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Ostdeutsche Kinder besuchen mit höherer Wahrscheinlichkeit Kita oder Kindergarten

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Vor 186 Jahren gründete der Pädagoge Friedrich Fröbel im thüringischen
Blankenburg den ersten Kindergarten und legte damit den Grundstein für
frühkindliche Bildungseinrichtungen. Ostdeutschland war aber nicht nur
Standort des ersten institutionellen Kinderbetreuung. Auch heute
unterscheiden sich die Betreuungsquoten von Kleinkindern in ost- und
westdeutschen Bundesländern erheblich. Das zeigen auch die Auswertungen
von Daten des Nationalen Bildungspanels. Eltern in Ostdeutschland nehmen
früher und mit höherer Wahrscheinlichkeit frühkindliche
Bildungseinrichtungen in Anspruch als Eltern in Westdeutschland.



Im Alter von einem Jahr werden fast 30 % der ostdeutschen Kinder in einer
Einrichtung betreut, aber nur rund 7 % der westdeutschen Kinder. Im Alter
von drei Jahren sind es 78 % in Ost- und 69 % der Kinder in
Westdeutschland. Erst bei vierjährigen Kindern sind die Betreuungsquoten
etwa gleich hoch.

Die Befunde des NEPS-Schlaglichts Nr. 33 zu Betreuungsquoten von Kindern
in Ost- und Westdeutschland sind hier zu finden: https://www.lifbi.de
/NEPS-SL/Detail?nummer=33

Was sind die NEPS-Schlaglichter?
Mit diesem und weiteren NEPS-Schlaglichtern werden ausgewählte
Erkenntnisse aus dem Nationalen Bildungspanels, der größten Langzeit-
Bildungsstudie in Deutschland, pointiert und verständlich aufbereitet. Sie
beleuchten Themen wie Kompetenzentwicklung über den Lebensverlauf oder
Aspekte von Persönlichkeit, Bildungsteilhabe, Integration und
Partizipation. Jedes Schlaglicht enthält eine Kernbotschaft, eine kurze
Erklärung sowie interaktive Grafiken, die die jeweiligen Befunde
visualisieren. Quellen und weiterführende Informationen sind ebenfalls
verlinkt. Die NEPS-Schlaglichter sind ein Angebot des Leibniz-Instituts
für Bildungsverläufe (LIfBi) und werden mit den Autor:innen der
Originalpublikationen abgestimmt. Das Angebot wird kontinuierlich
erweitert

Was ist das Nationale Bildungspanel?
Das Nationale Bildungspanel (NEPS) ist die größte Langzeit-Bildungsstudie
in Deutschland. Es untersucht Bildungsprozesse, ihre Bedingungen,
Ergebnisse und Folgen von der frühen Kindheit bis ins hohe
Erwachsenenalter. Mehr als 70.000 Teilnehmende sowie etwa 50.000 Personen
aus deren Umfeld werden dazu wiederkehrend befragt. Die gewonnenen Daten
stehen der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung. Mehr als 4.000
Forschende weltweit arbeiten bereits mit NEPS-Daten, bisher sind bereits
mehr als 1.900 wissenschaftliche Publikationen entstanden.

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Originalpublikation:
Pietropoli, I., & Triventi, M. (2023). What drives early childhood
education attendance?: The role of structural factors and personal beliefs
in Germany. Children and Youth Services Review, 150, Article 107035.
https://doi.org/10.1016/j.childyouth.2023.107035