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Cyberagentur eröffnet Büro Dresden

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Neuer Standort stärkt Forschung im Dresdner Technologieökosystem
Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) hat
am 18. Juni 2026 ihr Projektbüro in Dresden offiziell eröffnet. Der
Standort bündelt Arbeiten zu vertrauenswürdigen technischen
Wertschöpfungsketten und verbindet die Agentur enger mit dem Dresdner
Forschungs- und Technologieökosystem.



Die Cyberagentur hat am Donnerstag die neuen Büroräume ihres Projektbüros
Dresden offiziell eröffnet. An der Veranstaltung nahmen Gäste aus Politik,
Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden teil. Vertreten waren unter anderem
der Amtschef des Sächsischen Staatsministeriums des Innern und weitere
Vertreter der sächsischen Ministerien, das BSI aus Freital, die Technische
Universität Dresden, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden,
die Hochschule Mittweida,  und ansässige Foschungsinstitute: Ebenfalls war
Silicon Saxony vertreten und auch große Chiphersteller, sowie Unternehmen
mit hohem Forschungspotenzial aus den Bereichen Cybersicherheit,
Kommunikation sowie Hard- und Softwareentwicklung haben den Weg in das
Projektbüro gefunden.

Dresden ist für die Cyberagentur eine bewusste Standortentscheidung. Der
Technologie- und Halbleiterstandort schafft ein Umfeld, in dem Forschung,
industrielle Anwendung, Talente und gewachsene Netzwerke unmittelbar
zusammenkommen. Genau dieses Umfeld ist für Fragen der Cybersicherheit von
strategischer Bedeutung.

„Dresden ist für uns kein reines Aufbauprojekt. Dieser Standort ist ein
Angebot zum Gespräch und zur Zusammenarbeit für technologische
Souveränität“, sagt Bettina Bubnys, kaufmännische Geschäftsführerin der
Cyberagentur. „Damit anspruchsvolle Forschung wirksam werden kann, braucht
es tragfähige Strukturen: verlässliche Prozesse, sichere Arbeitsfähigkeit,
klare Zuständigkeiten und die Nähe zu starken Partnern. All das kommt im
Dresdner Projektbüro zusammen.“

Mit der Eröffnung erhält die Abteilung „Vertrauenswürdige Technische
Wertschöpfungsketten“ der Cyberagentur einen zentralen Arbeitsort in
Dresden. Inhaltlich richtet sich der Schwerpunkt auf die Frage, wie
digitale Lösungen vom Anfang bis zum Ende vertrauenswürdig gestaltet
werden können. Denn Vertrauen in digitale Systeme entsteht nicht erst bei
der Anwendung. Es beginnt bei Rohstoffen, geht über die Hardware und
Software sowie die dazugehörige Architektur, die Kommunikation zwischen
Systemen und endet schlussendlich beim Nutzer und damit bei Fragen der
digitalen Identität und des Verbraucherschutzes.

Die Abteilung arbeitet in drei zentralen Themenfeldern. Es geht um
vertrauenswürdige IT-Architekturen und Lieferketten. Im Mittelpunkt stehen
nachweisbar sichere IT-Produkte und nachhaltig abgesicherte Lieferketten.
Das zweitgrößte Forschungsprogramm, Ökosystem vertrauenswürdige IT (ÖvIT),
ist hier fest verankert. Zudem gehört die vertrauenswürdige Kommunikation
zur Abteilung in Dresden. Vernetzte Systeme müssen nicht nur
leistungsfähig, sondern auch gesichert und unterbrechungsfrei
kommunizieren können. Außerdem befasst sich die Abteilung mit Identitäten
und Verbraucherschutz im Cyberraum. Ziel sind digitale Dienste, die
Identitäten schützen, Transparenz schaffen und die digitale Vigilanz von
Bürgerinnen und Bürgern stärken.

Diese Themenfelder werden nicht isoliert bearbeitet. Sie sind eng mit den
anderen Abteilungen der Cyberagentur verknüpft. Vertrauenswürdige
Wertschöpfungsketten berühren Fragen komplexer Systeme, sicherer
Gesellschaften und Schlüsseltechnologien. Hardware, Software,
Kommunikation, Nutzerverhalten und gesellschaftliche Akzeptanz lassen sich
nicht getrennt voneinander betrachten. Deshalb setzt die Cyberagentur auch
in Dresden auf interdisziplinäre Zusammenarbeit.

„Vertrauenswürdige technische Wertschöpfungsketten sind keine Randfrage
der Cybersicherheit. Sie sind eine ihrer fundamentalen Voraussetzungen“,
sagt Prof. Dr. Christian Hummert, Forschungsdirektor und Geschäftsführer
der Cyberagentur. „Ein System ist nur so sicher wie die Komponenten, aus
denen es besteht, und nur so vertrauenswürdig wie die Kette, die diese
Komponenten hervorbringt.“

Das Projektbüro Dresden wurde bereits am 1. Juni 2024 gegründet. Zunächst
arbeitete das Team als kleines Aufbauteam. Mit der offiziellen Eröffnung
der neuen Büroräume ist die Aufbauphase organisatorisch abgeschlossen und
der Standort sichtbar im Dresdner Technologie- und Forschungsumfeld
verankert.

Die Eröffnung steht damit für eine strategische Weiterentwicklung der
Cyberagentur. Sie stärkt die Präsenz der Agentur an einem der wichtigsten
europäischen Standorte, beziehungsweise Regionen für Mikroelektronik,
Halbleitertechnologie, IT-Sicherheit, mobile Kommunikation und angewandte
Forschung in diesen Themenfeldern. Zugleich schafft sie zusätzliche
Möglichkeiten für Austausch, Kooperation und langfristig angelegte
Forschung zu Fragen der digitalen Souveränität.

Weitere Informationen:

https://www.cyberagentur.de/schwerpunkte/vertrauenswuerdige-technische-
wertschoepfungsketten/