HSWT feiert 20 Jahre hochschule dual: Ein Erfolgsmodell für Studium und Praxis in Bayern
Zum 20-jährigen Jubiläum von hochschule dual fand am 11. Juni 2026 an der
Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) das DualForum „Grüne Berufe“
statt. Experten, Studierende und Praxispartner diskutierten am Campus
Triesdorf Zukunftsfragen des dualen Studiums und setzten wichtige Impulse
für praxisnahe Bildungswege in Bayern.
Seit 20 Jahren steht hochschule dual für die enge Verzahnung von
akademischer Ausbildung und beruflicher Praxis in Bayern. Als bundesweit
erstes Dachangebot für duale Studiengänge hat sich hochschule dual zu
einem starken Netzwerk entwickelt, das Hochschulen, Unternehmen und
Studierende erfolgreich verbindet. Im Jubiläumsjahr 2026 blickt die
Initiative auf zahlreiche gelungene Bildungsbiografien und Kooperationen
zurück. Gleichzeitig richtet sich der Fokus auf die Zukunft: In acht
DualForen werden gemeinsam mit den bayerischen Hochschulen aktuelle
Herausforderungen, Perspektiven und Impulse für das duale Studium
diskutiert.
Eines dieser Fachforen fand am 11. Juni 2026 an der Hochschule
Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) am Campus Triesdorf statt. Unter dem Titel
„DualForum Grüne Berufe“ kamen Vertreterinnen und Vertreter aus
Bildungseinrichtungen, Ministerien, Wirtschaft, Studierendenschaft und
Praxispartner zusammen, um die Entwicklung des dualen Studiums in
Studiengängen wie Agrartechnik, Energie- und Wasserwirtschaft, Ernährungs-
und Lebensmittelwissenschaften, Landwirtschaft sowie Umweltsicherung zu
erörtern.
Triesdorfer Netzwerk von Vorteil
Nach einer optionalen Campusführung begrüßte Prof. Dr. Sabine Homann-
Wenig, Vizepräsidentin für Studium und Didaktik der HSWT alle Anwesenden,
insbesondere die Studierenden: „Wir können nicht über duales Studium
reden, wenn wir nicht auch unsere dual Studierenden zu Wort kommen
lassen.“ Marlen Burghardt, die an diesem Tag dabei ist und
Wasserwirtschaft dual studiert, meint: „Wir sind ganz normale Studierende.
Nur gehen wir nicht in die Semesterferien, sondern in die Arbeit und
wenden das Gelernte direkt an. Diese Kombi ist sehr vielseitig und ich
würde es definitiv wieder machen.“
Nach der Begrüßung gaben Expertinnen und Experten in Kurzvorträgen
Einblicke aus Hochschule und Praxis, darunter Prof. Dr. Oliver Christ
(Dekan der Fakultät Umweltingenieurwesen der HSWT), Veronika Riedl
(hochschule dual) und Prof. Dr. Otmar Seibert. Als „Gründervater“ des
dualen Studiums am Campus Triesdorf betont Seibert: „Es hat relativ lang
gedauert, duale Studienangebote in Bayern zu etablieren. Bei der
Einführung an der HSWT hatten wir erhebliche Vorteile durch unser
hervorragendes Triesdorfer Netzwerk. Dennoch ist das duale Studium bis
heute kein Selbstläufer, das ist es nie gewesen.“
Praxisnahes Studium mit modernen Lehrinhalten
Im Anschluss wurden langjährige engagierte Partner für ihr besonderes
Wirken ausgezeichnet. So auch Jürgen Pfänder, der als selbstständiger
Landwirt seit Beginn des dualen Studiums als Praxispartner zur Verfügung
steht: „Das duale Studium ist eine sehr runde Sache und ich würde mir
wünschen, dass noch mehr Studierende diesen Weg gehen.“ Auch Anja Claas
(CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH) ist vom dualen Studium an der
HSWT überzeugt: „Die Aktualität der Lehrinhalte ist für uns ein sehr
wichtiges Thema. Man sieht: Der Standort wird weiterentwickelt und das
zeigt uns, dass die Lehre modern geblieben ist.“ Eine Podiumsdiskussion
„Studium dual – vom Modell zum Regelfall?“, moderiert von Prof. Dr.
Wilhelm Pflanz (Dekan der Fakultät Landwirtschaft, Lebensmittel und
Ernährung) und drei Barcamps widmeten sich am Nachmittag der
Weiterentwicklung des dualen Studiums.
Das DualForum Grüne Berufe unterstrich an diesem Tag die Bedeutung des
dualen Studiums als zukunftsfähiges Bildungsmodell. Norbert Bleisteiner,
Leiter des Fachzentrums für Energie und Landtechnik, ist überzeugt: „Für
mich ist das duale Studium eine absolute Erfolgsgeschichte – ich bin
sicher, dass die Berufschancen praxisorientierter Ausbildung in Zeiten von
KI noch weiterwachsen werden. Allen, die das machen, kann ich sagen: Ihr
seid auf dem richtigen Weg.“
Der intensive Austausch lieferte wertvolle Impulse für die zukünftige
Zusammenarbeit. Dekan Pflanz betont in seiner Verabschiedung: „Die
Veranstaltung heute war ein großer Mehrwert. Wir haben nicht nur Lob
gesammelt, sondern konstruktiv und kreativ in die Zukunft gedacht.“
