimawandels – insbesondere in Städten. Wie lassen sich urbane Räume an
steigende Temperaturen anpassen? Welche Rolle spielen Stadtgrün,
Wasserhaushalt und Stadtplanung? Und wie verändern Hitze, Trockenheit und
Starkregen unsere Städte?
Forscher*innen der TU Berlin beschäftigen sich aus unterschiedlichen
wissenschaftlichen Perspektiven mit den Ursachen, Folgen und Lösungen für
zunehmende Hitzebelastungen. Ob klimaresiliente Pflanzenkonzepte, urbane
Atmosphärenforschung, Wasserhaushalt oder innovative Reallabore für
klimaangepasste Quartiere – unsere Expertinnen und Experten stehen
Journalistinnen und Journalisten für Interviews, Hintergrundgespräche und
Einordnungen zur Verfügung.
Wie wird Stadtgrün klimaresilient?
Norbert Kühn ist Professor für Vegetationstechnik und Pflanzenverwendung
an der TU Berlin und ein Experte für Pflanzen im Klimawandel. In seiner
Forschung und Lehre beschäftigt er sich damit, welche Pflanzen unter
veränderten klimatischen Bedingungen in Städten bestehen können und wie
Stadtgrün klimaresilient gestaltet werden kann. Für das Thema Hitze in
Städten ist seine Expertise besonders relevant, weil Pflanzen, Bäume,
Stauden und spontane Vegetation wichtige Beiträge zu Verschattung,
Verdunstungskühlung und einer besseren Aufenthaltsqualität leisten. Kühn
zeigt, wie klimaangepasste Pflanzkonzepte helfen können, urbane Räume
widerstandsfähiger gegenüber Hitze, Trockenheit und anderen Folgen des
Klimawandels zu machen.
Ein aktuelles Projekt beschäftigt sich mit Verdunstungsbeeten. Unter
seiner Leitung testet die TU Berlin Pflanzenmischungen für solche Beete,
die Regenwasser aufnehmen, in Hitzeperioden Verdunstungskühlung
ermöglichen und zugleich Biodiversität sowie Aufenthaltsqualität in
Stadtquartieren stärken sollen.
