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Gesundheit

„Lungenkrankheiten erkennen“ – interaktives Online-Seminar für Patient:innen, Eltern, Angehörige

Atemwegs- und Lungenkrankheiten lassen sich heute in der Regel gut
behandeln. Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist jedoch die
frühzeitige Diagnose. Was aber sind typische Symptome und wie lange dürfen
sie andauern, bevor man eine Arztpraxis aufsuchen sollte? Wie werden
Atemwegs- und Lungenkrankheiten diagnostiziert, welche Besonderheiten
gelten für Kinder und Jugendliche? Was erwartet Patient:innen bei einer
Spirometrie, Bodyplethysmografie oder Bronchoskopie? Diese und viele
Fragen mehr beantworten Lungenspezialistinnen und -Spezialisten anlässlich
des 25. Deutschen Lungentags im Rahmen der interaktiven Online-
Veranstaltung „Lungenerkrankungen erkennen“ am 24. September 2022.

Atemwegs- und Lungenkrankheiten, darunter Volkskrankheiten wie z. B.
Asthma, lassen sich heute in der Regel gut behandeln. Voraussetzung für
eine erfolgreiche Therapie ist jedoch eine frühzeitige Diagnose. Bei
früher Diagnose und adäquater Therapie kann das Fortschreiten der
Lungenerkrankung verhindert oder die Krankheit sogar geheilt werden. Erste
Anlaufstelle bei Verdacht auf Atemwegs- und Lungenkrankheiten sind die
hausärztlichen Praxen. Lungenfachärzt:innen verfügen über weiterführende
Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten und spezialisierte Lungenzentren
über Expertise und Therapieoptionen z. B. bei Lungenkrebs oder seltenen
Lungenerkrankungen.

Lungenkrankheiten kündigen sich oft mit typischen Symptomen wie z. B.
Husten, Kurzatmigkeit oder Atemnot an. Deshalb spielen die Betroffenen
selbst, Eltern und Angehörige eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für
einen Arztbesuch. Was aber sind typische Symptome und wie lange dürfen sie
andauern, bevor man eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen sollte? Wie
werden Atemwegs- und Lungenkrankheiten diagnostiziert, welche
Besonderheiten gelten für Kinder und Jugendliche? Was erwartet
Patientinnen und Patienten bei einer Spirometrie, Bodyplethysmografie oder
Bronchoskopie?

Diesen und vielen Fragen mehr gehen Lungenspezialistinnen und
-Spezialisten anlässlich des 25. Deutschen Lungentags im Rahmen der
interaktiven Online-Veranstaltung „Lungenerkrankungen erkennen“ am 24.
September 2022 in der Zeit von 11.00 – 13.00 Uhr nach. Das Online-Seminar
richtet sich an Patient:innen, Eltern, Angehörige und alle, die sich über
Frühsymptome und Diagnosemöglichkeiten bei Atemwegs- und Lungenkrankheiten
informieren wollen. Die Teilnahme an dem interaktiven Online-Seminar ist
kostenfrei. Anmeldung erforderlich via
https://attendee.gotowebinar.com/register/9204691759244553741

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Das Wohlbefinden langsam steigern: Besser langfristig denken in Wahrheit dauern die meisten Veränderungen zum Besseren länger.

Wohlbefinden Symbolbild
Wohlbefinden Symbolbild

Es gibt gute Gründe dafür, eine ruhigere Herangehensweise für Leiden und Probleme zu empfehlen. Denn mit Ausnahme von akuten Verletzungen (z.B. Brüchen) oder Schicksalsschlägen sind die Probleme wie Stress, Ängste, Unwohlsein oder Übergewicht nicht von heute auf morgen entstanden – also sollte auf langfristige Lösungen gesetzt werden.

Mehr ausgewogene Ernährung statt Diäten

Der menschliche Körper vollbringt täglich Höchstleistungen. Damit diese Leistungen aber dauerhaft erbracht werden können, braucht er den richtigen Antrieb. Das ist die Ernährung. Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden oder Übergewicht wollen gerne, dass ihre Probleme über Nacht verschwinden. Oder aber maximal in ein paar Wochen.

Doch Diäten führen nachweislich zu wenig Erfolg. Sie werden aufgegeben oder führen sogar zu neuen Problemen. Denn restriktives Essen führt zu einem Nährstoffmangel. Für die allermeisten Menschen ist es daher sinnvoll, den Körper dauerhaft und nachhaltig mit Nährstoffen zu versorgen, damit Wohlbefinden eintritt.

Nahrungsergänzungsmittel von Dr. Kappl sind beispielsweise eine Möglichkeit, um den Körper zu unterstützen. Sind alle wichtigen Funktionen des Körpers garantiert, ist er auch besser in der Lage, Sport oder Kalorienreduktion anzunehmen. Kombiniert man dies mit einer ausgewogenen Ernährung anstelle von Crashdiäten, sind die Erfolgschancen sehr hoch.

Mehr Alltagsbewegung statt Fitness

Hand in Hand mit dem Bedürfnis nach einer schnellen Diät geht der plötzliche Fitnessdrang. Online, in den Medien und im Alltag wird Sport als einzige Möglichkeit verkauft, den Körper wieder auf Vordermann zu bringen. Eine Mitgliedschaft im Fitnessclub muss einfach sein.

Das stimmt so aber nicht. Viele Menschen profitieren oft schon davon, ihren Alltag aktiver zu gestalten. Ausgiebige Dehnübungen am Morgen sorgen dafür, dass Gelenke und Sehnen flexibel bleiben. Ein Spaziergang in der Mittagspause ist für den Körper beruhigend und gleichzeitig anregend. Das heißt natürlich nicht, dass jeder auf Sport verzichten muss. Aber viele Menschen erreichen mit kleinen Alltagsumstellungen deutlich mehr als mit Fitness auf Zwang.

Mehr Schlaf statt Optimierungswahn

Alles muss schneller gehen und effektiver sein. Viele Menschen haben ihren Morgen, ihre Arbeit, ihre Freizeit und ihre Abendgestaltung komplett durchgeplant. Maximale Effizienz ist das Motto. Selbst die Ruhephasen werden zeitlich begrenzt.

Für viele Menschen führt das zu einem Burnout. Denn je länger sie versuchen, auf absolutem Top-Niveau zu performen, umso schlechter können sie regenerieren. Die einfache und doch beeindruckend effektive Methode für mehr Leistungsfähigkeit heißt aber eigentlich: Schlaf.

Wer immer mehr aus seinen wachen Stunden herausholen will, wird irgendwann scheitern. Es sind eher die Ruhe- und Schlafphasen, die wieder eine höhere Priorität erhalten müssen. So kann das Gehirn optimal arbeiten, der Körper zeigt weniger Ermüdungserscheinungen und auch das Immunsystem bleibt intakt. Und da Schlaf eine tägliche Angelegenheit ist, gilt auch hier: Kleine Veränderungen sind langfristig viel wert.

Mehr Ruhe statt teurer Medikamente

Leider greifen immer mehr Menschen zu Medikamenten, wenn sie eigentlich eine Alltagsveränderung bräuchten. Immerhin geht das schneller. Doch die Folgen sind nicht immer abzusehen. Das ist tragisch, wenn man bedenkt, dass die Lösungen manchmal kinderleicht sind.

So können Stresssymptome wie Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen oder Unkonzentriertheit gemindert werden, indem mehr ruhige Phasen in den Alltag integriert werden. Echte Ruhe bedeutet dabei, dass das Smartphone nicht klingelt, keiner mit Fragen oder Aufgaben um die Ecke kommt und auch kein Lärm herrscht.

Für viele Menschen sind diese ruhigen Momente keine Selbstverständlichkeit mehr. Das heißt, Sie müssen diese selbst kreieren. Wer das einmal ausprobiert – in Kombination mit den anderen langfristig wirkenden Tipps –, stellt oftmals fest, dass die Lebensqualität ganz ohne Medikamente oder extreme Veränderungen gesteigert werden kann.

 

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Angst vor Sehverlust ist in Deutschland groß

Fast zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden
an einer potenziell zu Sehverlust führenden Augenerkrankung wie der
altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Laut Prognosen wird die Anzahl
mit der Bevölkerungsalterung weiter ansteigen. Um zu verstehen, welche
Bedeutung die Menschen in Deutschland einer so weitverbreiteten
gesundheitlichen Herausforderung wie der abnehmenden Sehkraft beimessen
und welche Faktoren diese Haltung beeinflussen, führte ein Team des
Universitätsklinikums Bonn (UKB) unter Leitung von Prof. Dr. Robert Finger
zusammen mit der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz eine
bevölkerungsrepräsentative Befragung durch.

Augenarzt Prof. Robert Finger äußert sich zur Bewertung von Sehgesundheit
in der Allgemeinbevölkerung:

Wie ist die Wahrnehmung von Sehen und Sehgesundheit in der
Allgemeinbevölkerung?
Prof. Finger: Sehen wird als enorm wichtig wahrgenommen. Wir nehmen 80
Prozent aller Umweltinformationen über die Augen auf. Sehverlust wird als
schlimmster Sinnesverlust von 70 Prozent, also einer großen Mehrheit,
angesehen. Angst vor Erblindung steigt mit fallendem Haushaltseinkommen,
sinkender Schulbildung und bei Menschen, die alleine leben. Dies ist unter
anderem durch die bei Sehverlust notwendige Unterstützung zu erklären, die
dann nicht oder weniger erbracht werden kann.

Wie sieht die derzeitige Lage bezüglich der Sehgesundheit in Deutschland
aus?
Prof. Finger: Etwa ein Viertel der Befragten berichten von Sehproblemen,
unabhängig vom Tragen von Brillen oder Kontaktlinsen. Wir erwarten, dass
dies mit der Bevölkerungsalterung weiter zunimmt. Als Augenärzte würden
wir uns wünschen, dass Sehen, Sehgesundheit und Prävention von Sehverlust
mehr auf der gesundheits- und wissenschaftspolitischen Agenda vertreten
wäre. Im Vergleich zu anderen Erkrankungen wie Krebs, schwerer
Schlaganfall oder Demenz, die ebenfalls als schwerwiegend von der Mehrheit
eingestuft wurden, wird Sehen und Sehgesundheit beziehungsweise -verlust
gesundheitspolitisch überhaupt nicht berücksichtigt.

Ihr Motivation die Umfrage zu machen?
Prof. Finger: Bislang gab es keine Daten in Deutschland dazu, wie in der
Allgemeinbevölkerung Sehen und Sehgesundheit beziehungsweise Sehverlust
bewertet werden. Daher haben wir die Umfrage gemacht.

Was sind für Sie als Augenarzt die wichtigsten Ergebnisse aus der Umfrage?
Prof. Finger: Sehen wird als enorm wichtig eingestuft und Sehverlust ist
der meistgefürchtete Sinnesverlust, wobei die Angst vor Sehproblemen auch
einkommensabhängig sind. Nur Krebs, schwerer Schlaganfall und Demenz
werden mehr gefürchtet als Erblindung.

Welche Konsequenzen sollten aus Ihrer Sicht aus der Ergebnissen der
Umfrage gezogen werden?
Prof. Finger: Prävention und -therapie von Sehverlust müssen auf die
gesundheits- und wissenschafts-politische Agenda. Anders als für andere
wichtige Volkskrankheiten gibt es kaum von den Krankenkassen bezahlte
Vorsorgeuntersuchungen und es gibt zum Beispiel kein nationales
Forschungsinstitut, anders als bei Krebs mit dem Deutschen
Krebsforschungszentrum (DKFZ) oder Demenz mit dem Deutschen Zentrum für
neurodegenerative Erkrankungen (DZNE).

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Gefährliches Trampolinspringen / Kreuzbandverletzungen bei Kindern werden immer mehr, wären aber oft vermeidbar

Experten der GOTS weisen auf immer mehr Kreuzbandverletzungen bei Kindern
hin. Diese sind gefährlich, da die Jüngsten wegen ihrer noch offenen
Wachstumsfugen nicht wie Erwachsene operiert werden können. In vielen
Sportarten fehlen ein kindgerechtes Training samt passender Prävention.
Aber auch in der Freizeit passieren viele Unfälle, die das Kniegelenk
nachhaltig schädigen. Eine besondere Gefahr stellt dabei das
Trampolinspringen dar. Zu den wichtigsten Fakten rund um das Thema
Kreuzbandverletzungen bei Kindern, referiert Prof. Dr. Romain Seil, vom
Centre Hospitalier de Luxembourg, auf dem 13. Zeulenrodaer Kongress für
Orthopädie und Sportorthopädie (ZKOS).

Prof. Seil ist Co-Direktor des IOC Forschungszentrums für
Verletzungsprävention in Luxemburg und außerordentlicher Professor für
Orthopädische Chirurgie an der Universität des Saarlandes. Er sagt: „Die
zahl der Kinder und Jugendlichen mit Kreuzbandverletzungen steigt
unaufhaltsam. Das Krankheitsbild ist von einer seltenen Erkrankung zur
regelrechten Epidemie geworden.“

Über 90 Prozent dieser Verletzungen passieren im Sport. Betroffen sind
Kinder ab 9 Jahren aufwärts. Besonders häufig passiert es in den
Sportarten Fußball, Ski alpin und – eben beim Trampolinspringen im
heimischen Garten. Dabei fällt häufig ein Kind auf das andere oder es
kommt nach der Landung falsch auf bzw. fällt aus dem Trampolin heraus. Aus
diesen Gründen wird diese Sportart von amerikanischen
Pädiatriegesellschaften nicht empfohlen.

Unter den 13- bis 15-Jährigen explodiert die Anzahl der
Kreuzbandverletzungen dann noch einmal regelrecht. Die Kniegelenke sind
dann bereits ausgewachsen, aber Muskulatur, Sehnen und Bänder noch nicht
voll entwickelt. Die motorische Kontrolle unter den diesen Bedingungen ist
deshalb nicht so gut. „Gleichzeitig steigt jedoch extrem die Belastung,
viele Kinder steigen in diesem Alter in nationale und sogar internationale
Wettbewerbe und Turniere ein. Das gab es so vor 20 Jahren noch nicht und
auch nicht so viele gerissene Kreuzbänder und kaputte Knie“, so Seil.

Die Kinder und Jugendlichen sind motorisch nicht gut geschult, es gibt
fast nirgends ein Präventionstraining in diesem Alter, um den Verletzungen
vorzubeugen obwohl wissenschaftlich gesichert ist, dass man 50% davon
vermeiden kann, moniert der Mediziner. Zusätzlich kennen sich viele
Trainer nicht mit dem kindlichen Wachstum und der Reifung aus.
Bei solch ernsten Knieverletzungen in jungen Jahren ist ein
Hochleistungssport später in den meisten Fällen ausgeschlossen. Aber ob
Leistungssport oder nicht: mittelfristig droht allen jungen Patienten eine
Arthrose. Seil: „Das Knie ist dann schlagartig 10 bis 20 Jahre älter als
der Patient selbst.“

Das kann später auch Jobausfall und Frührente bedeuten.

Viele Erwachsene kommen leider ihrer Fürsorgepflicht nicht nach. Und: die
Sportverbände machen sich mitschuldig, wenn sie keine entsprechende
Prävention anbieten.

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