Soll das Fußball-Nationalteam der Frauen die gleichen Prämien bekommen wie das der Männer? Jeder fünfte Mann ist einer aktuellen Umfrage zufolge dagegen: 21,8 Prozent fänden es schlecht, wenn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) „Equal Pay“ einführen würde – nur 5,1 Prozent der Frauen bewerten das auch so. Während sich von ihnen 63,8 Prozent für die gleiche Bezahlung aussprechen, sind es bei den Männern mit 43,3 Prozent deutlich weniger.
Insgesamt befürwortet eine knappe Mehrheit von 51,4 Prozent „Equal Pay“, 15,2 Prozent lehnen den Vorschlag ab. 18,9 Prozent sind unentschlossen, 14,4 Prozent haben keine Meinung. An der Abstimmung auf der Voting-Plattform „FanQ“ beteiligten sich 5.426 Personen.
„Für die Förderung des Frauenfußballs ist es wichtig, Rückhalt von allen Geschlechtern und gesellschaftlichen Gruppierungen zu erhalten. Daher ist die von uns ermittelte Diskrepanz bei der Bewertung des Equal Pay zwischen Frauen und Männern kein ermutigender Befund“, kommentiert Prof. Dr. Axel Faix. Er lehrt am Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Dortmund mit dem Schwerpunkt Unternehmensführung und ist Vorsitzender im Wissenschaftlichen Beirat von „FanQ“.
„Man darf den Effekt eines Equal Pay auf der Ebene der Nationalmannschaften für die Weiterentwicklung des Frauenfußballs insgesamt nicht überschätzen, denn auch die allgemeinen Bedingungen für Fußballspielerinnen in den oberen Ligen in Deutschland sind vielfach noch ungünstig“, so Axel Faix. Aber als Maßnahme, die Wertschätzung vermittelt und dazu beiträgt, langfristig Mädchen und Frauen für diesen Sport zu begeistern, sei Equal Pay mit von Bedeutung.
Dank der fantastischen Form am Saisonende und dem klaren 3:0-Heimsieg gegen Bayer Leverkusen am letzten Spieltag wurde der VfL Bochum in der letzten Bundesliga-Saison einmal mehr seinem Spitznamen (Die Unabsteigbaren) gerecht. Nach einer kurzen Pause startete die Truppe von Thomas Letsch Anfang Juli mit der Vorbereitung fürs nächste Jahr in der obersten Spielklasse des deutschen Fußballs. Was erwartet die Bochumer in den nächsten Wochen? Hier gibt es die wichtigsten Infos!
Mit Verstärkungen ins Trainingslager
Während der VfL im vergangenen Jahr erst am Saisonende erstklassig blieb, möchte man sich diesen Status in der nächsten Saison viel früher sichern. Der Kader wurde demzufolge bereits am Beginn der Transferperiode erfrischt. In der Rubrik der Zugänge beimVfL Bochum fallen in erster Linie die offensiven Mittelfeldspieler Moritz-Broni Kwarteng und Matus Bero auf. Der Erstgenannte hat eine tolle Saison im Trikot des 1. FC Magdeburg hinter sich. In 29 Einsätzen in der 2. Bundesliga verzeichnete der Ghanaer 10 Tore und 3 Vorlagen, sodass es nicht überrascht, dass Bochum für seine Verpflichtung eine stolze Summe von 1,1 Mio. Euro bezahlen musste. Anderseits kam der Slowake Gero ablösefrei aus Vitesse Arnheim, wo er in den letzten Jahren einer der Leistungsträger im Team war (137 Ligaspiele; 20 Tore; 15 Assists). Im Team für das Trainingslager (ab 23. Juli in Südtirol) werden zudem ein paar andere neue Gesichter sein. Dabei handelt es sich um den rechten Außenverteidiger Felix Passlack (Borussia Dortmund), den Innenverteidiger Noah Loosli (Grasshoppers) und den offensiven Mittelfeldspieler Lukas Daschner (St. Pauli). Große Erwartungen hat man vor allem von Daschner, der in der letzten Saison beim FC St. Pauli 34 Ligaspiele bestritt und dabei 9 Tore und 7 Assists verzeichnete.
Einige wichtige Abgänge
Mit den oben erwähnten Zugängen wird die laufende Transferperiode aus der Sicht der Bochumer sicherlich nicht enden. Dies ist jedoch keine Überraschung, da sich der VfL am Saisonende von einigen wichtigen Spielern aus der Vorsaison trennte. Neue Gesichter sind primär in der Abwehr zu erwarten, da die beiden Außenverteidiger Konstantinos Stafylidis (Vertragsende) undSaidy Janko (Leih-Ende) den Verein verlassen haben. Außerdem sind die Leihen von Dominique Heintz (Innenverteidiger) und Pierre Kunde (defensives Mittelfeld) ausgelaufen, sodass in den kommenden Wochen einige Aktivitäten der Bochumer auf dem Transfermarkt zu erwarten sind. Laut Medienberichten ist der VfL aktuell an den Innenverteidigern Keven Schlotterbeck (SC Freiburg) und Maxim Leitsch (FSV Mainz 05) interessiert, die die entstandenen Löcher in der Abwehrreihe stopfen sollen.
Erstes Pflichtspiel im DFB-Pokal
Bis zur Reise ins Trainingslager sollte der VfL 3 Testspiele bestreiten, und zwar gegen Emden, Verl und Fortuna Düsseldorf. In Südtirol gibt es dann zwei Freundschaftsspiele gegen die italienischen Clubs Spezia und Parma. Werohne Sperrdatei Oasis wetten möchte, muss wissen, dass Bochum sein erstes Pflichtspiel im DFB-Pokal am 14. August gegen Arminia Bielefeld bestreiten wird. Eine Woche später geht es zum ersten Ligaspiel gegen den VfB Stuttgart. Bei der Auslosung der neuen Bundesliga-Saison hatten die Bochumer nicht gerade viel Glück, da man bereits in den 5 ersten Ligaspielen unter anderem auf zwei Titelfavoriten Bayern und Borussia Dortmund trifft.
Bezüglich der Leistungsträger im Team sollte es keine großen Änderungen geben. Während der erfahrene Manuel Riemann im Tor gesetzt ist, wird die Defensive weiterhin vom Innenverteidiger Erhan Masovic angeführt. Aufgrund der starken Leistungen im letzten Jahr ist der Serbe Masovic allerdings auf dem Radar einiger größerer Clubs, sodass es keine Überraschung wäre, wenn er den Verein wechseln würde. Die Hauptrollen im Mittelfeld und im Sturm werden von einigen bewährten Kräften gespielt, wie Anthony Losilla, Kevin Stöger, Philipp Förster, Takuma Asano und Philipp Hofmann. Alles in allem ist klar, dass der VfL Bochum auch im nächsten Jahr mit Recht auf den Klassenerhalt hoffen darf.
Vereinbarung zur verstärkten Zusammenarbeit mit Olympiastützpunkt Berlin unterzeichnet. Durch Studium an der HWR Berlin sichern sich Spitzensportler*innen parallel zum Training berufliche Perspektive.
Berlin, 29. Juni 2023 – Studium und Sport zu verbinden, ist ein Kraftakt. Ohne Unterstützung ist das kaum zu stemmen. Aktuell studieren sechs Topathletinnen und -athleten an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin). Sie gehören zum Spitzenkader des deutschen Sports: im Modernen Fünfkampf, in der Leichtathletik, im Beachvolleyball, Bogenschießen und Schwimmen.
Die HWR Berlin schafft die Rahmenbedingungen, so dass Mitglieder der Bundeskader sowohl sportliche als auch akademische Ziele verfolgen können. Das reicht unter anderem von der Bewerbung und Zulassung zum Studium bis zu flexiblen, individuell angepassten Studienplänen. Die kleinen Kursgrößen in vorwiegend seminaristischen Lehrveranstaltungen gewähren den Studierenden einen direkten Kontakt zu Lehrenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Studienbüros und -verwaltung, die Verständnis für die besonderen Anforderungen entgegenbringen.
„Neben einem enormen Durchhaltevermögen braucht es die Unterstützung von Kommilitoninnen und Kommilitonen und durch die Hochschule, große Leidenschaft für den Sport und gleichzeitig für das Studienfach, um intensives Training und Studium parallel zu meistern“, sagt Prof. Dr. Silke Bustamante, Vizepräsidentin der HWR Berlin und Ressortverantwortliche für Hochschulsport. „Ich empfinde große Bewunderung für diese jungen Menschen. Aus meiner Sicht gehört es zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung, den jungen Athletinnen und Athleten zu helfen, dass sie neben ihrem großen persönlichen Einsatz für das Erzielen von sportlichen Höchstleistungen gleichzeitig eine alternative berufliche Zukunft aufbauen können“, so Bustamante. Ziel der seit 2004 bestehenden Vereinbarung zwischen HWR Berlin und Olympiastützpunkt Berlin ist, dass die geförderten Spitzensportlerinnen und -sportler innerhalb der Regelstudienzeit ihren ersten berufsqualifizierenden Studienabschluss erreichen.
Acht Berliner Hochschulen und der Olympiastützpunkt Berlin haben am 22. Juni 2023 ihre Kooperation in der Spitzensportförderung bekräftigt. Mit der verstärkten Zusammenarbeit reagieren die Hochschulen auf neuere Entwicklungen im Sport und zugleich im Hochschulbereich. Herausforderungen stellen der Hochschulzugang insbesondere in höhere Semester, Masterstudiengänge und Studiengänge mit zentralen Vergabeverfahren dar. Auch die Möglichkeiten zum Online-Studium sind ein zunehmend wichtiges Kriterium.
„Spitzensportlerinnen und -sportler können anderen Studentinnen und Studenten als Vorbild dienen, da sie Engagement, Disziplin, Teamwork und nicht zuletzt Durchaltevermögen verkörpern – alles Eigenschaften, die auch im Studium gefragt sind“, sagt Prof. Dr. Silke Bustamante.
Malte Braunschweig zum Beispiel studiert im dualen Studiengang Bauingenieurwesen an der HWR Berlin und trat 2021 bei den Paralympics in Tokio an. Unterstützung erhält der Leistungsschwimmer auch von seinem Praxis-Kooperationspartner, den Berliner Wasserbetrieben. „Es ist wichtig, die Waage zu halten zwischen Studium und Sport, denn ohne das eine geht auch das andere nicht. Ein strukturierter Alltag sowie ein gutes Bewusstsein für die eigene Gesundheit sind sehr wichtig“, sagt er.
Ferdinand Korbel hat schon im letzten Wintersemester den Masterstudiengang Marketing Management erfolgreich abgeschlossen. Er wird Ende Juli 2023 mit der nationalen deutschen Wasserballmannschaft an der Studentenweltmeisterschaft in Chengdu (China) teilnehmen. Das Event war aufgrund der Pandemie mehrmals verschoben worden, deshalb darf Korbel die HWR Berlin auch als Alumnus noch vertreten.
Insgesamt 45 Topathleten und -athletinnen hat die HWR Berlin bisher gefördert. Zu ihnen gehören Olympiateilnehmer*innen und Weltmeister*innen wie Lena Schöneborn. Die Olympiaerste von Peking im Jahr 2008 im Modernen Fünfkampf ist mit 34 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften die erfolgreichste Athletin in der Geschichte dieser Sportart. Sie hat an der HWR Berlin Business Administration studiert und den Master in International Marketing Management erworben. Neben dem Beruf engagiert sie sich aktuell zum Beispiel für die Werte-Stiftung, die sich der Vermittlung von gemeinwohlorientierten Werten als Basis für sozialen Zusammenhalt und Chancengerechtigkeit verschrieben hat.
Britta Steffen war einst die schnellste Schwimmerin der Welt auf ihren Paradestrecken 50 Meter und 100 Meter Freistil. Neben dem Studium trainierte sie und studierte neben dem Training. Erst absolvierte sie den Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieur/in – Umwelt und Nachhaltigkeit an der HWR Berlin und der heutigen Berliner Hochschule für Technik und setzte anschließend den Master Human Resources Management oben drauf. Heute stärkt die Weltrekordlerin als Gesundheitscoach und Expertin für mentale Stärke anderen den Rücken.
Vor 75 Jahren wurde der Dachverband des deutschen Hochschulsports, der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh), gegründet. Seitdem hat er viel bewegt, bei Wettkämpfen, in der Bildung und Gesundheitserziehung und zur Vernetzung von Sportbegeisterten.
Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) ist eine fachlich breit aufgestellte, international ausgerichtete Hochschule für angewandte Wissenschaften, einer der bundesweit größten staatlichen Anbieter für das duale Studium und im akademischen Weiterbildungsbereich. Sie sichert den Fachkräftebedarf in der Hauptstadtregion und darüber hinaus. Rund 12 500 Studierende sind in über 60 Studiengängen der Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts-, Ingenieur- und Polizei- und Sicherheitswissenschaften sowie in internationalen Master- und MBA- Studiengängen eingeschrieben. Die HWR Berlin ist die viertgrößte Hochschule für den öffentlichen Dienst in Deutschland und mehrfach prämierte Gründungshochschule. Über 700 Kooperationen mit Partnern in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst garantieren den ausgeprägten Praxisbezug in Lehre und Forschung. 195 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten fördern einen regen Studierendenaustausch und die internationale Forschungszusammenarbeit. Die HWR Berlin ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for Excellence“ und unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.
Die denkwürdigsten Tore der deutschen Fußballgeschichte Symbolbild unsplash
Deutschland ist ein Land mit einer reichen und stolzen Fußballtradition. Die Nationalmannschaft hat vier Weltmeisterschaften und drei Europameisterschaften gewonnen, und die Bundesliga ist eine der wettbewerbsfähigsten und spannendsten Ligen der Welt. Aber welches sind die denkwürdigsten Tore der deutschen Fußballgeschichte? Einige Kandidaten werden Sie sicherlich zum Staunen, Jubeln oder Weinen bringen.
Gerd Müllers Siegtreffer im Finale der Fußballweltmeisterschaft 1974
Das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft 1974 war ein Kampf der Giganten. Deutschland, der Gastgeber und amtierende Europameister, traf auf die Niederlande, die Erfinder des totalen Fußballs und Favoriten auf den Titelgewinn. Die Niederländer gingen früh durch einen Elfmeter von Johan Cruyff in Führung, doch Deutschland glich kurz darauf durch einen Elfmeter von Paul Breitner aus. Das Spiel war bis zur 43. Minute spannend und eng, als Gerd Müller eines seiner typischen Tore erzielte. Dies hätte auch ein Spiel sein können, das in den Sportwetten Nachrichten als das unvorhersehbarste Spiel Schlagzeilen machte. Der Stürmer, der den Spitznamen "Der Bomber" trägt, erhielt einen Pass von Rainer Bonhof, drehte sich und schoss mit dem linken Fuß an Jan Jongbloed vorbei. Es war ein typisches Müller-Tor: schnell, intuitiv und tödlich. Es war auch sein letztes Tor für Deutschland, da er sich nach dem Turnier aus dem internationalen Fußball zurückzog. Es war ein würdiger Abschied für einen der größten Torjäger aller Zeiten.
Der Volleyschuss von Marco van Basten im Finale der Europameisterschaft 1988
Das Finale der Europameisterschaft 1988 war eine Neuauflage des Endspiels der Weltmeisterschaft 1974. Deutschland und die Niederlande trafen erneut aufeinander, dieses Mal in München. Die Niederländer wollten sich für die Niederlage von vor 14 Jahren revanchieren und hatten eine starke Mannschaft, angeführt von Ruud Gullit und Marco van Basten. Das Spiel wurde durch zwei brillante Momente des niederländischen Duos entschieden. In der 32. Minute köpfte Gullit eine Flanke von Arnold Mühren zur Führung für die Niederlande ein. In der 54. Minute erzielte van Basten eines der spektakulärsten Tore aller Zeiten. Der Stürmer erhielt einen langen Pass von Mühren auf dem rechten Flügel, und ohne zu zögern schlug er aus spitzem Winkel einen fulminanten Volleyschuss, der über Hans-Peter Schumacher hinweg ins lange Eck flog. Es war ein Tor von unglaublicher Kunstfertigkeit und Kühnheit, und es besiegelte die erste und einzige große Trophäe für die Niederlande.
Der Siegtreffer von Mario Götze im Finale der Fußballweltmeisterschaft 2014
Das Finale der Fußballweltmeisterschaft 2014 war ein Kampf der Giganten. Deutschland und Argentinien standen sich in Rio de Janeiro gegenüber, und beide Mannschaften wollten ihre dritte WM-Trophäe gewinnen. Das Spiel war spannend und taktisch geprägt, mit wenigen klaren Chancen auf beiden Seiten. Das Spiel ging in die Verlängerung und es sah so aus, als würde es durch Elfmeterschießen entschieden werden. Doch in der 113. Minute schaffte Deutschland den Durchbruch. André Schürrle sprintete die linke Flanke entlang und brachte den Ball in den Strafraum. Mario Götze, der für Miroslav Klose eingewechselt worden war, kontrollierte den Ball mit der Brust und schoss ihn mit dem linken Fuß an Sergio Romero vorbei. Es war ein Tor von überragender Technik und Gelassenheit, das Deutschland den vierten Weltmeistertitel bescherte.
Robert Lewandowskis fünf Tore in neun Minuten gegen Wolfsburg im Jahr 2015
Die Bundesliga-Saison 2015-16 war für Robert Lewandowski rekordverdächtig. Der polnische Stürmer erzielte 30 Tore in 32 Spielen und war damit der erste Spieler, der diese Marke seit Gerd Müller im Jahr 1977 erreichte. Seine bemerkenswerteste Leistung vollbrachte er jedoch am 22. September 2015, als er gegen Wolfsburg innerhalb von neun Minuten fünf Tore erzielte. Lewandowski begann das Spiel auf der Bank, wurde aber zur Halbzeit eingewechselt, als Bayern München mit 0:1 zurücklag. Dann setzte er zu einem Torrausch an, der die Welt verblüffte. In der 51. Minute erzielte er sein erstes Tor, in der 52. sein zweites, in der 55. sein drittes, in der 57. sein viertes und in der 60. sein fünftes. Sein fünftes Tor war ein spektakulärer Volleyschuss von der Strafraumgrenze, an dem Diego Benaglio scheiterte. Es war der schnellste Hattrick, der schnellste Vierer- und der schnellste Fünferpack in der Geschichte der Bundesliga, was Lewandowski einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde einbrachte.
Toni Kroos' Siegtreffer in der Nachspielzeit gegen Schweden in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2018
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 verlief für Deutschland enttäuschend. Der Titelverteidiger kam zum ersten Mal nicht über die Gruppenphase hinaus und verlor gegen Mexiko und Südkorea. Aber sie hatten einen Moment des Ruhms, dank Toni Kroos. Im zweiten Spiel gegen Schweden drohte Deutschland das Ausscheiden, nachdem es in der ersten Halbzeit mit 10 Mann in Rückstand geraten war und ein Tor kassiert hatte. In der 48. Minute erzielte Marco Reus den Ausgleich, aber Deutschland brauchte einen Sieg, um seine Hoffnungen zu wahren. In der fünften Minute der Nachspielzeit bekamen sie einen Freistoß auf der linken Seite des Strafraums zugesprochen. Kroos trat an und zirkelte einen herrlichen Schuss in die obere Ecke, bei dem Robin Olsen keine Chance hatte. Es war ein Tor mit unglaublichem Geschick und Nervenstärke, das Deutschland einen Rettungsanker gab, den es letztlich nicht mehr nutzen konnte.
Dies sind nur einige der denkwürdigsten Tore der deutschen Fußballgeschichte. Es gibt noch viele weitere, die erwähnt werden könnten, wie Helmut Rahns Siegtreffer im WM-Finale 1954, Lothar Matthäus' Sololauf im WM-Viertelfinale 1990 oder Philipp Lahms Schlenzer im WM-Auftaktspiel 2006. Diese Tore zeugen von der Leidenschaft, dem Talent und der Dramatik des deutschen Fußballs und werden Fans und Spielern immer in Erinnerung bleiben.