Zum Hauptinhalt springen

Wohnen

Mit wenig Aufwand viel Energie sparen DEN veröffentlicht Liste mit zahlreichen und einfachen Einsparmöglichkeiten

Energiesparen ist wohl das Thema, welches viele Deutsche derzeit intensiv beschäftigt. Wie kann man - beispielsweise als Mieter - seine Energiekosten senken oder zumindest deren Steigerung abfedern, schnell und mit einfachen Mitteln? Das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN e.V. hat jetzt eine umfangreiche Liste mit vielen Spartipps veröffentlicht.

„Überall schlummern noch ungehobene Energiesparpotentiale.“ Davon ist der Vorsitzende des DEN, Dipl.-Ing. Hermann Dannecker, überzeugt. „In finanziell und ökologisch so angespannten Situationen, wie wir sie gerade erleben, sollten wir jede Gelegenheit ergreifen, Energie nicht zu verschleudern. Damit tun wir unserem Geldbeutel etwas Gutes, aber letztlich auch dem Klima.“

Die Liste mit Einsparvorschlägen umfasst insgesamt 65 Punkte. Sie ist abrufbar unter https://www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/wp-content/uploads/2022/05/DEN-Checkliste-fuer-geringinvestive-Massnahmen.pdf

 

Weiterlesen unter https://www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/den-pm-9-2022/

  • Aufrufe: 141

Weniger Feinstaub beim Heizen mit Holz

Heizen mit Holz liegt in Deutschland nach wie vor im Trend.  Photo by Matias T on Unsplash
Heizen mit Holz liegt in Deutschland nach wie vor im Trend. Photo by Matias T on Unsplash

Heizen mit Holz liegt in Deutschland nach wie vor im Trend. Die steigenden
Energiepreise und die Abhängigkeiten von internationalen Märkten machen
den nachwachsenden Rohstoff noch attraktiver.
Doch bei der Verbrennung von Holz in Kaminöfen oder Holzheizungen
entstehen enorm viel Feinstaub und Abgase. Diese Schadstoffe gefährden
Mensch und Umwelt. Das Umweltbundesamt empfiehlt sogar - mit Hinweis auf
die hohen Emissionen – die Abschaffung von Holzfeuerungen.
Die beste Lösung, um die Emissionsfracht wirksam zu verringern, ist eine
intelligente Führung des Verbrennungsprozesses.

Viele halten Heizen mit Holz für eine saubere Sache. Doch bei der
Verbrennung von Holz in Kaminöfen oder Scheitholzheizkesseln entstehen
enorm viel Feinstaub und phasenweise hohe Konzentrationen potenziell
toxischer Abgaskomponenten. Diese Schadstoffe gefährden Mensch und Umwelt.
Das Umweltbundesamt empfiehlt sogar - mit Hinweis auf die hohen Emissionen
– die Abschaffung von Holzfeuerungen.
Die beste Lösung, um die Emissionsfracht wirksam zu verringern, ist eine
intelligente Führung des Verbrennungsprozesses. Manche
Einzelraumfeuerstätten und die meisten Heizkessel haben mittlerweile eine
Lambda-Sonde zur Messung von Rest-Sauerstoff im Abgas. Um den
Verbrennungsprozess noch präziser steuern und damit den Ausstoß von
Feinstaub und anderen Schadstoffe weiter absenken zu können, ist ein
zusätzlicher Sensor zur Messung von unverbrannten Kohlenwasserstoffen und
Kohlenmonoxid notwendig.

Sensor verringert Feinstaub-Emissionen

Dieser Sensor, der bei Einbindung in ein Verbrennungsluft-Regelungssystem
die Emissionen von Feinstaub erheblich verringern kann, wird als CO/HC-
Sensor bezeichnet. Der Sensor wurde bisher in verschiedenen Holzöfen
bereits eingesetzt. Das Problem war jedoch eine relativ geringe
Einsatzdauer, bevor der Sensor wieder ausgewechselt werden musste. Zudem
war der CO/HC-Sensor in der Herstellung vergleichsweise teuer.
Eine Arbeitsgruppe am Institut für Sensor- und Informationssysteme (ISIS)
der Hochschule Karlsruhe hat unter der Leitung von Prof. Dr. Heinz Kohler
ein Sensor- und Verbrennungsluft-Regelungssystem entwickelt, das die
Emissionen bei der Verbrennung von Holz deutlich reduziert. Ein zentraler
Bestandteil dieser Regelung ist der CO/HC-Sensor. Die Kombination aus
Sensorik und Algorithmus sowie die darauf aufbauende Einstellung der
Primär- und Sekundärluftströme führt zu einer deutlichen Verminderung von
Schadstoffen, also des Schadgas- und Feinstaubausstoßes.

Patentiertes Verfahren zur Verringerung der Schadstoffe

Die Wissenschaftler haben den CO/HC- Sensor, der von einem
Partnerunternehmen produziert werden kann, in einem patentierten Verfahren
so verbessert, dass der Sensor stabil im Abgas läuft und durch Anwendung
einer neu entwickelten Methode zur Regeneration länger stabil bleibt.
Damit kann der CO/HC-Sensor nun in allen Scheitholz-Verbrennungsprozessen
zum Einsatz kommen und hat nach bisherigen Erkenntnissen voraussichtlich
eine Standzeit von mehreren Heizperioden.

Die Feinstaub- und Schadgasverringerung aus Scheitholzöfen wurde sowohl im
Labor als auch anhand von Feldtests über mehrere Monate untersucht. Durch
den Einsatz des CO/HC-Sensors in Kombination mit einer neuartigen,
automatisierten Verbrennungsluftregelung, einem Abgaskatalysator und einem
Partikelfilter konnten sehr geringe Abgas-Werte gemessen werden, die
erheblich unter den aktuellen gesetzlichen Vorgaben liegen.

Die Erfindung wurde zum Patent angemeldet (DE, EP) anhängig). Die
Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH unterstützt die Wissenschaftler und die
Hochschule Karlsruhe bei der Patentierung und Vermarktung der aktuellen
Entwicklung und des gesamten Steuer- und Regelungssystems für
Scheitholzfeuerungen. TLB ist mit der Verwertung dieser zukunftsweisenden
Technologie beauftragt und bietet Herstellern von Stückholz-Öfen oder
-Heizkesseln Möglichkeiten der Lizenzierung.
Für weitere Informationen: Innovationsmanager Dr.-Ing. Hubert Siller
(Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.)

  • Aufrufe: 136

Bauherren und Planer brauchen jetzt klare Perspektiven DEN: „Neuer Förderstopp geht auf Fehler der alten Bundesregierung zurück!“

Nach nur wenigen Stunden waren am 20. April 2022 die Fördermittel für das KfW-Effizienzhaus 40 in Höhe von 1 Mrd. Euro ausgeschöpft. Die bundeseigene Bank verhängte daraufhin einen Förderstopp, nachdem bereits Ende Januar die Notbremse gezogen worden war bei den Förderungen für das Effizienzhaus 55. Die Vorständin des Deutschen Energieberater Netzwerks DEN e.V., Dipl.-Ing. Marita Klempnow, sieht darin ein erhebliches Risiko für die Glaubwürdigkeit der Klimapolitik im Gebäudesektor.

 

„Es ist bitter, dass ausgerechnet der neue grüne Wirtschaftsminister hier ein unter grüner Regierungsbeteiligung in 2002 begonnenes und erfolgreich entwickeltes Gebäudeförderprogramm stoppen muss, weil die Vorgängerregierung unter Führung der CDU und ihrem Wirtschaftsminister Peter Altmeier seit 2017 gegen Hinweise aus Fachkreisen und dem bundeseigenen Förderinstitut mit der BEG eine Richtlinie platziert hat, die Mitnahmeeffekte in gigantischem Ausmaß verursachte. Diese Richtlinie hat falsche Anreize gesetzt und wies handwerklich solche Defizite auf, dass eine intelligente Programmsteuerung und sparsame Verwendung der eingesetzten Steuermittel nicht möglich waren. Dass es dem BMWK gelungen ist, die Förderung im Sanierungsbereich aufrecht zu erhalten und kurzfristig wieder an den Start zu bringen, ist vor diesem Hintergrund schon eine beachtliche Leistung. Für alle Bauherren ist vor allem Verlässlichkeit bei Planung und Finanzierung wichtig. Solches Vertrauen haben die mit Förderprogrammen beauftragten Institutionen in Deutschland - allen voran die KfW - in jahrelanger Arbeit aufgebaut. Der neuerliche Förderstopp war durch die begrenzten Mittel vorprogrammiert. Er bedeutet de facto, dass es bis zum Jahresende kein Förderprogramm für den innovativen Neubau mehr gibt“, stellt die Vorständin fest. […]

 

Weiterlesen unter: https://www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/den-pm-8-2022/

 

Mehr Informationen auf: https://www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/

  • Aufrufe: 144

Wohngebäude an Sommerhitze anpassen – Weiterbildung in Erfurt und Dresden zeigt, wie es geht

Lange Hitzeperioden im Sommer werden auch für den Wohnungsbestand in
Mitteldeutschland zunehmend zur Herausforderung. Doch Baustruktur und
Gebäudetechnik lassen sich wirksam und wirtschaftlich anpassen und die
Lebensqualität dadurch sichern. Das haben Untersuchungen im
Forschungsprojekt HeatResilientCity (deutsch: Hitzeangepasste Stadt)
gezeigt. In einer Weiterbildungsreihe vermittelt das Projektteam nun
dieses Wissen an die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Die ersten
Seminare finden am 19. Mai in Erfurt und am 13. Juni in Dresden statt.
Weitere Schulungen folgen im Herbst.

Die ersten Termine der Weiterbildung „Hitzeanpassung im Wohnungsbestand:
wirksam, kosteneffizient, bestandsaufwertend“ werden in Kooperation mit
dem Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e. V. bzw. dem
Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. angeboten. Sie richten
sich an Beschäftigte von genossenschaftlichen und kommunalen
Wohnungsunternehmen, die zum Beispiel verantwortlich sind für Bauplanung,
Ausschreibung, Instandhaltung oder Immobilienverwaltung.

Am Beispiel verschiedener Gebäudetypen, die in Mitteldeutschland weit
verbreitet sind, wird das Projektteam zum einen darstellen, welche
Schwachstellen die Häuser aufweisen und welche Auswirkungen lange
Hitzeperioden auf das Innenraumklima haben können. Zum anderen erläutern
die Referentinnen und Referenten, wie sich die Gebäude wirksam,
wirtschaftlich und klimaschonend anpassen lassen – etwa durch
Veränderungen der Baustruktur oder bei der Gebäudetechnik. Ein weiteres
Augenmerk liegt auf den Bewohnerinnen und Bewohnern der Gebäude selbst.
Denn auch sie können an heißen Sommertagen einiges dafür tun, dass sich
Wohnräume nicht so stark aufheizen. Dieser Teil der Veranstaltung richtet
sich daher vor allem an Personen, die Mietparteien betreuen oder für die
Kommunikation mit diesen zuständig sind.

Die Seminarreihe soll aufzeigen, wie klug umgesetzte bauliche Maßnahmen
gepaart mit Änderungen im Verhalten der Bewohnerinnen und Bewohner zu
einer geringeren Überhitzung von Wohngebäuden führen können. Die Teilnahme
an der Weiterbildung ist kostenpflichtig. Termine für Beschäftigte in
Architektur- und Ingenieurbüros mit Planungs-, Bauüberwachungs- und
Bauherrenaufgaben sowie in Hausverwaltungen sind für September und Oktober
2022 in Planung.

Über HeatResilientCity

Seit Oktober 2017 erforschen im Projekt HeatResilientCity Partner aus
Wissenschaft und Praxis, wie sich dicht bebaute Stadtquartiere und die
dort lebende Bevölkerung nachhaltig vor Sommerhitze schützen lassen. In
den Blick genommen hat das Projektteam dabei sowohl Gebäude als auch
Freiflächen. Wichtig war außerdem der Austausch mit den Bewohnerinnen und
Bewohnern in den beiden untersuchten Stadtquartieren in Erfurt und
Dresden. In Phase II geht es nun darum, das generierte Wissen, passgenau
an Praktikerinnen und Praktiker zu vermitteln. Im Dezember 2021 wurde der
Projekt-Verbund mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung 2022
ausgezeichnet.

HeatResilientCity wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) als Vorhaben der „Leitinitiative Zukunftsstadt“ im Themenbereich
„Klimaresilienz durch Handeln in Stadt und Region“ gefördert. Neben dem
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden gehören
zum Projektverbund: das Institut für Stadtforschung, Planung und
Kommunikation der Fachhochschule Erfurt (ISP), das Institut für Hydrologie
und Meteorologie der Technischen Universität Dresden, die Hochschule für
Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden, das Umweltamt der Landeshauptstadt
Dresden, das Umwelt- und Naturschutzamt der Landeshauptstadt Erfurt sowie
in Phase I die Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft Dresden und in Phase
II das Amt für Gesundheit und Prävention der Landeshauptstadt Dresden.

  • Aufrufe: 158