Neue Publikation der Montag Stiftung Urbane Räume zeigt, wie gemeinschaftliches Handeln neue Chancen für Stadtteile eröffnetWas braucht es, damit Menschen in Zeiten von Krisen, gesellschaftlicher Spaltung und wachsender Unsicherheit wieder Vertrauen fassen, Verantwortung übernehmen und ihre Nachbarschaft gemeinsam gestalten? Das Buch „Gemeinwohl bauen, Band 2: BOB CAMPUS – von der Magie des Gemeinsinns“ versammelt Erfahrungen und Perspektiven dazu, wie Gemeinsinn entsteht und was Orte des Miteinanders für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten können. Das Buch ist im Jovis Verlag erschienen und wird von der Montag Stiftung Urbane Räume herausgegeben.
Im Mittelpunkt steht der BOB CAMPUS in Wuppertal-Oberbarmen, der nach dem Initialkapital-Prinzip der Montag Stiftung Urbane Räume entwickelt wurde: Aus einer ehemaligen Textilfabrik entstand gemeinsam mit Akteur*innen vor Ort ein Stadtteilcampus mit Schule, Kita, Bibliothek, Wohnungen, Gewerbe, Nachbarschaftsetage und Nachbarschaftspark. Heute ist er ein lebendiger Ort, an dem Menschen unterschiedlichster Herkunft wohnen, lernen, arbeiten, sich engagieren und Gemeinschaft erleben. Der BOB CAMPUS erhielt zahlreiche Auszeichnungen – darunter den Deutschen Städtebaupreis 2025.
Nach dem ersten Band der Reihe „Gemeinwohl bauen“, der die bauliche Transformation der umgebauten Textilfabrik dokumentiert, richtet Band 2 den Blick auf die Menschen hinter dem Projekt. 32 Menschen erzählen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven ehrlich, kritisch und mutmachend, wie der BOB CAMPUS entstanden ist und bis heute weiterwächst. Nachbar*innen, Engagierte, Mitarbeitende der Stadtverwaltung, Vertreter*innen von Initiativen und Organisationen sowie Fachleute aus Wissenschaft und Stadtplanung machen sichtbar, wie Gemeinschaft entsteht und welche Kraft im gemeinsamen Gestalten eines Ortes liegt.