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Gemeinsam für zukunftsfähigen Lokaljournalismus: DFKI entwickelt KI- basierte Informationsdienste für die Region

Mit digitalen Werkzeugen zu mehr Nähe vor Ort: Redaktionelle Arbeit zwischen Recherche, Daten und Storytelling.  Quelle: Lando Michael Lehmann  Copyright: DFKI
Mit digitalen Werkzeugen zu mehr Nähe vor Ort: Redaktionelle Arbeit zwischen Recherche, Daten und Storytelling. Quelle: Lando Michael Lehmann Copyright: DFKI
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Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) erprobt
gemeinsam mit der Verlagsinitiative DRIVE neue Wege für einen daten- und
KI-gestützten Lokaljournalismus. Hinter DRIVE stehen die Deutsche Presse-
Agentur (dpa), Highberg/Schickler sowie rund 30 Verlagshäuser.

Im Projekt „Local_Vocal“ entwickelt das DFKI am Standort Kaiserslautern
gemeinsam mit seinen Partnern KI-basierte lokale Nachrichten- und
Informationsdienste, die gezielt auf die Bedürfnisse jüngerer Zielgruppen
ausgerichtet sind. Ziel ist es, Inhalte stärker an den tatsächlichen
Interessen der Bürgerinnen und Bürger auszurichten, passgenau auszuspielen
und den Lokaljournalismus nachhaltig digital weiterzuentwickeln. Das
Vorhaben ist auf rund drei Jahre angelegt und läuft zunächst bis 2028.

Die Forschungsarbeiten am DFKI konzentrieren sich auf Methoden zur
automatischen Aufbereitung lokaler Inhalte in unterschiedlichen Formaten –
von Text über Audio und Video bis hin zu Angeboten in Leichter Sprache.
Ergänzend werden Personalisierungsansätze entwickelt, die eine interessen-
und standortbezogene Ausspielung ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der intelligenten Verknüpfung
öffentlich verfügbarer Datenquellen (Open Data) mit redaktionellen
Inhalten sowie auf der Entwicklung datenschutzkonformer KI-Architekturen
für den Einsatz im journalistischen Kontext.

Prof. Dr. Andreas Dengel, Geschäftsführender Direktor des DFKI in
Kaiserslautern: „Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche ist eine
starke, relevante und lokal verankerte Berichterstattung unverzichtbar.
Unsere Forschung zielt darauf ab, Künstliche Intelligenz so einzusetzen,
dass sie journalistische Qualität stärkt, lokale Lebenswelten besser
abbildet und neue Formen der Partizipation ermöglicht.“

Gebündelt werden die Aktivitäten des DFKI in einem gemeinsamen Transferlab
mit den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Ziel ist
es, den digitalen Transformationsprozess regionaler Medienhäuser gezielt
zu beschleunigen. Das Transferlab-Konzept, das sich am DFKI bereits in
zahlreichen Projekten bewährt hat, integriert Mitarbeitende der
Partnerorganisationen direkt in die Forschungsteams. In diesem gemeinsamen
Innovationsraum entstehen konkrete Anwendungen und Produkte, die eng am
wissenschaftlichen Fortschritt entwickelt werden.

Die im Projekt entwickelten Lösungen werden zunächst in Rheinland-Pfalz
und Nordrhein-Westfalen erprobt. Perspektivisch ist eine Übertragung auf
weitere Regionen geplant. Die Förderung durch beide Bundesländer
unterstreicht die Relevanz des Vorhabens: Regionale Medienhäuser sollen
technologisch gestärkt werden, ohne ihre redaktionelle Unabhängigkeit zu
verlieren. KI wird dabei nicht als Ersatz, sondern als unterstützendes
Werkzeug verstanden, das Journalistinnen und Journalisten entlastet und
Freiräume für Recherche, Einordnung und Nähe zu den Menschen schafft.

Langfristig wollen die Projektpartner zeigen, wie Künstliche Intelligenz
dazu beitragen kann, Vertrauen in Medien zu stärken, lokale Identität
sichtbar zu machen und tragfähige digitale Geschäftsmodelle im
Journalismus zu entwickeln.