Vortrag: Was Verschwörungstheorien anrichten
An der Ruperto Carola Ringvorlesung spricht der Tübinger Literatur- und
Kulturwissenschaftler Michael Butter über Auswirkungen und Gegenmaßnahmen
Mit der Frage „Was Verschwörungstheorien anrichten und was wir dagegen tun
können“ befasst sich Prof. Dr. Michael Butter in einem Vortrag. Der
Tübinger Literatur- und Kulturwissenschaftler ist Gastreferent der Ruperto
Carola Ringvorlesung „Wehrhafte Demokratie – Resilienz, Sicherheit,
Verteidigung“, zu der die Universität Heidelberg in diesem Sommersemester
einlädt. Die Veranstaltung mit Prof. Butter findet am Montag, 22. Juni
2026, in der Aula der Alten Universität statt; Beginn ist um 18.15 Uhr.
Verschwörungstheorien können nach den Worten des Referenten mit
menschenfeindlichen Vorstellungen wie Antisemitismus und Rassismus
verknüpft sein, zu Radikalisierung und Gewalt führen und das Vertrauen in
demokratische Institutionen und Prozesse beschädigen. In seinem Vortrag
wird Prof. Butter aufzeigen, dass jedoch nicht alle Verschwörungstheorien
gleichermaßen gefährlich sind, und dass auch problematische Erzählungen
als Symptome für reale Sorgen und Nöte verstanden werden sollten. In
diesem Zusammenhang erläutert er auch, warum Gegenmaßnahmen differenzieren
und sich nicht nur mit den Verschwörungstheorien, sondern auch mit ihren
Ursachen auseinandersetzen sollten. Michael Butter lehrt und forscht als
Professor für amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der
Universität Tübingen.
Die Ruperto Carola Ringvorlesung ist Teil eines Konzepts von Fokusthemen.
Damit will die Universität Heidelberg zweimal jährlich gesellschaftlich
relevante Forschungsfragen in unterschiedlichen Formaten an die breite
Öffentlichkeit herantragen. In der aktuellen Reihe befassen sich
Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen disziplinären
Perspektiven mit den vielschichtigen Herausforderungen, vor denen
Demokratien heute stehen. Anliegen der Ringvorlesung ist es, mit der
interessierten Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen und gemeinsam über
die Zukunft unseres demokratischen Zusammenlebens nachzudenken.
Der Veranstaltung mit Prof. Butter folgen drei weitere Vorträge mit
Heidelberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Sie sprechen über
historische Vorbilder für widerstandsfähige Demokratien, die Bedeutung von
Demokratiebildung in migrationsdiversen Gesellschaften und die
verfassungsrechtlichen Grundlagen der wehrhaften Demokratie. Die
Veranstaltungen finden montags in der Aula der Alten Universität statt.
Beginn ist jeweils um 18.15 Uhr. Aufzeichnungen der Beiträge sind zu einem
späteren Zeitpunkt abrufbar auf heiONLINE, dem zentralen Portal der
Universität Heidelberg mit Vorträgen, Diskussionsrunden und
Veranstaltungen in digitalen Formaten.
