250 Jahre Unabhängigkeit der USA: Geschichte, Erinnerungen und Narrative
ohn-F.-Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin lädt Öffentlichkeit
zu Vorträgen und Podiumsdiskussion am 2. Juli ein
Zwei Tage vor dem 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit am 4.
Juli widmet sich das John-F.-Kennedy-Institut der Freien Universität
Berlin mit renommierten Wissenschaftler*innen der Geschichte, Narrativen
und bis heute umstrittenen Deutungen der amerikanischen
Unabhängigkeitserklärung. Die Veranstaltung in englischer Sprache findet
am 2. Juli von 14 bis 18 Uhr am John-F.-Kennedy-Institut für
Nordamerikastudien statt.
Sie umfasst Vorträge, eine Podiumsdiskussion und
einen anschließenden Empfang. Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.
Während der 4. Juli im kollektiven Gedächtnis als Tag der Gründung der
Vereinigten Staaten verankert ist, richtet das John-F.-Kennedy-Institut
den Blick auch auf ein anderes historisches Datum: Es war der 2. Juli
1776, an dem der Kontinentalkongress beschloss, die Treue zur britischen
Krone aufzukündigen und die Unabhängigkeit der amerikanischen Kolonien zu
erklären. Zu diesem Zeitpunkt lag dem Kongress ein deutlich radikalerer
Entwurf des Textes vor, den er in den darauffolgenden beiden Tagen um
ungefähr ein Viertel kürzen und am 4. Juli schließlich als „Erklärung der
Repräsentanten der Vereinigten Staaten von Amerika“ verabschieden sollte.
Ausgehend von diesen beiden unterschiedlichen Versionen der amerikanischen
Unabhängigkeitserklärung diskutieren die Historiker David Armitage von der
Harvard University („Doubting the Declaration, from 2026 to 1776“) und
Johann Neem von der Western Washington University („The Contest over the
American Revolution Today“) und die Amerikanistin Hannah Spahn von der
Freien Universität Berlin („The Reinvention of ‚all men are created
equal‘“) die historischen Ereignisse im frühen Amerika. Sie beleuchten die
kollektiven Erinnerungen und umstrittenen Narrative, die bis heute
nachwirken. Die Moderation der Veranstaltung übernehmen die Direktorin des
John-F.-Kennedy-Instituts, Lora Anne Viola, sowie die Leiterin der
Abteilung Geschichte, Jessica Gienow-Hecht.
Über das John-F.-Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin
Das John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien (JFKI) ist ein
interdisziplinäres Forschungs- und Lehrinstitut der Freien Universität
Berlin. Es wurde 1963 von dem Politologen Ernst Fraenkel gegründet, um
eine wissenschaftliche Spezialisierung auf die USA und Kanada zu
ermöglichen. Die am Institut vertretenen sechs Disziplinen sind:
Geschichte, Kultur, Literatur, Politik, Soziologie und Wirtschaft.
Anlässlich des 250. Unabhängigkeitstags der USA stehen die
Wissenschaftler*innen des JFKIs Medien und Journalist*innen mit ihrer
Expertise zur Verfügung.
