Hochschule Bremerhaven und Hafenamt unterzeichnen Kooperationsvertrag
Die Hochschule Bremerhaven und das Hansestadt Bremische Hafenamt wollen
zukünftig noch stärker im Bereich der Hafensicherheit und des
Arbeitsschutzes zusammenarbeiten. Aus diesem Grund haben Rektor Prof. Dr.
Dr. h.c. Alexis Papathanassis und Hafenkapitän Stephan Berger im Beisein
von Kapitän Sebastian Trudwig, Sachgebietsleiter Hafensicherheit, und
Prof. Dr.-Ing. Uwe Arens, Professor für Sicherheit in der Logistik, einen
Kooperationsvertrag unterzeichnet. Entstehen sollen gemeinsame
Forschungsprojekte, Praktikumsmöglichkeiten für Studierende sowie Themen
für Abschlussarbeiten.
Bereits seit längerer Zeit arbeiten die Hochschule und das Hafenamt
zusammen. Aktuell ist daraus das Forschungsprojekt „Risikobeurteilung bei
der Bunkerung von Ammoniak in Bremerhaven und Wilhelmshaven“(RisBA)
entstanden, in dem gemeinsam mit der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und
Transformation präventive Sicherheitskonzepte für Häfen entstehen sollen.
Dies sei in Bezug auf alternative Kraftstoffe, zu denen auch Ammoniak
zählt, wichtig, wie Prof. Dr.-Ing. Uwe Arens weiß: „Neue Technologien
verlangen eine Folgenabschätzung. Die Risikobeurteilung leistet nicht nur
das, sondern ist gleichzeitig Grundlage für ein wirksames
Maßnahmenkonzept. Dazu gehört auch die Notfallplanung. Das Projekt trägt
damit zur Sicherheit der Mitarbeitenden und der Bevölkerung in unserer
Region bei.“
Nicht nur in der Forschung ergeben sich Kooperationsmöglichkeiten zwischen
dem Hafenamt und der Hochschule, sondern auch in der Lehre. Sicherheit in
der Logistik gehört zu den Inhalten des Bachelorstudiengangs Transport,
Wirtschaft, Logistik sowie der Masterstudiengänge Logistics Engineering
and Management und Integrated Safety and Security Management. „Bei uns
werden Fachkräfte für diesen Bereich ausgebildet. Für sie ergeben sich
durch die Kooperation Praktikumsmöglichkeiten und Themen für
Abschlussarbeiten. Außerdem fließen aktuelle Herausforderungen in die
Lehrveranstaltungen ein“, erklärt Prof. Arens.
„Die Anforderungen an Häfen verändern sich rasant. Deshalb ist es für uns
wichtig, nah an Forschung und Innovation zu bleiben. Die Zusammenarbeit
mit der Hochschule Bremerhaven bietet uns die Möglichkeit, aktuelle
wissenschaftliche Erkenntnisse frühzeitig aufzugreifen, gemeinsame
Projekte zu entwickeln und Studierende für maritime Aufgabenfelder zu
begeistern. Gleichzeitig entstehen praxisnahe Ergebnisse, die unmittelbar
in die Arbeit des Hafenamtes einfließen können. Davon profitieren die
Hochschule, das Hafenamt und letztlich die bremischen Häfen
gleichermaßen“, betont Hafenkapitän Stephan Berger.
Mit der Unterzeichnung soll die Zusammenarbeit auch offiziell verstetigt
und weiter ausgebaut werden.
