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Hochbau und Bauen im Bestand: Millionenförderung vom Bund für Thüringer Forschungscluster

Wie lassen sich bestehende Gebäude klimaneutraler, energieeffizienter und
resilienter machen? Antworten erforscht das Thüringer Innovationszentrum
für nachhaltiges Bauen. Gemeinsam mit der LEG Thüringen werden ab Oktober
2026 neue Bauweisen exemplarisch an Bestandsgebäuden in Erfurt und Gotha
erprobt. Dafür erhält das Thüringer Konsortium, bestehend aus Bauhaus-
Universität Weimar, Materialforschungs- und Prüfanstalt Weimar und IAB –
Institut für Angewandte Bauforschung gemeinsam mit Industriepartnern, rund
eine Millionen Euro Fördermittel vom Bund. Es ist das erste Projekt,
welches im Rahmen des neu gegründeten Deutschen Forschungszentrums für
zukunftsfähiges Bauen (DFZ Bau) umgesetzt wird.

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Dach, Dämmung und Entwässerung Symbolbild unsplash

Dach, Dämmung und Entwässerung: Was Hausbesitzer vor der nächsten Sanierung prüfen sollten

Wenn es im Dachgeschoss zieht, sich an der Decke ein Fleck zeigt oder die Heizkosten auffällig steigen, liegt die Ursache nicht immer an einem einzelnen Bauteil. Dachdeckung, Dämmung, Abdichtung und die Ableitung von Regenwasser beeinflussen sich gegenseitig. Wer diese Bereiche getrennt voneinander betrachtet, übersieht leicht Zusammenhänge, die für Schäden oder unnötige Energieverluste verantwortlich sein können. Ein überschaubarer Prüfrahmen hilft Eigentümerinnen und Eigentümern, den Zustand ihres Hauses besser einzuschätzen und die nächsten Schritte sinnvoll zu ordnen.

Warum das Dach mehr ist als die Dacheindeckung

Von außen ist meist nur die Eindeckung sichtbar: Ziegel, Schiefer oder die Abdichtungsbahnen eines Flachdachs. Das Dach als Ganzes besteht jedoch aus mehreren aufeinander abgestimmten Schichten und Bauteilen. Es hält Regen, Wind, Schnee und Hagel vom Gebäude fern, trägt mit der Dämmung zum Wärmeschutz bei und führt Niederschlagswasser kontrolliert ab. Anschlusspunkte an Kamine, Dachfenster und Lüftungsrohre gehören ebenso dazu wie die Unterkonstruktion unter der Deckung. Schon ein einzelner beschädigter Anschluss kann ausreichen, damit Feuchtigkeit über Jahre unbemerkt in die Konstruktion eindringt.

Für den Zustand des Hauses ist entscheidend, dass all diese Elemente zusammenwirken. Feuchtigkeit kann über eine undichte Deckung ebenso in die Konstruktion gelangen wie über beschädigte Anschlüsse oder eine überlastete Entwässerung. Wer nur auf die sichtbaren Dachziegel schaut, erfasst den Gesamtzustand seines Hauses allenfalls zur Hälfte.

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 Energetische Sanierung Symbolbild pexels

Energetische Sanierung: In welcher Reihenfolge sollten Maßnahmen umgesetzt werden?

Eine energetische Sanierung gelingt am besten in einer klaren Reihenfolge: Zuerst stehen Bestandsaufnahme und Förderplanung, dann die Gebäudehülle von oben nach unten – Dach, Fassade und Fenster, danach die Kellerdecke –, die Heiztechnik kommt meist zuletzt. Wer stattdessen dort beginnt, wo das Problem am sichtbarsten ist, etwa bei der verblassten Fassade oder der alten Heizung, riskiert teure Fehlplanungen. Warum sich diese Abfolge bewährt hat, welche Ausnahmen es gibt und worauf Sie bei der Planung achten sollten, erklärt dieser Beitrag.

Bestandsaufnahme und Förderplanung vor dem ersten Schritt

Bevor das erste Gerüst steht, ist die Bestandsaufnahme fällig. Entscheidend sind Baujahr, Zustand von Dach und Fassade, Alter der Fenster, vorhandene Heiztechnik und bisheriger Energieverbrauch. Hilfreich sind der Energieausweis, die Heizkostenabrechnungen der vergangenen Jahre und bei Bedarf eine Thermografie der Außenflächen. Erst aus diesem Gesamtbild lässt sich ableiten, welche Maßnahme zuerst sinnvoll ist und welche warten kann.

Eine unabhängige Energieberatung hilft, diese Fragen belastbar zu beantworten. Zertifizierte Energieeffizienz-Experten erstellen auf Wunsch einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), der den Ist-Zustand bewertet und die Maßnahmen in eine für das konkrete Gebäude passende Reihenfolge bringt.

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Badrenovierung planen Symbolbild Lisa Anna auf pexels

Badrenovierung planen: So gelingt der Weg von der Beratung bis zur Übergabe

Ein Badezimmer, das in die Jahre gekommen ist, erkennt man schnell: veraltete Fliesen, eine Wanne, die einer bodengleichen Dusche weichen soll, oder schlicht der Wunsch nach mehr Komfort und einem moderneren Erscheinungsbild. Doch zwischen der ersten Idee und dem fertigen Bad liegen viele Entscheidungen. Wer sie ohne klare Reihenfolge angeht, riskiert Abstimmungsprobleme zwischen Handwerkern, unerwartete Zusatzkosten und eine Baustelle, die länger dauert als gedacht. Eine strukturierte Planung verhindert genau das – und folgt dabei fast immer derselben Logik: Beratung, Planung, Ausführung und Übergabe bauen aufeinander auf.

Der erste Schritt: Bestandsaufnahme und ehrliche Beratung

Jede gelungene Badrenovierung beginnt mit einem genauen Blick auf den Ist-Zustand. Dazu gehört mehr, als die Farbe der Fliesen zu beurteilen: Entscheidend sind die Raummaße, der Verlauf von Wasser- und Abwasserleitungen, die Elektroinstallation und die Frage, welche baulichen Veränderungen überhaupt möglich sind. Ein professionelles Aufmaß bildet dafür die Grundlage.

Im Erstgespräch sollten Eigentümer ihre Wünsche und Prioritäten offen benennen: Geht es um mehr Stauraum, um eine barrierearme Dusche, um neue Technik oder um ein komplett verändertes Raumgefühl? Seriöse Anbieter klären in dieser Phase auch den finanziellen Rahmen und sagen ehrlich, welche Vorstellungen zum Budget passen und welche nicht. Wer hier nur Zusagen sammelt, ohne dass jemand die Gegebenheiten vor Ort gesehen hat, trifft später Entscheidungen auf unsicherer Grundlage. Die Beratung ist deshalb kein Formalakt, sondern der eigentliche Startpunkt des Projekts.

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