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Neues Fachbuch beleuchtet Sicherheitsgefühl und Awareness auf Musikfestivals

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Fragen von Sicherheit und Awareness gewinnen in der Festival- und
Großveranstaltungsbranche zunehmend an Bedeutung. Mit dem Sammelband
„Sicherheitsgefühl und Awareness auf Musikfestivals – Wahrnehmung,
Kommunikation und Schutzkonzepte für FLINTA*-Personen in Festival- und
Clubkultur“ ist nun der fünfte Band der wissenschaftlichen Buchreihe
Studien zum Festivalmanagement erschienen. Herausgegeben wurde die
Veröffentlichung an der IST-Hochschule für Management von Prof. Dr.
Matthias Johannes Bauer und Tom Naber.



Der neue Band vereint vier empirische Studien aus dem deutschsprachigen
Raum, die an unterschiedlichen Hochschulen entstanden sind. Die Arbeiten
beleuchten das Themenfeld aus verschiedenen Perspektiven und beschäftigen
sich unter anderem mit dem Sicherheitsgefühl von Festivalbesuchenden, der
Ausgestaltung von Awareness-Arbeit, der Kommunikation von Schutzkonzepten
auf Musikfestivals sowie der Professionalisierung von Awareness-Strukturen
in der Clubkultur.

„Fragen von Sicherheit und Awareness haben in den vergangenen Jahren
sowohl in der Festivalpraxis als nun auch in der wissenschaftlichen
Auseinandersetzung deutlich an Bedeutung gewonnen“, sagt Festivalprofessor
Bauer. „Die Beiträge zeigen, dass Awareness-Konzepte nicht isoliert
betrachtet werden können. Ihre Wirksamkeit ergibt sich vielmehr aus dem
Zusammenspiel von subjektiver Wahrnehmung, struktureller Ausgestaltung und
kommunikativer Vermittlung.“

Die im Band versammelten Studien verdeutlichen, dass Musikfestivals von
ihren Besuchenden insgesamt überwiegend als sichere Räume wahrgenommen
werden. Gleichzeitig zeigen die Untersuchungen, dass insbesondere die
Sorge vor sexueller Belästigung und Grenzüberschreitungen das
Sicherheitsgefühl beeinflussen kann. Darüber hinaus werden Defizite in der
Sichtbarkeit und Verständlichkeit bestehender Awareness-Maßnahmen
identifiziert sowie konkrete Handlungsempfehlungen für Veranstaltende
abgeleitet.

Ein weiterer Beitrag untersucht die Kommunikation von Schutzkonzepten auf
den größten deutschen Open-Air-Musikfestivals und zeigt deutliche
Unterschiede in Begrifflichkeiten, Symbolik und Informationsangeboten.
Eine weitere Studie analysiert Transformationsprozesse von Awareness-
Arbeit in der Clubkultur und beleuchtet Spannungsfelder zwischen
Professionalisierung, politischem Anspruch und institutioneller
Verankerung.

Für Tom Naber, der sowohl in der Forschung als auch in verantwortlicher
Funktion für ein großes Festival tätig ist, liegt der besondere Wert des
Bandes im Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis: „Gerade bei
Themen wie Awareness, Sicherheit oder Besucherkommunikation werden viele
Entscheidungen aus Erfahrung heraus getroffen. Erfahrung bleibt wichtig
und gewinnt gleichzeitig an Qualität, wenn sie durch Forschung ergänzt
wird. Die Studien des Bandes liefern dafür konkrete Anknüpfungspunkte.“

Die Herausgeber sehen eine zunehmende wissenschaftliche Relevanz des
Themenfeldes. „Die Professionalisierung der Festivalbranche benötigt
belastbare Daten und wissenschaftliche Analysen“, betont Bauer. „Nur auf
dieser Grundlage lassen sich Maßnahmen entwickeln, die am Ende auch
wirklich wirksam sind.“

Die Reihe Studien zum Festivalmanagement veröffentlicht ausgewählte
wissenschaftliche Arbeiten zu aktuellen Fragestellungen des Festival- und
Veranstaltungsmanagements. Sie versteht sich als Brücke zwischen Forschung
und Praxis und möchte dazu beitragen, wissenschaftliche Erkenntnisse für
die Weiterentwicklung der Veranstaltungsbranche nutzbar zu machen.

Hier geht’s zum Buch: https://www.utzverlag.de/catalog/book/45088