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Lifestyle

Berliner Philharmoniker 2 Berliner Philharmoniker | Kirill Petrenko, 29.8.2024, besucht von Léonard Wüst

Dirigent Kirill Petrenko Foto Monika Rittershaus

Lucerne Festival: Sommer-Festival 2024 | 29.08.2024 | Berliner Philharmoniker 2| Dirigent Kirill Petrenko | Copyright: Manuela Jans/ Lucerne Festival

Vineta Sareika-Völkner 1. Konzertmeisterin an diesem Abend

 

Besetzung und Programm:
Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko
Bedřich Smetana (1824–1884)
Má vlastMein Vaterland»). Ein Zyklus Sinfonischer Dichtungen

Man schrieb das Jahr 1965 als Frère Felix, Laienbruder im „Institut catholique des jeunes gens“ in Neuchâtel unser Interesse an klassischer Musik wecken wollte und uns (120 Schüler im Alter von 15/16 Jahren) dazu eines nachmittags im Refektorium versammelte. Er erläuterte uns, dass Komponisten manchmal mit ihrer Musik eine Geschichte erzählen wollen, er habe zur Erläuterung das Werk „Ma Vlast“ („Mein Vaterland“) des böhmischen Komponisten Bedřich Smetana ausgesucht bei dem dies besonders eindrücklich zu hören sei. Darauf postierte er ein grosses Grammophon auf dem Pult, zog eine Langspielplatte geheimnisvoll aus der Hülle, uns dazu erklärend, dass der Komponist u.a. den Weg der Moldau schildere, von Geschichten, die sich an deren Ufern abspielen und zwar von ihrer Quelle in Elbwiese im Krkonoše (Riesengebirge), zum Erreichen der goldenen Stadt Prag und schlussendlich bis zu ihrer Einmündung in die Elbe. Dann legte er die Platte auf den Plattenteller setzte die Nadel auf den Anfang und schon ertönten sanfte Harfenklänge.

Bravo und ein Grand merci Frère Felix – Ziel erreicht

Grammophon Symbolbild
Grammophon Symbolbild

Frère Felix hat sein Ziel, zumindest bei mir, erreicht, ab da galt mein Interesse nicht mehr nur dem Rock n Roll, Freddy Quinn oder Johnny Hallyday. Bis heute begleitet mich diese sinfonische Dichtung und auch ich benutze sie gerne, um jemandem, mit ähnlichen Worten wie damals der Neuenburger Frère, Klassik zu erklären. Erstaunlicherweise kennen die meisten diese schon, oder zumindest teilweise, meist natürlich «Die Moldau» https://youtu.be/bWcoNzKRnrw?t=16

“Die Komposition schildert den Lauf der Moldau, angefangen bei den beiden kleinen Quellen, der kalten und der warmen Moldau, über die Vereinigung der beiden Bächlein zu einem Fluss, den Lauf der Moldau durch Wälder und Fluren, durch Landschaften, wo gerade eine Bauernhochzeit gefeiert wird, beim nächtlichen Mondschein tanzen die Nymphen ihren Reigen. Auf den nahen Felsen ragen stolze Burgen, Schlösser und Ruinen empor. Die Moldau wirbelt in den St.-Johann-Stromschnellen; im breiten Zug fließt sie weiter gegen Prag, am Vyšehrad vorbei, und in majestätischem Lauf entschwindet sie in der Ferne schließlich in der Elbe.”

Ein episches Meisterwerk – Smetanas „Má Vlast“

Lucerne Festival: Sommer-Festival 2024 | 29.08.2024 | Berliner Philharmoniker 2| Dirigent Kirill Petrenko | Copyright: Manuela Jans/ Lucerne Festival
Lucerne Festival: Sommer-Festival 2024 | 29.08.2024 | Berliner Philharmoniker 2| Dirigent Kirill Petrenko | Copyright: Manuela Jans/ Lucerne Festival

Bedřich Smetanas Zyklus „Má Vlast“ („Mein Vaterland“) ist ein tief emotionales Werk, das die Schönheit und den Geist der tschechischen Heimat einfängt. In der Interpretation der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko erstrahlt dieses Werk in neuem Glanz. Petrenkos tiefes Verständnis der musikalischen Struktur und sein feines Gespür für die nationalen und emotionalen Nuancen machen diese Aufführung zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.

Ein majestätischer Beginn: „Vyšehrad“

Lucerne Festival: Sommer-Festival 2024 | 29.08.2024 | Berliner Philharmoniker 2| Dirigent Kirill Petrenko | Copyright: Manuela Jans/ Lucerne Festival
Lucerne Festival: Sommer-Festival 2024 | 29.08.2024 | Berliner Philharmoniker 2| Dirigent Kirill Petrenko | Copyright: Manuela Jans/ Lucerne Festival

Der Zyklus beginnt mit „Vyšehrad“, einem Stück, das die majestätische Burg Vyšehrad, ein Symbol tschechischer Geschichte, musikalisch darstellt. Das Berliner Renommierorchester unter Petrenkos Leitung lässt das Thema mit großartiger Pracht und Klarheit erblühen. Der sanfte, aber kraftvolle Einsatz der Harfe, der die Klänge der Lautenspieler am Hofe Vyšehrads nachahmt, wird zu einem faszinierenden Klangteppich, der sich durch das gesamte Stück zieht. Petrenko gelingt es, die Spannung langsam aufzubauen, um in einem erhabenen Schlussakkord zu gipfeln, der die Pracht des tschechischen Kulturerbes eindrucksvoll verkörpert.

„Die Moldau“ – ein Fluss aus Klang und Emotionen

Lucerne Festival: Sommer-Festival 2024 | 29.08.2024 | Berliner Philharmoniker 2| Dirigent Kirill Petrenko | Copyright: Manuela Jans/ Lucerne Festival
Lucerne Festival: Sommer-Festival 2024 | 29.08.2024 | Berliner Philharmoniker 2| Dirigent Kirill Petrenko | Copyright: Manuela Jans/ Lucerne Festival

„Die Moldau“ ist zweifellos das bekannteste Stück des Zyklus und stellt den Verlauf des Flusses Vltava (Moldau) von seiner Quelle bis zur Mündung in die Elbe dar. Unter Petrenko entfaltet sich die Moldau in schimmernden Wellen von Klang. Die Klarheit der Streicher und das sanfte Fließen der Holzbläser fangen die Bewegung des Wassers perfekt ein. Petrenkos präzise Dirigierkunst bringt die dramatischen Kontraste des Werkes zum Ausdruck, vom sanften Plätschern des Wassers bis zu den kraftvollen Stromschnellen. Das Orchester zeichnet ein lebendiges Bild der tschechischen Landschaft, das sowohl sinnlich als auch emotional tief bewegend ist.

„Šárka“ – Ein Drama in Klang

Lucerne Festival: Sommer-Festival 2024 | 29.08.2024 | Berliner Philharmoniker 2| Dirigent Kirill Petrenko | Copyright: Manuela Jans/ Lucerne Festival
Lucerne Festival: Sommer-Festival 2024 | 29.08.2024 | Berliner Philharmoniker 2| Dirigent Kirill Petrenko | Copyright: Manuela Jans/ Lucerne Festival

„Šárka“ erzählt die Legende der gleichnamigen Kriegerin und ist das dramatischste Stück im Zyklus. Der Dirigent und die Berliner Philharmoniker meistern die scharfen Kontraste und das wilde, kriegerische Temperament dieses Stücks mit beeindruckender Präzision. Die dramatische Erzählung von Verrat und Rache wird durch die dynamischen und oft überraschenden Wechsel in der Musik eindrucksvoll verdeutlicht. Petrenkos Kontrolle über das Orchester ermöglicht es, diese dramatische Geschichte klar und intensiv zu präsentieren, sodass die Zuhörer mitten ins Geschehen gezogen werden.

Ein triumphaler Abschluss: „Blaník“

Lucerne Festival: Sommer-Festival 2024 | 29.08.2024 | Berliner Philharmoniker 2| Dirigent Kirill Petrenko | Copyright: Manuela Jans/ Lucerne Festival
Lucerne Festival: Sommer-Festival 2024 | 29.08.2024 | Berliner Philharmoniker 2| Dirigent Kirill Petrenko | Copyright: Manuela Jans/ Lucerne Festival

Der Zyklus endet mit „Blaník“, das die Legende der Ritter von Blaník musikalisch beschreibt, die eines Tages erwachen und Böhmen retten sollen. Die Berliner Philharmoniker unter Petrenko bringen dieses Stück mit einem triumphalen und optimistischen Ton zu einem fulminanten Abschluss. Die festliche Atmosphäre wird durch das brillante Spiel der Blechbläser und die dichte Orchestrierung verstärkt. Petrenko gelingt es, den Geist des Sieges und der Hoffnung, der in diesem Werk steckt, auf packende Weise zu vermitteln.

Fazit: Ein bewegendes musikalisches Erlebnis

Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker haben mit ihrer Interpretation von Smetanas „Má Vlast“ ein bemerkenswertes musikalisches Erlebnis geschaffen. Die Tiefe des Ausdrucks und die technische Brillanz des Orchesters bringen die Schönheit und den Geist der tschechischen Heimat Smetanas mit beeindruckender Intensität zum Ausdruck.Das Auditorium geizte denn auch nicht mit langanhaltendem Schlussapplaus, veredelt mit einigen Bravorufen.

Kleine Bemerkung am Rande

Daishin Kashimoto 1. Konzertmeister am Vorabend Foto A. Savin
Daishin Kashimoto 1. Konzertmeister am Vorabend Foto A. Savin

An diesem Abend nahm die 1986 geborene Lettin Vineta Sareika- Völkner den Platz der 1. Konzertmeisterin ein. (Seit 2023 als erste Frau in dieser Position in der 142jährigen Geschichte des Orchesters). Am Vorabend, bei Bruckers 5. Sinfonie sass da der, seit 2009 in dieser Position agierende, 1979 in London geborene japanische 1. Konzertmeister Daishin Kashimoto. Außergewöhnlich auch, dass die Berliner mit dem 1984 geborenen US-Amerikaner Noah Bendix-Balgley gar noch einen dritten1. Konzertmeister haben.

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: Priska Ketterer, Manuela Jans, Peter Fischli und Patrick Hürlimann  www.lucernefestival.ch

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Lucerne Festival: Sommer-Festival 2024 | 29.08.2024 | Berliner Philharmoniker 2| Dirigent Kirill Petrenko | Copyright: Manuela Jans/ Lucerne Festival

Lucerne Festival: Sommer-Festival 2024 | 29.08.2024 | Berliner Philharmoniker 2| Dirigent Kirill Petrenko | Copyright: Manuela Jans/ Lucerne Festival

 

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Berliner Philharmoniker 1 Berliner Philharmoniker | Kirill Petrenko, 28.8.2024, besucht von Léonard Wüst

Dirigent Kirill Petrenko Foto Monika Rittershaus

Lucerne Festival, Sommer 2024,
Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko
Luzern, den 28.08.2024
Copyright: Lucerne Festival / Priska Ketterer

Besetzung und Programm:
Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko
Anton Bruckner (1824–1896)
Sinfonie Nr. 5 B-Dur WAB 105

Anton Bruckners Sinfonie Nr. 5 in B-Dur WAB 105 ist ein Monument der sinfonischen Literatur, das technische und intellektuelle Herausforderungen bietet. Diese Aufführung durch die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko hob die beeindruckende Architektur und die spirituelle Tiefe des Werkes auf ein neues Niveau.

Eine meisterhafte Einleitung: Adagio – Allegro

Lucerne Festival, Sommer 2024, Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko Luzern, den 28.08.2024 Copyright: Lucerne Festival / Priska Ketterer
Lucerne Festival, Sommer 2024, Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko Luzern, den 28.08.2024 Copyright: Lucerne Festival / Priska Ketterer

Der erste Satz beginnt mit einer langsamen, geheimnisvollen Einleitung, die nach und nach eine dichte Klangwelt aufbaut. Die Berliner Philharmoniker unter Petrenko schaffen es, diese Spannung langsam aufzubauen, bis das Allegro einsetzt. Hier entfaltet sich die Sinfonie mit einer komplexen thematischen Arbeit, die typisch für Bruckner ist. Petrenkos präzise Gesten und das sensible Zusammenspiel des Orchesters erzeugen ein majestätisches Klangbild, das den Raum erfüllt.

Ein Dialog der Stimmen: Adagio

Lucerne Festival, Sommer 2024, Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko Luzern, den 28.08.2024 Copyright: Lucerne Festival / Priska Ketterer
Lucerne Festival, Sommer 2024, Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko Luzern, den 28.08.2024 Copyright: Lucerne Festival / Priska Ketterer

Das Adagio des zweiten Satzes ist ein emotionales Zentrum der Sinfonie, das oft als eine Art spirituelle Meditation beschrieben wird. In dieser Aufführung gelingt es den Berliner Philharmonikern, die kontrapunktische Komplexität mit großer Klarheit darzustellen. Die Streichersektion zeichnet sich durch ihre warme, fast intime Klangqualität aus, während die Bläser eine spirituelle Tiefe hinzufügen. Petrenkos langsames, sorgfältiges Tempo ermöglicht es jedem musikalischen Gedanken, sich voll zu entfalten, ohne die emotionale Intensität zu verlieren. Der Dirigent schälte, kongenial umgesetzt von seinen Mitmusiker*innen, die Nuancen der Partitur förmlich heraus.

Kraftvolle Rhythmen: Scherzo

Das Scherzo im dritten Satz präsentiert eine der kraftvollsten und rhythmisch markantesten Episoden der Sinfonie. Die Energie und Präzision der Berliner Philharmoniker sind hier besonders beeindruckend. Petrenko führt das Orchester mit einer unnachgiebigen Kraft, die dem Satz eine fast bedrohliche Intensität verleiht. Der kontrastreiche Trio-Teil bringt eine leichte, fast tänzerische Qualität ins Spiel, bevor das Hauptthema mit voller Wucht zurückkehrt.

Ein triumphales Finale

Lucerne Festival, Sommer 2024, Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko Luzern, den 28.08.2024 Copyright: Lucerne Festival / Priska Ketterer
Lucerne Festival, Sommer 2024, Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko Luzern, den 28.08.2024 Copyright: Lucerne Festival / Priska Ketterer

Das Finale der Sinfonie Nr. 5 ist ein wahres Meisterwerk der Kontrapunktik. Die Fuge, die den Satz dominiert, ist sowohl eine technische Herausforderung als auch ein triumphaler Höhepunkt. Petrenko und die Berliner Philharmoniker zeigen hier ihre vollkommene Beherrschung des Materials. Das Orchester bringt jede Stimme in der Fuge klar und präzise hervor, während die Musik sich zu einem majestätischen Abschluss erhebt. Besonders hervorzuheben ist die Art und Weise, wie der, 1972 in Omks, der damaligen Sowjetunion, geborene Meister des Taktstocks, den dramatischen Kontrast zwischen den ruhigen, fast mystischen Passagen und den kraftvollen, jubelnden Höhepunkten steuert.

Ein Höhepunkt der Bruckner-Interpretation

Diese Aufführung von Bruckners Fünfter Sinfonie durch die Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko ist zweifellos ein Höhepunkt in der Interpretation dieses Werkes. Die Klarheit, Präzision und emotionale Tiefe, die das Orchester unter Petrenkos Leitung erreicht, lassen die Sinfonie in all ihrer komplexen Schönheit erstrahlen. Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, wie Petrenko die verschiedenen Themen und Strukturen der Sinfonie aufeinander abstimmt und so ein kohärentes und überwältigendes Ganzes schafft.

Anton Bruckners brachiale Art

Lucerne Festival, Sommer 2024, Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko Luzern, den 28.08.2024 Copyright: Lucerne Festival / Priska Ketterer
Lucerne Festival, Sommer 2024, Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko Luzern, den 28.08.2024 Copyright: Lucerne Festival / Priska Ketterer

Obwohl Bruckner meist schon etwas brachial daherkommt, hat er immer wieder akzentuierte, sanfte Sequenzen, meist in Form des Einbezugs der Querflöte und, oder, der Oboe mit ihrem feinen, wohltuenden Klang, lässt aber ab und zu kräftig und ausgiebig auf die Pauke hauen, was Paukisten, die sonst meist eher eine untergeordnete Rolle spielen, natürlich ausgiebig geniessen.

Fazit: Eine überwältigende Erfahrung

Bruckners Sinfonie Nr. 5 in B-Dur ist ein Werk, das sowohl Interpreten als auch Zuhörer herausfordert. In dieser Aufführung mit den Berliner Philharmonikern unter Kirill Petrenko wird diese Herausforderung nicht nur gemeistert, sondern in ein musikalisches Erlebnis von seltener Tiefe und Schönheit verwandelt. Jeder Satz, jede Phrase wird mit einer solchen Präzision und Hingabe gespielt, dass die Musik sowohl in ihrer strukturellen Komplexität als auch in ihrer emotionalen Kraft vollständig zur Geltung kommt. Diese Interpretation wird sicherlich als eine der herausragenden Aufführungen dieses Meisterwerks in Erinnerung bleiben.

Viele andere Klangkörper neigen leider dazu, Bruckners Werke weniger nuanciert in den Details, dafür aber meist zu laut zu interpretieren, nicht so die Berliner.

Das Auditorium feierte die Berliner und ihren Chefdirigenten mit orkanartigem Applaus, Bravorufen und schlussendlich einer «Standing « Ovation».

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: Priska Ketterer, Peter Fischli und Patrick Hürlimann  www.lucernefestival.ch

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Lucerne Festival, Sommer 2024,
Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko
Luzern, den 28.08.2024
Copyright: Lucerne Festival / Priska Ketterer

Lucerne Festival, Sommer 2024,
Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko
Luzern, den 28.08.2024
Copyright: Lucerne Festival / Priska Ketterer

 

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Luzerner Theater, Idomeneo, von Wolfgang Amadeus Mozart, Premiere 25.8. 2024, , besucht von Marinella Polli

Idomeneo Luzerner Theater

Idomeneo Szenenfoto von Ingo Hoehn

Produktionsteam und Besetzung
Musikalische Leitung –Jonathan Bloxham
Regie –Anika Rutkofsky
Bühne –Eleni Konstantatou
Kostüme –Adrian Bärwinkel
Licht –David Hedinger-Wohnlich
Dramaturgie –Ursula Benzing,Johanna Mangold
Chor –Manuel Bethe
Idomeneo –Ben Johnson
Idamante –Solenn’ Lavanant Linke, Josy SantosElektra–Eyrún Unnarsdóttir
Illia –Tania Lorenzo Castro
Arbace –Luca Bernard
Oberpriester –Robert Maszl
Opernchor und Extrachor LuzernerTheater
Hammerklavier

Zum Start der Saison 24/25 ist dem Luzerner Theater eine bemerkenswerte musikalische Wiedergabe von Mozarts ‘Idomeneo’ gelungen. Die neue Produktion hat am 25. August vor einem zahlreichen und sehr aufmerksamen Publikum Première gefeiert.

Mozarts wunderbare Musik

Idomeneo  Szenenfoto von Ingo Hoehn
Idomeneo Szenenfoto von Ingo Hoehn

In dem 1781 in München uraufgeführten ‘Idomeneo’ (Libretto von Giambattista Varesco) mischt Mozart die Merkmale der italienischen und der französischen Oper, aber auch die Eigenschaften des Barocks, mit Figuren, die sich dem Willen der Götter ergeben, und der Aufklärung, mit der in den Vordergrund tretende Eigenverantwortung des Menschen. Für uns Fans handelt es sich aber vor allem um wunderbare Musik, um Mozarts Musik. Jonathan Bloxham am Pult des Luzerner Sinfonieorchesters (Hammerklavier: William Green) lässt das uns mühelos hören, indem er noch einmal mehr beweist, was für ein grossartiges Meisterwerk ‚Idomeneo‘ in der Musikgeschichte darstellt. Während dreieinhalb Stunden, das heisst ab der bekannten, schönen Ouverture bis zur Orchester-Suite am Ende der Oper folgen ihm alle Musiker mit grosser Begeisterung; das Resultat ist ein gefühlsbetonter, nuancierter, spannender aber auch sehr eleganter Klang. Am letzten Sonntag ohne Zweifel eine Höchstleistung aller Teilnehmer.

Die Handlung

Idomeneo  Szenenfoto von Ingo Hoehn
Idomeneo Szenenfoto von Ingo Hoehn

Die Handlung von ‘Idomeneo, Re di Creta’, wie der Titel präzis lautet, kann wie folgt zusammengefasst werden: während König Idomeneo nach dem trojanischen Krieg nach Kreta zurückreist, wird er während eines Sturms von Neptun geholfen. Der Gott verlangt aber für seine Rettung, dass Idomeneo ein Gelübde ablegt: er wird den ersten Menschen töten, den er antreffen wird. Dieser Mensch ist leider sein Sohn Idamante (“O voto insano, atroce…..”), der als sein Stellvertreter in Kreta lebt und die gefangene trojanische Prinzessin Ilia liebt. Idamante wird auch von Elektra, der  in Kreta lebenden Tochter Agamennons, begehrt. Nach vielen chaotischen Momenten verzichtet Neptun auf sein menschliches Opfer und macht nach Idomeneos Abdankung Idamante und Ilia zum glücklichen Königspaar.

Die sängerische Leistung

Idomeneo  Szenenfoto von Ingo Hoehn
Idomeneo Szenenfoto von Ingo Hoehn

Die Titelrolle gestaltet Ben Johnson szenisch und sängerisch grossartig, und dies schon am Anfang, als er nach überstandener Seenot realisiert, dass er den eigenen Sohn opfern muss. Der in London geborene Tenor hat keine Mühe, die für seine Rolle verlangten Rezitative und Koloraturen total zu beherrschen. Idamante wird hervorragend von Solenn’ Lavanant Linke interpretiert: ihre ausdrucksstarke Stimme und ihr bekanntes Charisma sind für diese Hosenrolle einfach perfekt; sie ist wahrscheinlich der beste Idamante, den wir gehört und gesehen haben. Zusammen mit Tania Lorenzo Castro als die trojanische Königstochter Ilia begeistert die Mezzosopranistin das Publikum am meisten. Eine schöne, differenzierte Stimme und eine starke Bühnenpräsenz hat auch Luca Bernard als Arbace. Eyrun Unnarsdottir als eifersüchtige, furiose, ja am Ende schreckliche Elektra hat uns hingegen nicht immer überzeugt; ihre Stimme hat für die Rolle ja Schallkraft, aber nicht genug Volumen. Tadellos ist auch die Leistung des von Manuel Bethe meisterhaft vorbereiteten Chor (‘Opernchor Luzerner Theater’ und ‘Extrachor Luzerner Theater’), der als das Volk der Kreter und Trojaner auf der Bühne ziemlich präsent ist.

Anita Rutkofskys Inszenierung und Eleni Konstantatous Bühnenbild

Idomeneo  Szenenfoto von Ingo Hoehn
Idomeneo Szenenfoto von Ingo Hoehn

Der Regisseurin gelingt es vor allem die grosse Spannung in den verschiedenen Beziehungen darzustellen; ins besondere die Spannung in der  Beziehung zwischen Idamante und Ilia, aber auch in der manchmal nicht so offensichtlichen Vater-Sohn Beziehung zwischen Idomeneo und Idamante. Was das Bühnenbild von Eleni Konstantatou (mit dem einwandfreien Light Design von David Hedinger-Wohnlich) betrifft, hat man einfach den Eindruck, die kleine Bühne des Luzerner Theaters sei etwas zu voll. Es ist eigentlich dank Adrian Bärwinkels Kostüme, dass man am besten begreift, wie der antike Mythos in dieser Oper auch im Geiste der Französischen Revolution interpretierbar sei.

Ein langanhaltender Applaus zeigte anlässlich der Première, wie gut diese neue Inszenierung dem Publikum gefallen hatte.  (weitere Aufführungen noch bis 25. Oktober)

Text: https://marinellapolli.ch/

Fotos: Ingo Hoehn https://www.luzernertheater.ch und Marinella Polli

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Idomeneo Szenenfoto von Ingo Hoehn

Opernchor Luzerner Theater

Idomeneo Szenenfoto von Ingo Hoehn

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Lucerne Festival Orchestra | Yannick Nézet-Séguin | Beatrice Rana, 24.8.2024, besucht von Léonard Wüst

Yannick Nézet-Séguin dirigiert engagiert

Lucerne Festival. Sommer-Festival. Neugier. 24. August 2024. Das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. Beatrice Rana Klavier. Bild: Peter Fischli / Lucerne Festival

Lucerne Festival Orchestra Foto Priska Ketterer

Besetzung und Programm:
Lucerne Festival Orchestra
Yannick Nézet-Séguin Dirigent
Beatrice Rana Solistin am Klavier
Clara Schumann (1819–1896)
Klavierkonzert Nr. 1 a-Moll op. 7
Anton Bruckner (1824–1896)
Sinfonie Nr. 7 E-Dur WAB 107
Edition von Leopold Nowak

Wer das Klavierkonzert von Clara Schumann bislang als eher schwache Talentprobe einer 14-jährigen Pianistin abgetan hat, kommt beim Hören der Interpretation von Beatrice Rana aus dem Staunen nicht heraus: So viel Ausdruckswille, so viel Eigensinn, so viel Empfindungskraft steckt in diesem Stück!  und entfesselt bei Beatrice Rana und dem hellwachen Lucerne Festival Orchestra unter dem Energiebündel Yannick Nézet-Séguin ein emotionales Feuerwerk zwischen Pranke und Samtpfote. Romantik pur!

Die italienische Solistin betrat die Konzertbühne, äusserst stylisch in ein körperbetonendes zitronengelbes Abendkleid gehüllt, das perfekt mit ihren brandschwarzen Haaren harmonierte und war nicht nur, wie sich erweisen sollte, ein Augen,– sondern auch ein Ohrenschmaus

Ein Meisterwerk der Romantik – Clara Schumanns Klavierkonzert Nr. 1 a-Moll op. 7

 

Lucerne Festival. Sommer-Festival. Neugier. 24. August 2024. Das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. Beatrice Rana Klavier. Bild: Peter Fischli / Lucerne Festival
Lucerne Festival. Sommer-Festival. Neugier. 24. August 2024. Das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. Beatrice Rana Klavier. Bild: Peter Fischli / Lucerne Festival

Clara Schumanns Klavierkonzert in a-Moll op. 7, komponiert im Alter von nur 14 Jahren, steht als Zeugnis ihrer bemerkenswerten musikalischen Reife. Beatrice Rana und das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin lieferten eine tief berührende Interpretation dieses Werks, das sowohl technische Brillanz als auch emotionale Tiefe verlangt. Man merke, so Beatrice Rana, dass dieses Konzert von jemandem komponiert wurde, der die Klaviatur völlig mühelos beherrschte.

 

 

 

 

 

Ein kraftvoller Beginn

Lucerne Festival. Sommer-Festival. Neugier. 24. August 2024. Das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. Beatrice Rana Klavier. Bild: Peter Fischli / Lucerne Festival
Lucerne Festival. Sommer-Festival. Neugier. 24. August 2024. Das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. Beatrice Rana Klavier. Bild: Peter Fischli / Lucerne Festival

Das Konzert eröffnet mit einem dramatischen Allegro maestoso, das sofort die technische Virtuosität und Ausdruckskraft der Solistin am Piano unter Beweis stellt. Die 31jährige Italienerin führte durch die dichten Harmonien mit einer Leichtigkeit, die von einer tiefen emotionalen Verbundenheit zeugte. Das Orchester unter des Kanadiers Leitung unterstützte sie dabei einfühlsam und hielt stets das richtige Gleichgewicht zwischen Solistin und Ensemble. Die dramatische Spannung im ersten Satz war spürbar, doch immer mit einem Gefühl von Kontrolle und Eleganz.

 

 

 

 

Lyrik und Sensibilität im Romanze-Satz

Lucerne Festival. Sommer-Festival. Neugier. 24. August 2024. Das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. Beatrice Rana Klavier. Bild: Peter Fischli / Lucerne Festival
Lucerne Festival. Sommer-Festival. Neugier. 24. August 2024. Das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. Beatrice Rana Klavier. Bild: Peter Fischli / Lucerne Festival

Der zweite Satz, eine Romanze in f-Moll, entfaltet eine lyrische Schönheit, die Clara Schumanns tiefe Sensibilität und ihre Liebe zur Melodie offenbart. Hier kam Ranas Fähigkeit zur Nuancierung voll zur Geltung dies besonders im längeren Dialog mit dem Solocello Mit delikatem Anschlag und feiner Phrasierung ließ sie die Musik erblühen. Die Streicher des Lucerne Festival Orchestra schufen dabei eine sanfte, fast mystische Atmosphäre, die perfekt zu dem poetischen Charakter dieses Satzes passte. Nézet-Séguin bewies erneut sein Gespür für Clara Schumanns Musik, indem er dem Orchester Raum gab, sich zu entfalten, ohne die Solistin zu überdecken.

Ein brillantes Finale

Das Finale des Konzerts ist ein lebhaftes Allegro non troppo, das sowohl rhythmische Präzision als auch technisches Können erfordert. Rana meisterte die komplexen Passagen mit beeindruckender Klarheit und Energie, während das Orchester den dynamischen Dialog zwischen Solistin und Ensemble nahtlos fortsetzte. Die verschiedenen Themen wurden geschickt herausgearbeitet, und die Schlusskadenz brachte einen triumphalen Abschluss, der das Publikum begeisterte und zu einem langanhaltenden frenetischen Applaus animierte, der die Pianistin solange auf die Bühne zurückbeorderte, bis sie doch noch eine kurze Zugabe gewährte.

Ein ergreifendes Gesamtbild

Insgesamt bot diese Aufführung des Klavierkonzerts von Clara Schumann eine ergreifende Reise durch die romantische Musik. Beatrice Ranas technische Fertigkeiten und emotionale Tiefe harmonierten perfekt mit Nézet-Séguins klarer, jedoch feinfühliger Leitung. Das Lucerne Festival Orchestra brachte die orchestralen Farben zur Geltung und schuf ein einzigartiges Klangbild, das Schumanns Werk in all seiner Komplexität und Schönheit strahlen ließ.

Eine majestätische Reise – Bruckners Siebte Sinfonie in E-Dur

Lucerne Festival. Sommer-Festival. Neugier. 24. August 2024. Das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. Beatrice Rana Klavier. Bild: Peter Fischli / Lucerne Festival
Lucerne Festival. Sommer-Festival. Neugier. 24. August 2024. Das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. Beatrice Rana Klavier. Bild: Peter Fischli / Lucerne Festival

Anton Bruckners Sinfonie Nr. 7 in E-Dur WAB 107 ist eines der bedeutendsten Werke der späten Romantik, und das Lucerne Festival Orchestra hat unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin in der Edition von Leopold Nowak eine Interpretation präsentiert, die das Publikum tief berührte. Diese Sinfonie, die oft als Bruckners persönlichstes Werk bezeichnet wird, ist voller emotionaler Höhen und Tiefen, die in dieser Aufführung eindrucksvoll zur Geltung kamen.

Ein eröffnender Choral voller Erwartung

Der erste Satz, Allegro moderato, öffnet sich mit einem majestätischen Cello-Thema, das sich wie ein erhabener Choral durch den gesamten Satz zieht. Das Lucerne Festival Orchestra meisterte diese Passage mit einer feierlichen Ruhe, die die dramatische Spannung langsam aufbaute. Die Balance zwischen den Streichergruppen war perfekt, und die Holzbläser traten hervor, um die harmonische Struktur zu bereichern. Nézet-Séguins Führung erlaubte den Themen, sich organisch zu entwickeln, während das Orchester eine warme, reichhaltige Klangfarbe bewahrte.

Ein bewegendes Adagio – Bruckners musikalisches Gebet

Lucerne Festival. Sommer-Festival. Neugier. 24. August 2024. Das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. Beatrice Rana Klavier. Bild: Peter Fischli / Lucerne Festival
Lucerne Festival. Sommer-Festival. Neugier. 24. August 2024. Das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. Beatrice Rana Klavier. Bild: Peter Fischli / Lucerne Festival

Das Adagio, oft als musikalisches Gebet bezeichnet, ist zweifellos das Herzstück dieser Sinfonie. Das Lucerne Festival Orchestra brachte die schmerzhafte Schönheit dieses Satzes voll zur Geltung. Die gedämpften Streicher und die sanften Bläser schufen eine Atmosphäre tiefster Andacht und Kontemplation. Besonders bewegend war die Darbietung der Wagner-Tuben, die Bruckner in diesem Satz zum Gedenken an Richard Wagner einsetzte. Das durch den Dirigenten vorgegebene Tempo war gut gewählt – langsam genug, um die Tragik zu spüren, aber nicht so, dass die Musik ins Stocken geriet.

Lebhafte Kontraste im Scherzo

Das Scherzo dieser Sinfonie bietet einen scharfen Kontrast zum vorausgegangenen Adagio. Es ist lebhaft, energisch und voller rhythmischer Spannung. Hier glänzte das Lucerne Festival Orchestra mit präziser Artikulation und dynamischer Vielfalt. Die starken Akzente und das drängende Tempo führten zu einem aufregenden Erlebnis, das die Zuhörer in den Bann zog. Der Trio-Teil, der die ländliche Seite Bruckners zum Ausdruck bringt, wurde mit einer charmanten Leichtigkeit gespielt, die eine kurze, aber willkommene Atempause bot, bevor das Hauptthema zurückkehrte.

Ein triumphales Finale

Yannick Nézet-Séguin beim engagierten Dirigat
Yannick Nézet-Séguin beim engagierten Dirigat

Das Finale dieser Sinfonie, das in E-Dur schließt, bringt alle thematischen Elemente der vorhergehenden Sätze zu einem triumphalen Abschluss. Die Interpretation des Lucerne Festival Orchestra war hier besonders beeindruckend, da Nézet-Séguin es schaffte, die verschiedenen thematischen Fäden zusammenzuführen und ein großes, überwältigendes, ja epischrs Klangbild zu erzeugen. Die Blechbläser traten kraftvoll hervor und gaben dem Schluss eine fast hymnische Qualität, während die Streicher und Holzbläser das harmonische Fundament legten. Der quirlige Kanadier am Pult malte mit dem souveränen Weltklasseorchester ein akustisches Monumentalgemälde, so etwas wie einen tonalen Rembrandt. Nach dem abrupten, gar etwas unerwarteten Schlussakkord herrschten ein paar Sekunden atemlose, fast andächtige Stille, bevor Bravorufe und stürmischer Applaus einsetzten, langanhaltend und schlussendlich in eine stehende Ovation mündend.

Ein unvergessliches Konzerterlebnis

Die Aufführung von Bruckners Siebter Sinfonie durch das Lucerne Festival Orchestra in der Nowak-Edition war eine tief bewegende musikalische Erfahrung. Yannick Nézet-Séguin bewies erneut sein tiefes Verständnis für Bruckners Musik, indem er das Orchester zu einer Darbietung führte, die gleichermaßen von technischer Präzision und emotionaler Tiefe geprägt war. Diese Aufführung hat gezeigt, warum Bruckners Siebte zu den bedeutendsten Sinfonien des 19. Jahrhunderts zählt – sie berührt das Herz und erhebt den Geist.

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: Priska Ketterer, Peter Fischli und Patrick Hürlimann  www.lucernefestival.ch

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Lucerne Festival. Sommer-Festival. Neugier. 24. August 2024. Das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. Beatrice Rana Klavier. Bild: Peter Fischli / Lucerne Festival

Lucerne Festival. Sommer-Festival. Neugier. 24. August 2024. Das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. Beatrice Rana Klavier. Bild: Peter Fischli / Lucerne Festival

Yannick Nézet-Séguin und das Lucerne Festival Orchestra Foto Patrick Hürlimann

 

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