Standortfaktor Kreislaufwirtschaft – Zweiter Saarländischer Circular Economy-Kongress am 16. September
Knappe Ressourcen und anfällige Lieferketten stellen Unternehmen und
Politik vor gewaltige Aufgaben. Es gilt, Wertschöpfungsketten regional,
europaweit und global neu zu denken. Die Initiative CircularSaar zielt auf
den Wandel des traditionellen Wirtschaftssystems hin zu einer
werterhaltenden, zukunftsfördernden Kreislaufwirtschaft. Wie diese
Transformation gelingen und gar zum Innovationstreiber werden kann,
diskutieren auf dem Circular Economy-Kongress am 16. September Fachleute
aus Forschung, Politik und Wirtschaft. Das Institut für Zukunftsenergie-
und Stoffstromsysteme IZES und die Universität des Saarlandes laden mit
Unterstützung der IHK Saarland Interessierte auf den Campus ein.
Gemeinsame Pressemitteilung von IZES und Universität des Saarlandes
Die Vielzahl aktueller Krisen legt schonungslos offen, wie verwundbar
globale Lieferketten und wie vielschichtig die Abhängigkeiten bei
Rohstoffen und Energie sind. In Schlüsselindustrien wie der
Stahlwirtschaft und dem Maschinen- und Anlagenbau werden die daraus
resultierenden Herausforderungen besonders sichtbar; sie betreffen jedoch
weit darüber hinaus nahezu alle Bereiche der unternehmerischen
Wertschöpfung.
„Damit die Wirtschaft widerstandsfähig und wettbewerbsfähig bleibt,
brauchen wir die Transformation hin zu einer Kreislaufwirtschaft, die
systemisch konzipiert ist und auf fundierten Daten beruht“, erklärt
Michael Vielhaber, Professor für Produktentstehung an der Universität des
Saarlandes und Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Instituts für
Zukunftsenergie- und Stoffstromsysteme IZES. „Es ist wichtig zu verstehen,
dass Kreislaufwirtschaft zugleich ein ökologisches wie auch ein
ökonomisches Konzept ist: Geschäftsmodelle, die Produkte, Materialien und
Ressourcen möglichst lange nutzen und im Kreislauf führen, schaffen die
Voraussetzungen, um auch die Klimaschutzziele zu erreichen. Mit den neuen
Verfahren entwickeln wir innovative Produktionsprozesse, die
ressourcenschonend und zugleich energieeffizienter und kostensparender
sind als die herkömmlichen Methoden, an deren Ende immer ein Abfallprodukt
steht“, betont Vielhaber.
Im Rahmen von CircularSaar arbeiten Forscherinnen und Forscher der
Universität des Saarlandes und des IZES gemeinsam an ganzheitlichen,
systemischen Lösungswegen, die beide Vorteile der Kreislaufwirtschaft –
ökonomische wie ökologische – vereinen. Ziel des Transformationsprojekts,
das vom saarländischen Wissenschaftsministerium gefördert wird, ist zum
einen, zukunftsorientierte Wissenschaftskompetenz in der Region
aufzubauen. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels sollen zum anderen die
energie- und materialintensiven Industriebereiche im Saarland beim
Einstieg in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft unterstützt werden.
„CircularSaar verbindet Spitzenforschung und industrielle Praxis, um
Kreislaufwirtschaft aus dem Saarland heraus voranzubringen“, sagt Jens
Krück, Geschäftsführer von CircularSaar.
Bereits zum zweiten Mal laden IZES und Universität in Kooperation mit der
IHK Saarland im Rahmen von CircularSaar zum Circular Economy-Kongress ein.
Unter dem diesjährigen Motto „Standortfaktor Kreislaufwirtschaft" tauschen
sich Expertinnen und Experten aus Forschung, Wirtschaft und Politik aus,
wie der Wandel im Zusammenspiel aus ordnungspolitischer Strategie,
Unternehmenspraxis und gesellschaftlicher Akzeptanz gelingen kann.
In interaktiven Themenräumen, Workshops und direktem Austausch stehen
unter anderem nachhaltige Metallurgie, industrielle
Zerkleinerungstechniken, smarte Datensysteme und Sensorik sowie konkrete
Ansätze zirkulären Designs im Fokus. Vertiefende „Fireside Chats“,
moderierte Expertengespräche, beleuchten die Herausforderungen der
Transformation aus internationaler, nationaler und regionaler Perspektive.
Ein Innovations-Marktplatz führt zudem Akteure aus Industrie, Wissenschaft
und Politik zusammen.
Der Circular Economy-Kongress schließt sich mit seiner Transferperspektive
nahtlos an das internationale ECHO-Nachhaltigkeitssymposium von
Universität des Saarlandes und Universität der Großregion an, das am
Vortag auf dem Campus stattfindet.
Zweiter Circular Economy-Kongress, 16. September, ab 9 Uhr, Campus
Saarbrücken, Aula A3 3 und Innovation Center A2 1.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Interessierte sind
herzlich eingeladen.
Die Anmeldung ist möglich unter: <https://eveeno.com/868337158>
Das Programm finden Sie unter folgender Internetadresse:
<https://www.uni-
saarland.de/fileadmin/upload/a
CircularSaar: <https://www.uni-saarland.de/f
Hintergrund:
Das Institut für Zukunftsenergie- und Stoffstromsysteme IZES forscht als
außeruniversitäre Forschungseinrichtung seit über 25 Jahren
fachübergreifend an nachhaltigen und klimaneutralen Lösungen. Die
Universität des Saarlandes und das IZES arbeiten seit 2024 verstärkt
zusammen. Im Mittelpunkt der Kooperation stehen gemeinsame
Forschungsprojekte auf den Gebieten nachhaltiger Kreislaufwirtschaft,
klimaneutraler Energiekonzepte und neuer Materiallösungen vor dem
Hintergrund der Ressourcenknappheit.
Die Universität des Saarlandes macht Nachhaltigkeit zu einem zentralen
Forschungsthema und treibt mit millionenschwerer Förderung den Wandel in
Wissenschaft und Gesellschaft voran – unter anderem mit Projekten wie
CircularSaar, EnFoSaar, Saarene, DepartSaar sowie einem neuen
Masterstudiengang Sustainable Materials and Engineering.
Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Michael Vielhaber (Professur für Produktentstehung an der
Universität des Saarlandes und Wissenschaftlicher Geschäftsführer des
IZES):
Telefon: +49 (0) 681 302 71304, E-Mail: michael.vielhaber@uni-saarland
Jens Krück (Geschäftsführer CircularSaar)
Telefon: +49 (0) 681 302-3548, E-Mail:
