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Wohnen

Energieeffiziente Gebäude ohne Schäden

st es in Gebäuden zu feucht, geht viel Wärme verloren – auch kann sich
leicht Schimmel bilden. Das 2021 gegründete Fraunhofer-Spin-Off
C3RROlutions GmbH (C3RRO®) bietet Kunden die nötige Technologie, um
hygrothermische Fragen zuverlässig zu beantworten.

Energie ist teuer. So steht Deutschland laut einer Statista-Analyse von
2022 weltweit auf Platz zwei beim Strompreis für private Haushalte und
auch die Heizkosten pro Haushalt sind von 2020 auf 2021 merklich
gestiegen. Da stellt sich schnell die Frage: Wie steht es um die benötigte
Heizenergie in Gebäuden, und wie lässt sich diese senken? Eng daran
gekoppelt: Wie sieht es mit der Feuchtigkeit aus? Schließlich hängen
Temperaturverhältnisse und Feuchtetransport in Bauteilen eng zusammen: Ist
der Feuchtegehalt in Gebäuden zu hoch, steigt der Wärmeverlust. Auch bei
der Dämmung von Gebäuden sind solche Fragen elementar, nicht nur um
Heizkosten zu sparen, sondern auch um das Gebäude langfristig vor Schäden
wie Schimmel zu bewahren.

C3RRO® hat die geeignete Technologie

C3RRO® bietet Planern, Bauproduktherstellern, Baufirmen und
Sachverständigen künftig die passende Technologie, um Fragen rund um
Temperatur- und Feuchtetransport in Gebäuden und Bauteilen zu beantworten
und öffentlich-rechtliche Nachweise zu erstellen – sei es für bereits
bestehende Häuser, sei es für geplante. Die Firma wurde 2021 als Spin-Off
des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP gegründet, auf Basis der
Fraunhofer IBP-Produktfamilie WUFI®, kurz für »Wärme Und Feuchte
Instationär«. Gesprochen wird C3RRO® übrigens »ze·ro« - als Hinweis
darauf, dass die angebotenen Services einen Beitrag zu einer zero-carbon-
future leisten. Die drei Cs stehen für die drei Services Code, Compute und
Consult.

»Während das Fraunhofer IBP die WUFI®-Berechnungen als Desktop-Versionen
anbietet, wird C3RRO® die Fraunhofer Rechenkerne in moderne web-basierte
Softwaretools umsetzen und das Angebot somit um »Software as a service«
erweitern«, weiß Dr. Simon Schmidt, Abteilungsleiter am Fraunhofer IBP.
Das heißt: Die Nutzung ist dann im Browser möglich, der Kunde benötigt
keine weiteren Programme auf seinem Rechner. Dadurch lassen sich die
Simulationen von überall starten und es gibt keinerlei Anforderungen an
die Leistung des Kundenrechners – schließlich laufen alle Berechnungen in
einem Rechenzentrum. »Zudem lassen sich unterschiedliche Tools und
Randbedingungen verknüpfen, was in der Desktop-Version so nicht möglich
ist. So könnte man beispielsweise die hygrothermische WUFI®-Berechnung mit
einer Simulation von Strömungspfaden der Luft kombinieren«, nennt Schmidt
einen weiteren Vorteil der »Software as a service«-Produkte. Die
Kombination eines ganzheitlichen bauphysikalischen Modells mit einem
vereinheitlichten Datenmodell – und zwar auf Cloudbasis – ermöglicht nicht
nur einen leichteren Zugang zu den Tools, sondern auch eine interaktive
Kollaboration zu Projekten. Zudem lassen sich Gebäude mit dem System
schnell und kostengünstig designen.

Bevor eine Berechnung für ein Gebäude starten kann, wird wie bei der
Desktop-Version des Fraunhofer IBP zunächst ein 3D-Modell des Gebäudes
erstellt, das mit den jeweiligen Randbedingungen beaufschlagt wird: Wo
steht das Gebäude – wie ist das Außenklima? Welche Materialien werden für
die Wände verwendet? Welche Anlagentechnik wird eingesetzt? All diese
Daten werden in das Simulationsprogramm eingegeben. Zudem sind
Materialkennwerte im Programm hinterlegt, zum Beispiel
Materialeigenschaften hinsichtlich des Temperatur- und Feuchtetransports,
die die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IBP im Labor für
unterschiedlichste Materialien ermittelt haben. »In der Desktop-Version
müssen die Daten für jedes Haus und Bauteil einzeln eingegeben werden. In
der Web-Version dagegen ist es denkbar, dass etwa Fertighaushersteller die
Daten zu ihren Häusern hinterlegen und der Nutzer diese dann direkt
verwenden kann. Die Möglichkeit des Austausches ist also sehr viel
größer«, sagt Schmidt.

Was die Anwendungsgebiete und die Fragestellungen angeht, so sind diese
bei der Desktop-Version des Fraunhofer IBP und der Web-Version von C3RRO®
ähnlich: So werden Materialien, Bauteile, Systeme und ganze Gebäude
energetisch und feuchtetechnisch bewertet. Das ermöglicht, bereits in der
Planungsphase Schwachstellen zu erkennen und zu vermeiden. Es wird für
jede Zone im Gebäude dynamisch das stündliche Raumklima simuliert, der
Heiz- und Kühlbedarf berechnet und die Luftvolumenströme ermittelt.
Wichtig ist all dies für ein energieeffizientes Lüftungsverhalten ebenso
wie für den sommerlichen Wärmeschutz oder zur Austrocknung nach
Wasserschäden.

Weltweiter Vertrieb

C3RRO® möchte seine Technologien weltweit vertreiben – sowohl was die
hygrothermische Beratung von Unternehmen angeht als auch in Punkto Web-
Service. Die Programme eignen sich auch für hygrothermische Anforderungen,
die ins Extreme gehen: Etwa in Museen, in denen die Kunstobjekte weder zu
hohen Temperaturen noch zu hohen Luftfeuchten ausgesetzt werden dürfen.
Mit der Beratung von Kunden anhand von Berechnungen, die die C3RRO®
durchführt, kann die Firma direkt loslegen. Was die web-basierte Anwendung
angeht, so wird es noch bis Ende 2022 dauern, bis die Schnittstellen
zwischen den einzelnen Berechnungstools erstellt und zu einem Gesamtsystem
kombiniert wurden. Die C3RRO® ist nicht nur aus dem Fraunhofer IBP
hervorgegangen, sondern wird auch zukünftig eng mit dem Institut
zusammenarbeiten. Geplant ist die Weiterentwicklung bestehender Produkte
und gerade hinsichtlich neuer Themen. Eine Win-Win-Situation für beide
Seiten.

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Rückzugsort Schlafzimmer - so schafft man eine entspannte Atmosphäre im Schlafbereich

Schlafbereich Symbolfoto
Schlafbereich Symbolfoto

Eigentlich sollte das Schlafzimmer der ruhigste und gemütlichste Ort einer Wohnung sein. Da man den Schlafbereich jedoch „nur“ zum Schlafen nutzt, wird dieser bei der Raumgestaltung oft vernachlässigt. Dabei hat das Zimmer zum Schlafen eine wesentliche Funktion – nämlich zu einer entspannten Atmosphäre beizutragen.

Abschalten und schneller einschlafen


Nach einem stressigen Arbeitstag wollen die meisten Menschen nur noch abschalten. Das Schlafzimmer dient daher häufig als Rückzugsort und Wohlfühloase zugleich. Damit das Schlafgemach den individuellen Anforderungen gerecht wird, sollte auf jedes Detail geachtet werden. Man schläft so gut wie man sich bettet, heißt es. Um entspannt zu liegen und erholsam schlafen zu können, muss das Bett groß genug und die Matratze bequem sein. Auch die Bettwäsche spielt dabei eine Rolle. So kann die Luft nicht richtig zirkulieren, wenn die Bettbezüge zu groß sind. Dadurch gerät man während des Schlafs schneller ins Schwitzen. Bettlaken sowie Bezüge für Kissen und Decken sollten daher immer gut passen. Bettwäsche für erholsame Nächte findet man mittlerweile auch online. Dabei wird zwischen Bettzeug in Normalgröße und Übergröße unterschieden. Während ein Bettbezug in normaler Größe etwa 135 x 200 Zentimeter misst, sind größere Bezüge für Bettdecken mit Abmessungen von 155 x 220 Zentimeter geeignet. Flauschige Biber-Bettwäsche hält sehr warm und eignet sich daher eher für kühle Winternächte. In der wärmeren Jahreszeit wird meist Bettwäsche aus langlebigen, pflegeleichten Materialien wie Microfaser verwendet. Da Bettlaken, Decke und Kissen nachts viele Stunden lang unmittelbar mit der Haut in Berührung kommen, ist es wichtig, dass das Material hautschonende Eigenschaften aufweist. Bekannt dafür sind beispielsweise natürliche Bio-Materialien wie etwa reine Bio-Baumwolle, die gleichzeitig frei von Schadstoffen ist. Wird das Schlafzimmer auch tagsüber zum Entspannen oder für einen kurzen Mittagsschlaf genutzt, ist Bettwäsche in hellen Farbtönen, Pastellfarben oder mit dezenten Mustern sinnvoll. Sanfte Farbschattierungen wirken beruhigend auf unsere Augen, während knallige Farben oder auffällige Prints das Gehirn anregen und deshalb für das Schlafzimmer ungeeignet sind.

Störfaktoren im Schlafzimmer vermeiden


Aus ähnlichen Gründen sollten auch Handy, Tablet und Computer aus dem Schlafbereich verbannt werden. Es ist bekannt, dass das blaue Licht, das vom Smartphone, Computer sowie anderen Geräten ausgestrahlt wird, das Einschlafen verhindern kann. Der Körper reagiert beim Starren auf Computerbildschirme und Handydisplays so, als wäre es Tag. Dadurch werden weniger Schlafhormone ausgeschüttet und man bleibt länger wach. Um leichter einzuschlafen, sollte das Schlafzimmer vor dem Schlafengehen gründlich durchgelüftet werden. Auf diese Weise gelangt frische Luft in die Wohnung und die Räumlichkeiten werden zugleich vor Schimmel geschützt. Der menschliche Schlafrhythmus wird im Wesentlichen von Licht beeinflusst. Blickdichte Vorhänge oder Rollläden können den Schlafraum abdunkeln und vor Licht von außen schützen. Die Raumtemperatur hat ebenfalls einen Einfluss darauf, ob man gut schläft oder nicht. Damit der Körper in den Ruhemodus umschaltet, sollte es kühl sein. Als optimale Temperaturen zum Einschlafen gelten Werte zwischen 16 und 19 Grad Celsius. Bei zu viel Wärme im Zimmer ist mit häufigen Unterbrechungen des Schlafes zu rechnen. Wenn genug Platz im Schlafraum ist, kann der Bereich mit einer kleinen Couch, die als gemütliche Leseecke genutzt werden kann, noch heimeliger und entspannender gestaltet werden.


 

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Energiesparen ist jetzt dringender denn je!“ DEN-Vorsitzender Dannecker rät zu kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen

Angesichts der aktuellen durch den Krieg in der Ukraine ausgelösten Spannungen und Turbulenzen auf den Energiemärkten rät der Vorsitzende des Deutschen Energieberater-Netzwerks DEN e.V., Dipl.-Ing. Hermann Dannecker, Energiesparmaßnahmen jetzt aktiv anzugehen: „Das Ausrufen der Frühwarnstufe des ‚Notfallplanes Gas‘ durch den Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz sollte uns klar machen: Energiesparen ist jetzt dringender denn je. Mieter und Immobilienbesitzer sollten jetzt das ihre dazu beitragen, die Situation in akzeptablen Grenzen zu halten.“

Zwar sei die Versorgung von Privatkunden mit Gas noch nicht unmittelbar gefährdet. Doch jeder kleine Beitrag zum Sparen von Heizenergie sei sinnvoll und in der Gesamtsicht willkommen, findet Dannecker: „Heizen mit Gas ist in Deutschland ausgesprochen populär. Deshalb sind Mieter und Hausbesitzer jetzt gefordert - nicht nur mit Blick auf ihren Geldbeutel -, die Temperaturen in ihren Wohnungen und Immobilien der Situation anzupassen. Die Absenkung der Temperatur von Wohnräumen um nur 1° bringt bereits eine Ersparnis von 5 - 6%. Selektives Heizen tut ein Übriges: In unbenutzten oder nur selten genutzten Räumen sollten die Thermostate noch weiter gedrosselt werden.“ Dies allerdings müsse sich in Grenzen halten, um eventuelle Bauschäden zu vermeiden.

Immobilienbesitzer könnten zudem zeitnah wenig aufwendige Dämmmaßnahmen ergreifen, um effektiv Energie zu sparen. Dannecker: „Dazu gehören die Dämmung der obersten Geschossdecke und die Dämmung der Kellerdecke. Letztere lässt sich unter Umständen auch in Eigenarbeit und somit relativ rasch umsetzen. Diese Maßnahmen tragen schon erheblich dazu bei, Heizenergie nicht unnütz zu vergeuden.“

Allerdings rät Dannecker trotz der angespannten Situation auf den Energiemärkten von blindem Aktionismus ab: „Wer seine Immobilie energetisch ertüchtigen will, sollte darauf achten, dass die Maßnahmen in sinnvollem Zusammenhang geschehen und bautechnisch einwandfrei ausgeführt werden. Dies ist gewährleistet, wenn man einen qualifizierten Energieberater hinzuzieht. Man findet entsprechende Experten auf der Liste des BAFA.“ …

 

Weiterlesen unter https://www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/den-pm-6-2022/

 

Mehr Informationen auf: https://www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/

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Nachhaltiges Wohnen

Nachhaltiges Wohnen Symbolbild
Nachhaltiges Wohnen Symbolbild

Deutschlandweit wird an innovativen Konzepten für nachhaltiges Wohnen gearbeitet. Experten verschiedener Fachrichtungen bündeln Synergien zur Zukunft des Wohnens. Der Umweltaspekt steht bei allen Projekten im Vordergrund. Neben einer bewussten, humanen Architektur geht es in erster Linie um die Umweltverträglichkeit der gebauten Realität. Auch bei der Inneneinrichtung kommt niemand mehr am Faktor Umwelt vorbei. Führende Designer entwerfen Möbel aus natürlichen, regionalen Materialien.

Umweltfreundliche Fußbodenbeläge



Baubiologisch einen wichtigen Stellenwert hat die Wahl des richtigen Fußbodenbelages. Der synthetische Teppichboden ist inzwischen gesunden Wollteppichen gewichen. Selbstverständlich legt man heutzutage auch bei der umweltgerechten Premium-Teppichreinigung Wert auf biologisch abbaubare Waschseifen. Damit wird eine umweltfreundliche Teppichpflege gewährleistet.

Erleichtert wird dies durch den Umstand, dass heutzutage ein Teppichboden nur noch sehr selten vollflächig verklebt wird. Sowohl die dabei eingesetzten Kleber als auch die erforderlichen Kompaktschaumrücken sind im höchsten Maße umwelt- und gesundheitsschädlich und nicht mehr zeitgemäß.

Stattdessen wird heutige, hochwertige Auslegeware entweder lose verlegt oder maximal verspannt. Daher lassen sich die Teppiche problemlos entfernen und nach der gründlichen Teppichwäsche wieder verlegen. Viele Menschen bevorzugen auch individuelle Teppiche auf einem Parkett- oder Fliesenboden anstelle eines uniformen Teppichbodens. Diese müssen von Zeit zu Zeit gereinigt werden, und man sollte dabei unbedingt eine Wäscherei mit Waschseifen auf Bio-Basis wählen, um die Umweltbelastung zu minimieren. Dies kommt auch Allergikern entgegen, die auf bestimmte chemische Substanzen empfindlich reagieren könnten.

Regionale Baustoffe



Generell sollte man beim Neubau oder der Modernisierung auf exotische Baustoffe aus fernen Landen verzichten. Typische Beispiele sind Tropenhölzer wie Rio Palisander oder Mahagoni. Zu der hohen Umweltbelastung durch den weiten Transport kommen die regionalen Schäden im Ursprungsland durch unkontrollierte, illegale Abholzung. Stattdessen sollte man heimische Hölzer aus nachhaltiger Produktion und regionale Baustoffe bevorzugen.

Aber nicht nur die sichtbaren Baumaterialien sollten nachhaltig gewählt werden. Auch die "unsichtbaren" Baustoffe wie zum Beispiel eine Kerndämmung muss längst nicht mehr aus umweltschädlicher Steinwolle oder Polyurethan-Hartschaum bestehen. Längst gibt es natürliche Alternativen wie Zellulose oder Holzfaserplatten.

Neue Wohnkonzepte



Um dem schnell wachsenden Bedarf an Wohnraum gerecht zu werden, gleichzeitig aber nicht auf umweltschädliche, industrielle Bauweisen wie in den sechziger bis achtziger Jahren zurückzugreifen, suchen Architekten in aller Welt nach umweltverträglichen Lösungen. Auch Auszubildende wie die Studenten der Frankfurt UAS beweisen Kreativität mit ihrem Konzept für Umweltbewusstes urbanes Wohnen auf kleinsten Flächen. Das von der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte ausgeschriebene Projekt führte zum Siegerentwurf the holistic mit einem zukunftsweisenden, autarken Smart Micro House.

Den "Micro-, Mini- oder Tiny-House" genannten kleinen Häusern mit einer Wohnfläche bis zwanzig Quadratmetern wird sowieso eine große Zukunft vorausgesagt. Sie kommen den Anforderungen nach einer minimalen Umweltbelastung durch sehr geringen Energieverbrauch und kleinster Grundstücksfläche entgegen. Eine Generation zunehmend weniger sesshafter Online Nomaden mit geringeren Platzansprüchen zugunsten maximaler Flexibilität und Mobilität sucht Antworten in Mini-Homes, die oft sogar beim Umzug "Huckepack" genommen werden können.

Andererseits werden auch bei der urbanen, verdichteten Bebauung Lösungen präsentiert, wie man trotz großer Bauvolumina eine ökologische Bauweise erreichen kann. Dazu gehören die Integration von städtischem Grün und die Verbesserung der Energie-Effizienz durch die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen.

 

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